Sailin’ Shoes als Hybrid-SACD aus der Acoustic Sounds 40 Series von Analogue Productions: Matthew Lutthans hat Little Feats Album von 1972 bei The Mastering Lab vom Originalmasterband nach DSD gemastert. Alle elf Songs laufen am Stück – von „Easy to Slip“ bis „Texas Rose Cafe“.
Ein Song findet seine Band
Eine zweite Aufnahme kann mehr über eine Gruppe erzählen als jedes Interview. „Willin’“ war schon auf Little Feats Debüt erschienen; auf dem 1972 veröffentlichten Sailin’ Shoes kehrt der Song in einem neuen Bandarrangement zurück und lässt seine Reisegeschichte in Ruhe entfalten. Das Wiederaufgreifen ergibt hier vollkommen Sinn: Diese vier Musiker entwickeln eine gemeinsame Sprache, in der Country, Blues und Rock mühelos ineinanderfließen.
Lowell George, Bill Payne, Roy Estrada und Richie Hayward bilden noch das ursprüngliche Quartett: George mit Gesang und Gitarre, Payne an den Tasteninstrumenten, dazu Estradas Bass und Haywards Schlagzeug, die die wechselnden Muster verbinden. Das Sextett und der stärkere New-Orleans-Funk von Dixie Chicken kamen später – Sailin’ Shoes hält den Moment davor fest, eine kleinere Besetzung mit bemerkenswert breitem musikalischem Wortschatz.

Boogie und die offene Straße
„Easy to Slip“ setzt sofort ein Ausrufezeichen. „Tripe Face Boogie“, geschrieben von Payne und Hayward, rückt die rhythmische Maschinerie der Band in den Vordergrund, während „Trouble“ und „Willin’“ ihren Melodien mehr Raum geben. Diese Wechsel machen aus den elf Songs eine Folge verschiedener Perspektiven – das Album braucht keine lange Spielzeit, um eine eigene Welt zu bauen.
„Willin’“ belohnt besonders den Blick auf die Instrumente rund um die Stimme. Sneaky Pete Kleinows Pedal Steel ist eine der zusätzlichen Farben des Albums, und er spielt auch auf „Texas Rose Cafe“. Seine gleitenden Übergänge und Paynes Tasteninstrumente bringen eine ganz andere Bewegung als ein durchgehendes Gitarrenriff – hör, wie eine kurze instrumentale Antwort zwischen den Gesangszeilen die Geschichte weiterträgt.

Namen auf dem Label, Bilder im Kopf
Der als Koautor von „Easy to Slip“ genannte „Fred Martin“ ist Martin Kibbee, ein Weggefährte Georges aus The Factory – und das Credit George/Martin taucht später bei „Dixie Chicken“ wieder auf, ein roter Faden durch die Wechsel der Band. Payne steuert eigene Songs bei, darunter „Got No Shadow“ und „Cat Fever“: George gibt der Platte ihre starke Persönlichkeit und lässt dennoch Raum für Ideen aus der ganzen Band.
Auch mit dem Cover beginnt etwas Bleibendes: Sailin’ Shoes stellt Neon Park als Covergestalter von Little Feat vor, dessen absurde Bilder perfekt zu Songs passen, die Alltägliches neben ungewöhnliche Figuren stellen. Ted Templeman produzierte das Album; danach übernahm George diese Rolle selbst. Das zweite Little-Feat-Album steht an zwei Wendepunkten – die Band hat ihre Bildsprache gefunden, ihre nächste Besetzung liegt noch vor ihr.
Die Hybrid-SACD aus der Acoustic Sounds 40 Series
CAPR 015 SA ist eine Hybrid-SACD aus der Acoustic Sounds 40 Series von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Matthew Lutthans sie bei The Mastering Lab vom Originalmasterband nach DSD gemastert. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc enthält die elf Songs des Originalalbums.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Acoustic Sounds 40th Anniversary Series
Auch in einer anderen Ausgabe: Sailin’ Shoes
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Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Lowell George | Baritonsaxofon, Begleitgesang, Leadgesang, Mundharmonika, Gitarre |
| Bill Payne | Begleitgesang, E-Piano, Leadgesang, Akkordeon, Klavier, Orgel |
| Roy Estrada | Begleitgesang, Bass |
| Richie Hayward | Begleitgesang, Perkussion, Schlagzeug |







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