Cracked Rear View als Hybrid-Stereo-SACD aus der Atlantic 75 Series: Ryan K. Smith hat das Debüt von Hootie & the Blowfish aus dem Jahr 1994 direkt vom Originalmasterband nach DSD gemastert. Alle elf Songs – „Hold My Hand“, „Let Her Cry“, „Only Wanna Be with You“, „Time“ und alles dazwischen – laufen am Stück durch.
Lange auf der Bühne, dann plötzlich überall
Als Cracked Rear View 1994 erschien, hatten Hootie & the Blowfish ihre Songs schon jahrelang über die Bühnen getragen. Die Band aus South Carolina kam nicht als unbeschriebenes Blatt ins Studio: Ein Teil des Materials war bereits auf eigenen Veröffentlichungen wie der EP Kootchypop erschienen. Das erklärt die Selbstverständlichkeit dieser Musik – Gitarren, Bass, Schlagzeug und Darius Ruckers Stimme müssen ihr Zusammenspiel nicht erst suchen. Die Songs leben von der Erfahrung des gemeinsamen Spielens.
Rucker und Gitarrist Mark Bryan hatten sich an der University of South Carolina kennengelernt, mit Bassist Dean Felber und Schlagzeuger Jim „Soni“ Sonefeld war die Besetzung komplett. Übrigens ist Rucker nicht „Hootie“: Der Bandname verbindet die Spitznamen zweier Studienfreunde. Für das Debüt bei einem großen Label ging das Quartett zu Produzent Don Gehman in die NRG Studios in Los Angeles; seine Erfahrung mit gitarrengetriebenen Songs gab der eingespielten Gruppe einen klaren Rahmen.

Die Stimme, die alles zusammenhält
„Hold My Hand“ zeigt sofort, wie die Platte funktioniert: ein direktes melodisches Angebot, eine Stimme mit Gewicht und eine Begleitung, die den Refrain gemeinsam nach vorn schiebt. David Crosby singt im Hintergrund mit und fügt sich in die offene Mehrstimmigkeit ein, ohne den Song zum Gastauftritt zu machen – Rucker bleibt der Mittelpunkt. Die leicht raue Färbung seiner Stimme und die zugänglichen Melodien tragen weit über die bekannten Singles hinaus und geben dem Album einen roten Faden, ohne dass alle Songs gleich klingen.
„Let Her Cry“ nimmt sich mehr Zeit für seine Geschichte und zeigt den Sänger als Erzähler. „Only Wanna Be with You“ bringt Leichtigkeit und Schwung, mit einer Mandoline zwischen den Gitarren, und „Time“ ergänzt einen nachdenklicheren Blick. Diese vier wurden die großen Singles des Albums – und sein enormer Erfolg wuchs nach und nach, passend zu Musik, deren Refrains sich beim wiederholten Hören festsetzen.

Mehr als die bekannten Refrains
Es lohnt sich sehr, Cracked Rear View auch abseits dieser vier Songs zu hören. „Hannah Jane“ eröffnet das Album als Bandstück, Lili Haydns Violine gibt „Look Away“ und „Running from an Angel“ eine weitere Farbe, und an anderen Stellen ergänzen Klavier und Orgel die Gitarren. Diese Details ändern den Grundcharakter nicht, geben den Songs aber eigene Konturen – wer vor allem Ruckers Stimme im Ohr hat, entdeckt hier die Arbeit der übrigen Musiker.
Die Platte bewegt sich zwischen amerikanischem Gitarrenrock, Folk und Pop, ohne ihre Herkunft aus einer gemeinsam gewachsenen Band zu verbergen. Hör darauf, wie akustische und elektrische Gitarren den Gesang tragen und wie wenig zusätzlichen Aufwand die Refrains brauchen – Handwerk, das der spätere Riesenerfolg leicht verdeckt. Cracked Rear View gehört zu den Debüts, bei denen der öffentliche Durchbruch auf eine lange interne Lernzeit folgte: Neu war das Publikum, nicht das Zusammenspiel.
Die Hybrid-Stereo-SACD der Atlantic 75 Series
CAPA 030 SA ist eine Hybrid-Stereo-SACD aus der Atlantic 75 Series von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Ryan K. Smith sie direkt vom Originalmasterband nach DSD gemastert. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc enthält die elf Songs des Originalalbums.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Atlantic 75 Series
Auch in einer anderen Ausgabe: Cracked Rear View
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Mark Bryan | Akustikgitarre, E-Gitarre, Perkussion, Mandoline, Gesang, Klavier |
| Dean Felber | E-Bass, Clavinet, Gesang, Klavier |
| Darius Rucker | Akustikgitarre, Perkussion, Gesang |
| Jim "Soni" Sonefeld | Perkussion, Gesang, Klavier, Schlagzeug |







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