Grievous Angel als Hybrid-Stereo-SACD aus der Acoustic-Sounds-40th-Reihe von Analogue Productions, von Matthew Lutthans bei The Mastering Lab nach DSD gemastert. Das ganze Programm läuft am Stück – von „Return Of The Grievous Angel“ bis „In My Hour Of Darkness“.
Zwei Stimmen, ein Album
Im musikalischen Zentrum von Grievous Angel stehen zwei Stimmen: Gram Parsons und Emmylou Harris. Harris singt auf allen Titeln außer „Brass Buttons“ mit – weit mehr als ein einzelner Gastauftritt. Die Verbindung der beiden Stimmen prägt fast das ganze Album, und es lohnt sich genauso, der zweiten Stimme zu folgen – wie sie eine Phrase färbt oder weiterträgt – wie dem Hauptgesang.
Aufgenommen wurde im Sommer 1973 in Hollywood, bei Wally Heider und in den Capitol Studios; Parsons produzierte selbst. Als das Album im Januar 1974 erschien, war er bereits gestorben – es wurde sein zweites und letztes Soloalbum. Diese Geschichte gehört dazu, und zugleich zeigen die Aufnahmen konzentrierte musikalische Arbeit mit einer sorgfältig zusammengestellten Band.

Eine Band mit Elvis-Erfahrung
James Burton an der Leadgitarre, Glen D. Hardin an den Tasten und Ron Tutt am Schlagzeug hatten alle bei Elvis Presley gespielt. Emory Gordy Jr. am Bass, Herb Pedersen an der Rhythmusgitarre und Al Perkins an der Pedal Steel machen die Besetzung komplett – Musiker, die einen Sänger tragen und dabei klare eigene Linien ziehen.
„Return Of The Grievous Angel“, „Hearts On Fire“ und „I Can’t Dance“ eröffnen das Programm. Parsons’ eigene Songs stehen neben Material anderer Autoren, darunter Tom T. Hall und Boudleaux Bryant. Und „Love Hurts“ – laut Herausgeber „a duet for the ages“ – bekommt seine Bedeutung auf diesem Album durch das gemeinsame Singen von Parsons und Harris.

Ein Konzert, das keines war
Das „Medley Live From Northern Quebec“ trägt ein kleines Stück Theater schon im Titel: Es entstand im Studio, Applaus und Konzertatmosphäre wurden hinzugefügt. Verbunden werden „Cash On The Barrelhead“ und „Hickory Wind“. Statt einer dokumentierten kanadischen Konzertaufnahme hörst du also eine bewusst inszenierte Studioszene – eine der charmanten Überraschungen des Albums.
Später folgen „Ooh Las Vegas“ und zum Schluss „In My Hour Of Darkness“, das Parsons gemeinsam mit Harris schrieb; laut Herausgeber singt bei diesem letzten Titel auch Linda Ronstadt mit. Fremdes Repertoire, eigene Songs und gemeinsame Autorenschaft finden alle ihren Platz. Hörst du das Album als mehr als ein posthumes Abschiedswerk, treten diese Entscheidungen hervor: welche Stimmen sich treffen, welche Songs gewählt werden und wie eine Band daraus ein Album formt.
Die Hybrid-Stereo-SACD von Analogue Productions
CAPR 008 SA ist eine Hybrid-Stereo-SACD aus der Acoustic-Sounds-40th-Reihe von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Matthew Lutthans sie bei The Mastering Lab vom analogen Originalmasterband nach DSD gemastert. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc folgt dem Originalprogramm; die Angabe „Las Vegas“ beim Herausgeber meint den Song „Ooh Las Vegas“.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Acoustic Sounds 40th Anniversary Series
Auch in einer anderen Ausgabe: Grievous Angel
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Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Gram Parsons | Akustikgitarre, Leadgesang |
| Emmylou Harris | Gesang |
| James Burton | Gitarre |
| Linda Ronstadt | Begleitgesang |







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