Doug MacLeod – Come To Find

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Mastering Engineer
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Blues

Auf Bestellung

LabelAnalogue Productions
KatalognummerAAPB 1027-45
GenreBlues
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPB 1027-45 Kategorien: , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 2 LPs

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die zwei Platten: zwei Innenhüllen. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Blues, der eine Geschichte erzählen will

Come To Find beginnt mit einer Begegnung zwischen Tradition und eigener Stimme. Doug MacLeod eröffnet das Album mit Willie Dixons Bring It On Home, führt danach aber vor allem durch seine eigenen Songs. Das ist ein treffender Einstieg: Die Verbindung zur Bluesgeschichte bleibt hörbar im Repertoire verankert, während der Erzähler seinen eigenen Weg einschlägt. Titel wie Since I Left St. Louis und When I Left Missouri geben der Platte einen Rahmen aus Orten, Aufbruch und Rückblick.

Die Aufnahme entstand am 15. und 16. Januar 1994 bei Ocean Way Recording. Joe Harley produzierte, Michael C. Ross arbeitete als Toningenieur, Dave Shiffman assistierte. Der Ansatz war bewusst direkt: Das Spiel wurde auf analoges Zweispurband aufgenommen. Damit ist nicht das direkte Schneiden einer Schallplatte während der Darbietung gemeint. Die Unmittelbarkeit liegt zunächst in der gemeinsamen musikalischen Entscheidung, die bereits während der Session auf zwei Spuren zusammengeführt wurde.

MacLeod steht als Sänger und Gitarrist im Zentrum aller elf Titel. Seine Rolle als Songwriter ist ebenso wichtig. Neben dem Dixon-Stück enthält das Programm Rollin’ & Tumblin’, mit dem Credit für McKinley Morganfield, besser bekannt als Muddy Waters. Die übrigen neun Titel tragen MacLeods Namen, zwei davon gemeinsam mit Danny Jesser. So entsteht ein Album, das bekannte Bezugspunkte aufnimmt, aber nicht von einer Folge vertrauter Bluesklassiker getragen werden muss.

Die akustisch geprägte Ausrichtung schafft dafür einen passenden Rahmen. Eine Gitarre kann Rhythmus, harmonischen Boden und Antwort auf die Gesangslinie zugleich liefern. Wenn diese Aufgaben nicht hinter einer großen Band verschwinden, bekommen kleine Entscheidungen Gewicht: eine Pause vor dem nächsten Satz, die Länge eines Tons oder das Weiterlaufen einer Figur unter einer Stimme. Come To Find richtet den Blick auf solche Beziehungen und auf einen Musiker, der seine Songs als zusammenhängende Erzählungen behandelt.

Doug MacLeod · freie Illustration nach einer späteren Fotovorlage von 2011 · historisch inspirierte Illustration
Doug MacLeod · freie Illustration nach einer späteren Fotovorlage von 2011

Begleiter mit eigenen Aufgaben

Neben MacLeod stehen vier weitere Credits im Musikerblock: Charlie Musselwhite an der Mundharmonika, Bill Stuve am Kontrabass, Jimi Bott am Schlagzeug und Black Cherry für Begleitgesang. Sie bilden keine durchgehend identisch besetzte Band auf sämtlichen Titeln. Musselwhite ist für zwei Stücke dokumentiert, Stuve für sechs, Bott für sieben und Black Cherry für eines. Schon diese Staffelung zeigt, dass das Album seine Farben gezielt wechseln lässt.

Eine Mundharmonika besitzt im Blues eine besondere Nähe zur Stimme. Sie kann einen Ton beugen, mit Luft und Rauheit arbeiten und eine kurze Antwort ebenso prägnant setzen wie eine längere Linie. Musselwhites Mitwirkung eröffnet damit eine zweite erzählerische Ebene neben dem Gesang, ohne den Charakter des Albums grundsätzlich zu verändern. Gerade weil der Gast nicht ständig präsent ist, erhält seine Klangfarbe einen eigenen Platz im Verlauf des Programms.

Kontrabass und Schlagzeug bringen wiederum unterschiedliche Arten von Bewegung ein. Der Bass kann einer Gitarrenfigur Gewicht geben und ihre harmonische Richtung verdeutlichen. Das Schlagzeug markiert nicht nur einen Takt, sondern beeinflusst, wie offen oder dicht eine Begleitung wirkt. Zwischen Stimme, Saiten und Rhythmus entsteht so Raum für Abstufungen. Ein Bluesalbum muss seinen Zusammenhalt nicht aus unveränderlicher Besetzung gewinnen; er kann ebenso aus der wiedererkennbaren Stimme des Erzählers kommen.

Das Album lässt sich deshalb gut mit Aufmerksamkeit für wechselnde Aufgaben hören. Mal trägt die Gitarre mehrere Funktionen gleichzeitig, mal verteilt sich die Bewegung auf zusätzliche Musiker. Begleitgesang fügt eine weitere menschliche Stimme hinzu. Die Gäste stehen dabei nicht als bloße Namensliste neben dem Hauptkünstler, sondern helfen zu erklären, warum die elf Titel trotz ihrer gemeinsamen Sprache unterschiedliche Größen und unterschiedliche Grade von Nähe annehmen können.

Charlie Musselwhite · vorhandene Illustration nach einer Vorlage von 1971 · historisch inspirierte Illustration
Charlie Musselwhite · vorhandene Illustration nach einer Vorlage von 1971

Elf Stücke zwischen Aufbruch und Rückkehr

Die vier Seiten dieser 45-RPM-Ausgabe geben dem Programm eine klare Gliederung. Auf Seite A stehen Bring It On Home und Since I Left St. Louis. Die erste Begegnung mit dem Album verbindet damit einen bekannten Autor mit MacLeods eigener Perspektive. Schon die Titel bewegen sich zwischen Heimkehr und Fortgehen. Das muss nicht als starre Handlung gelesen werden; als wiederkehrende Vorstellung von unterwegs sein und zurückblicken gibt es dem Programm dennoch einen reizvollen Rahmen.

Seite B führt über Mystery Woman und das Titelstück zu Old Virginia Stomp. Mit knapp zwei Minuten ist dieser Titel der kürzeste des Albums. Das Verhältnis zwischen solchen kompakten Formen und ausgedehnteren Stücken gehört zur Dramaturgie. Nicht jeder Gedanke braucht dieselbe Länge, nicht jeder Song dieselbe Art von Entwicklung. Der Wechsel hält die Aufmerksamkeit bei der jeweiligen Geschichte, statt eine feste Spielzeit zum Maßstab zu machen.

Auf Seite C folgen Master’s Plan, Ain’t No Grave und das gut sechsminütige Lost Something This Morning. MacLeods gemeinsame Autorenschaft mit Danny Jesser bei Master’s Plan zeigt eine weitere Seite des Programms. Die bekannte Formulierung Ain’t No Grave sollte dabei nicht automatisch dazu führen, den Song mit jeder anderen Aufnahme gleichen Titels gleichzusetzen: In dieser Tracklist ist MacLeod als Autor genannt. Das Album besitzt seine eigene konkrete Folge von Kompositionen und Credits.

Die letzte Seite verbindet Rollin’ & Tumblin’ mit Any Port In A Storm, der zweiten Zusammenarbeit mit Jesser, und When I Left Missouri. Der Schluss greift damit die geografische Vorstellung vom Beginn wieder auf. Über das ganze Album hinweg wechseln längere Erzählräume und kürzere Zuspitzungen. Wer Blues nicht nur als Stilbegriff, sondern als Form des Erzählens hört, findet hier einen nachvollziehbaren Grund, die Platte vollständig aufzulegen und ihren Ablauf nicht auf einzelne Vorführtitel zu verkürzen.

Zwei LPs mit 45 RPM und ein klarer Aufnahmeweg

Die Analogue-Productions-Ausgabe AAPB 1027-45 verteilt die elf Titel auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Kevin Gray bei Cohearent Audio schnitt vom originalen analogen Master; Gary Salstrom verantwortete die Matrizenarbeit, Quality Record Pressings die Pressung. Das Album kommt in einer Stoughton-Klapphülle. Aufnahme und Neuauflage haben damit jeweils klar benannte Verantwortliche, statt unter einem allgemeinen Audiophil-Versprechen zu verschwinden.

Die größere Zahl von Plattenseiten bedeutet häufigeres Wenden, gibt dem Programm aber auch deutliche Etappen. Seite A umfasst zwei Stücke, die übrigen Seiten jeweils drei. Die Drehzahl gehört zum Herstellungsformat dieser Ausgabe; sie verändert weder die Anzahl der Songs noch macht sie aus der ursprünglichen Bandaufnahme einen Direktschnitt. Gerade bei einem so unmittelbar angelegten Album lohnt sich diese begriffliche Genauigkeit, weil Aufnahmeverfahren und spätere Vinylherstellung zwei verschiedene Schritte sind.

Die Zweispuraufnahme von 1994 rückt die Entscheidungen während der Session in den Vordergrund. Verhältnis und Zusammenspiel mussten dort zusammenfinden. Der spätere Neuschnitt überführt dieses Ergebnis in die vorliegende Plattenausgabe. Das ist ein interessanter Zusammenhang für Hörer, die neben der Musik auch wissen möchten, wie eine Aufnahme zustande kam und welche Arbeit an ihrer Wiederveröffentlichung geleistet wurde. Die Technik liefert einen Hintergrund; die Songs geben ihr den Sinn.

Wer Doug MacLeod als Sänger, Gitarristen und Autor kennenlernen oder diese Aufnahme in der 45-RPM-Fassung sammeln möchte, bekommt ein geschlossenes Album mit wechselnder Begleitung und einer deutlich erkennbaren eigenen Stimme. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Doug MacLeodSpätere Porträtvorlage: 2011Gitarre, GesangMitwirkung: Alle elf Titel
  • Charlie MusselwhitePorträtvorlage: 1971MundharmonikaMitwirkung: Zwei Titel; Zuordnung zur 45-RPM-Tracklist offen
  • Bill StuveKontrabassMitwirkung: Sechs Titel; Zuordnung zur 45-RPM-Tracklist offen
  • Jimi BottSchlagzeugMitwirkung: Sieben Titel; Zuordnung zur 45-RPM-Tracklist offen
  • Black CherryBegleitgesangMitwirkung: Ein Titel; Zuordnung zur 45-RPM-Tracklist offen

15.–16. Januar 1994, Ocean Way Recording. Joe Harley: Produktion; Michael C. Ross: Ton; Dave Shiffman: Assistenz; Mary Katherine Aldin: Hülltext. Direkt auf analoges Zweispurband aufgenommen, kein Direktschnitt. Kevin Gray / Cohearent Audio: Schnitt; Gary Salstrom: Matrizen; QRP: Pressung. Gastcredits nennen Positionsnummern einer zweiseitigen Zählung; sie werden nicht ungeprüft auf diese vierseitige Ausgabe übertragen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 1,1 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Doug MacLeodSpätere Porträtvorlage: 2011Gitarre, GesangMitwirkung: Alle elf Titel
  • Charlie MusselwhitePorträtvorlage: 1971MundharmonikaMitwirkung: Zwei Titel; Zuordnung zur 45-RPM-Tracklist offen
  • Bill StuveKontrabassMitwirkung: Sechs Titel; Zuordnung zur 45-RPM-Tracklist offen
  • Jimi BottSchlagzeugMitwirkung: Sieben Titel; Zuordnung zur 45-RPM-Tracklist offen
  • Black CherryBegleitgesangMitwirkung: Ein Titel; Zuordnung zur 45-RPM-Tracklist offen

15.–16. Januar 1994, Ocean Way Recording. Joe Harley: Produktion; Michael C. Ross: Ton; Dave Shiffman: Assistenz; Mary Katherine Aldin: Hülltext. Direkt auf analoges Zweispurband aufgenommen, kein Direktschnitt. Kevin Gray / Cohearent Audio: Schnitt; Gary Salstrom: Matrizen; QRP: Pressung. Gastcredits nennen Positionsnummern einer zweiseitigen Zählung; sie werden nicht ungeprüft auf diese vierseitige Ausgabe übertragen.


Seite A

  • A1 · Bring It On Home (6:32)
  • A2 · Since I Left St. Louis (3:36)

Seite B

  • B1 · Mystery Woman (5:01)
  • B2 · Come To Find (4:12)
  • B3 · Old Virginia Stomp (1:57)

Seite C

  • C1 · Master’s Plan (3:47)
  • C2 · Ain’t No Grave (4:15)
  • C3 · Lost Something This Morning (6:16)

Seite D

  • D1 · Rollin’ & Tumblin’ (3:08)
  • D2 · Any Port In A Storm (4:39)
  • D3 · When I Left Missouri (3:24)