Ella Fitzgerald and Louis Armstrong – Ella & Louis

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Ausverkauft

Artikelnummer: AVER 74801 Kategorien: , , , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Ella & Louis: zwei Stimmen, die einander Platz lassen

Wenn Ella Fitzgerald und Louis Armstrong gemeinsam einen Standard singen, entsteht eine besondere Form von Nähe. Die Stimmen müssen sich nicht angleichen, um zusammenzufinden. Fitzgerald formt eine Melodie mit klaren Konturen und beweglicher Linie; Armstrong bringt seine unverwechselbare raue Oberfläche und ein Zeitgefühl ein, das selbst einer kurzen Wendung Gewicht gibt. Auf Ella & Louis wird aus diesem Unterschied ein Gespräch. Der Reiz liegt darin, wie beide auf dieselben Worte reagieren und wie wenig Aufwand nötig scheint, damit eine bekannte Melodie wieder persönlich wird. Man hört zwei eigenständige Erzähler, die ihrem Gegenüber aufmerksam Raum geben.

Die Aufnahme entstand am 16. August 1956 in den Capitol Studios in Hollywood. Das Datum verbindet die elf Lieder zu einer konzentrierten Begegnung, auch wenn das fertige Album angenehm unangestrengt wirkt. Vier weitere Musiker tragen diese Unterhaltung: Oscar Peterson am Klavier, Herb Ellis an der Gitarre, Ray Brown am Bass und Buddy Rich am Schlagzeug. Diese sechs Personen bilden die Besetzung. Hinter dem vertrauten Albumtitel steht damit ein kleines Ensemble, dessen Aufgaben sehr genau aufeinander abgestimmt sein müssen. Ein orchestraler Hintergrund würde andere Möglichkeiten eröffnen; hier bleibt die Begleitung unmittelbar an den Stimmen.

Für eine Jazzsammlung ist diese Verve-Aufnahme ein schöner Ausgangspunkt, um über Unterschiede im Singen nachzudenken. Man braucht dafür weder musikwissenschaftliche Begriffe noch einen Katalog berühmter Soli. Es genügt, eine Zeile zweimal zu hören und darauf zu achten, wie die beiden Sänger ihren Anfang, ihre Pausen und ihren Schluss behandeln. Armstrongs Trompete erweitert dieses Gespräch um eine weitere Art des Erzählens. Sie gehört zur musikalischen Persönlichkeit desselben Menschen, dessen Stimme gerade noch zu hören war. Gerade deshalb können die Wechsel zwischen gesungener und gespielter Melodie so aufschlussreich sein.

Ella Fitzgerald · historisch inspirierte Illustration, 1950er-Jahre · historisch inspirierte Illustration
Ella Fitzgerald · historisch inspirierte Illustration, 1950er-Jahre

Elf Standards zwischen Verabredung, Erinnerung und Fernweh

Can’t We Be Friends eröffnet das Programm mit einer Frage, die bereits eine ganze Beziehungsgeschichte in sich trägt. Das Lied bietet beiden Stimmen Gelegenheit, die Bedeutung einer scheinbar einfachen Formulierung zu verändern. Isn’t This a Lovely Day setzt danach einen anderen Rahmen: Ein Augenblick wird betrachtet, gemeinsam ausgekostet und musikalisch in Bewegung gehalten. Statt die Stücke nur als bekannte Titel wiederzuerkennen, lohnt es sich, ihre unterschiedlichen Formen der Ansprache wahrzunehmen. Mal klingt ein Song wie eine Einladung, mal wie eine Erinnerung, mal wie ein vorsichtiges Abwägen. Das Duo kann diese Perspektiven wechseln, ohne seinen gemeinsamen Ton zu verlieren.

Mit Moonlight in Vermont und They Can’t Take That Away from Me folgen zwei Standards, in denen Bilder und Erinnerungen besonders wichtig sind. Ein Ort, eine Geste oder eine vertraute Eigenheit können mehr ausdrücken als eine ausführliche Erklärung. Hier lässt sich schön verfolgen, wie Textverständlichkeit und melodische Freiheit zusammenarbeiten. Die Begleitung darf tragen, ohne jedes Wort zu unterstreichen. Under a Blanket of Blue führt die erste Seite weiter, bevor Tenderly ihren Abschluss bildet. Sechs Stücke ergeben so einen zusammenhängenden Abschnitt, in dem Wärme nicht aus Gleichförmigkeit entsteht, sondern aus dem Wechsel der Charaktere.

Die zweite Seite beginnt mit A Foggy Day und führt über Stars Fell on Alabama zu Cheek to Cheek. Schon diese Reihenfolge bewegt sich zwischen Stadtbild, Erinnerung und Tanz. Anschließend rückt The Nearness of You die unmittelbare Nähe in den Mittelpunkt, bevor April in Paris das Album beschließt. Elf Stücke sind es insgesamt, ohne angehängte Bonusaufnahmen. Diese Begrenzung gehört zur Form der Platte. Wer von einer umfangreichen Streaming-Auswahl kommt, kann hier entdecken, wie gut ein festgelegtes Programm funktioniert: Der letzte Titel ist tatsächlich ein Ende, und der Seitenwechsel schafft eine kleine Pause zwischen zwei sorgfältig angeordneten Folgen.

Louis Armstrong · historisch inspirierte Illustration, 1950er-Jahre · historisch inspirierte Illustration
Louis Armstrong · historisch inspirierte Illustration, 1950er-Jahre

Peterson, Ellis, Brown und Rich: die Kunst einer wachen Begleitung

Oscar Peterson, Herb Ellis, Ray Brown und Buddy Rich bringen als Begleiter jeweils eine eigene musikalische Persönlichkeit mit. Das Klavier kann Harmonien deutlich machen, Übergänge gestalten und kurze Antworten setzen. Die Gitarre bietet daneben eine andere Art von Anschlag und Verbindung, während Bass und Schlagzeug gemeinsam Orientierung schaffen. Aus der Besetzung allein lässt sich noch keine konkrete Handlung auf jedem einzelnen Titel ableiten. Sie zeigt aber, worauf man beim Hören achten kann: auf das Verhältnis von tragendem Fundament und kleinen Kommentaren, auf die Abstimmung zwischen gezupften Saiten und Klavier sowie auf die Beweglichkeit unter einer gehaltenen Gesangsphrase.

Gerade bei bekannten Standards lohnt es sich, diese Aufgaben einmal vom Rand in den Mittelpunkt zu holen. Folge zunächst Ray Browns Basslinie und höre danach dieselbe Passage mit Blick auf die Stimme. Oder achte darauf, wann ein Gitarrenanschlag neben dem Klavier als eigenständige Farbe hervortritt. Solche Perspektivwechsel machen aus einer vertrauten Platte wieder eine Entdeckung. Begleitung bedeutet hier, musikalische Möglichkeiten offenzuhalten. Die Sänger müssen sich auf einen gemeinsamen Boden verlassen können und zugleich genügend Freiheit besitzen, eine Phrase anders zu gewichten, als man sie aus einer anderen Interpretation kennt.

Das Album verlangt deshalb auch keinen Wettbewerb zwischen den beiden Hauptfiguren. Fitzgeralds melodische Geschmeidigkeit und Armstrongs charakteristische Artikulation erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Interessant wird ihr Zusammentreffen gerade dort, wo ein Song beide Zugänge zulässt. Wer sonst überwiegend instrumentalen Jazz hört, findet einen direkten Zugang über Rhythmus und Phrasierung. Wer zuerst den Liedern folgt, kann von dort aus das Ensemble entdecken. Die Platte bietet beides, ohne ihre überschaubare Form aufzugeben. Für die Besetzung unter der Geschichte werden alle sechs Musiker aufgeführt; eine pauschale Behauptung, Armstrong spiele auf jedem Titel zugleich Trompete und singe, wäre dagegen keine sinnvolle Beschreibung seines Albumcredits.

Ella & Louis auf Vinyl: die Mono-Ausgabe der Acoustic Sounds Series

Die hier angebotene Schallplatte trägt die Artikelnummer AVER 74801 und gehört zur Verve Acoustic Sounds Series. Es handelt sich um eine Mono-LP mit 33⅓ U/min auf 180-Gramm-Vinyl. Diese Zuordnung ist wichtig: Bei Ella & Louis sollte man keine Stereoausgabe erwarten. Die gemeinsame musikalische Mitte ist Teil der historischen Aufnahmegestalt. Wer mehrere Wiederveröffentlichungen vergleicht, sollte deshalb neben dem Albumtitel auch die konkrete Artikelnummer, die Kanalangabe und den Herstellerweg beachten. Verschiedene hochwertige Ausgaben desselben Albums sind nicht automatisch gleich hergestellt.

Für diese Wiederveröffentlichung nennt der Anbieter Ryan K. Smith bei Sterling Sound und das Mastering aus den originalen Analogbändern. Gepresst wird bei Quality Record Pressings, die Verpackung ist ein Stoughton-Tip-on-Klappcover. Diese Angaben beziehen sich auf die vorliegende Acoustic-Sounds-Ausgabe. Die ebenfalls existierende Verve-Mastercut-Veröffentlichung ist ein anderes Produkt; deren Herstellungsverfahren gehört nicht in die Beschreibung dieser LP. Der konkrete Produktionsweg bietet eine nachvollziehbare Grundlage für die Auswahl, ohne ein pauschales Versprechen über die klangliche Überlegenheit gegenüber jeder früheren Pressung zu benötigen.

Auf einer einzelnen LP bleiben die elf Standards als zwei längere musikalische Abschnitte erhalten. Die erste Seite enthält sechs, die zweite fünf Titel; ein Seitenwechsel genügt. Damit passt das Format gut zu einem Album, dessen besondere Qualität im fortlaufenden Austausch liegt. Es lässt sich unkompliziert kennenlernen und mit wachsender Aufmerksamkeit immer wieder anders hören. Wer Ella & Louis auf Vinyl kaufen möchte, erhält hier das ursprüngliche Programm in einer sorgfältig beschriebenen Neuauflage: zwei unverwechselbare Stimmen, vier aufmerksame Partner und ein Repertoire, das seine Vertrautheit durch Persönlichkeit erneuert. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ray BrownVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKontrabassMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Buddy RichPorträtvorlage: 1947SchlagzeugMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Herb EllisVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGitarreMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Ella FitzgeraldVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGesangMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Louis ArmstrongVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGesang, TrompeteMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Oscar PetersonVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKlavierMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung

Sechs Musiker; vollständige Albumcredits ohne Einzeltrackzuordnung. Monoaufnahme vom 16. August 1956, Capitol Studios, Hollywood. Wiederveröffentlichung: Ryan K. Smith / Sterling Sound, originale Analogbänder; QRP, 180 g; Stoughton-Klappcover (Anbieterangaben).

🎧 Review video: The 20 Best Audiophile Analogue Production Editions (Still in Print 2021)

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ray BrownVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKontrabassMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Buddy RichPorträtvorlage: 1947SchlagzeugMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Herb EllisVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGitarreMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Ella FitzgeraldVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGesangMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Louis ArmstrongVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGesang, TrompeteMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung
  • Oscar PetersonVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungKlavierMitwirkung: Albumcredit; keine engere Trackzuordnung

Sechs Musiker; vollständige Albumcredits ohne Einzeltrackzuordnung. Monoaufnahme vom 16. August 1956, Capitol Studios, Hollywood. Wiederveröffentlichung: Ryan K. Smith / Sterling Sound, originale Analogbänder; QRP, 180 g; Stoughton-Klappcover (Anbieterangaben).


Seite A

  • A1 · Can’t We Be Friends
  • A2 · Isn’t This A Lovely Day
  • A3 · Moonlight In Vermont
  • A4 · They Can’t Take That Away From Me
  • A5 · Under A Blanket Of Blue
  • A6 · Tenderly

Seite B

  • B1 · A Foggy Day
  • B2 · Stars Fell On Alabama
  • B3 · Cheek To Cheek
  • B4 · The Nearness Of You
  • B5 · April In Paris