Ein neuer Name, eine eingespielte Mannschaft
Als Foghat 1972 ihr Debüt veröffentlichten, hatten drei Viertel der Band bereits bei Savoy Brown zusammen gespielt. Sänger und Gitarrist Dave Peverett, Bassist Tony Stevens und Schlagzeuger Roger Earl brachten gemeinsame Erfahrung mit. Rod Price kam als zweiter Gitarrist hinzu. Seine Slide-Gitarre wurde zu einem wesentlichen Bestandteil des Quartetts: eine weitere Stimme neben Peveretts Gesang, mit eigenen Möglichkeiten, einen Ton anzusetzen, zu verlängern oder gleiten zu lassen.
Dave Edmunds produzierte den überwiegenden Teil des Albums im walisischen Rockfield. Edmunds war selbst Gitarrist und steuerte auch Gitarrenparts bei. Damit begegneten sich Musiker, für die Blues und früher Rock ’n’ Roll eine praktische Sprache waren. Das Album hält diesen Ausgangspunkt fest, bevor spätere Hits die öffentliche Vorstellung von Foghat prägten.

Willie Dixon trifft auf eigene Songs
„I Just Want to Make Love to You“ eröffnet das Programm. Die Komposition von Willie Dixon steht hier neben „Trouble, Trouble“, „Sarah Lee“ und „Highway (Killing Me)“. Auch Chuck Berrys „Maybelline“ gehört dazu. Mit diesen beiden Fremdkompositionen benennt die Band zwei ihrer Bezugspunkte ganz unmittelbar: elektrischen Blues und Rock ’n’ Roll.
Die neun Stücke ergeben dabei mehr als eine Sammlung von Vorbildern. Die eigenen Songs nehmen den größten Teil des Albums ein. Wenn du nach dem bekannten Auftakt weiterhörst, kannst du verfolgen, wie die Gruppe aus denselben musikalischen Grundlagen unterschiedliche Songformen entwickelt. „Gotta Get to Know You“, geschrieben von Andre Williams und Deadric Malone, bildet als weitere Fremdkomposition den Abschluss und bekommt auf dieser Doppel-LP eine ganze Seite für sich.

Zwei Gitarren und ein überraschender Gast
Es lohnt sich, Peveretts Rhythmusgitarre und Prices Lead- und Slide-Arbeit getrennt zu verfolgen. Die eine hält ein Muster zusammen, die andere kann darauf antworten oder darüber hinausführen. Bass und Schlagzeug sind dabei ebenso wichtig: Erst ihr gemeinsamer Puls gibt den Gitarren einen Boden. Als Höransatz bietet sich der Wechsel zwischen Begleitung und hervortretender Einzelstimme an.
Roger Earl erinnert sich auf der offiziellen Bandwebsite an Todd Rundgrens Beteiligung: „Trouble, Trouble“ entstand mit ihm in den AIR Studios in London, und Rundgren spielte auch Klavier. Colin Earl gehört ebenfalls zu den Pianisten des Albums. Solche Details erweitern das Bild einer vermeintlich reinen Gitarrenplatte. Gemeint ist hier ausdrücklich das Debüt von 1972; Foghat veröffentlichten schon im folgenden Jahr ein weiteres selbstbetiteltes Album, das meist als „Rock and Roll“ unterschieden wird.
Diese Ausgabe
Analogue Productions veröffentlicht AAPR 003-45 in der Acoustic Sounds 40 Series: zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM, gepresst bei Quality Record Pressings, im Stoughton-Tip-On-Klappcover. Als Quelle nennt der Herausgeber das originale analoge Masterband. Ein Mastering-Engineer für diese Ausgabe ist nicht angegeben. Die neun Titel verteilen sich auf vier Seiten; Dave Edmunds’ Produktionscredit gehört zur ursprünglichen Aufnahme.
Michael 45 versendet die Platten aus Hilden, sodass kein persönlicher US-Import und keine damit verbundene Wartezeit beim Zoll nötig sind.
Auch als SACD: Foghat
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Acoustic Sounds 40th Anniversary – alle 25 Alben, Empfehlungen und Musiker
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Dave Peverett | Gesang, Gitarre |
| Rod Price | Slide-Gitarre, Dobro |
| Tony Stevens | Begleitgesang, E-Bass |
| Roger Earl | Perkussion, Schlagzeug |
| Dave Edmunds | Gitarre |







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