Basie im Jahr 1983
Als Count Basie Me and You aufnahm, lag die Gründung seines eigenen Orchesters fast ein halbes Jahrhundert zurück. Die Sessions fanden im Februar 1983 im Group-IV-Studio in Los Angeles statt; noch im selben Jahr erschien das Album auf Pablo. Norman Granz produzierte. Die Musik gehört zu Basies spätem Werk und zeigt, wie lebendig sein Verständnis von Swing in einer neuen Generation von Mitspielern blieb.
Der Titel nennt das Orchester, doch das Album arbeitet mit großer Besetzung und Oktett. Gerade diese unterschiedlichen Größen machen einen wesentlichen Reiz aus. Basies musikalische Identität hängt nicht allein an der Zahl der Bläser. Sie entsteht auch aus dem Verhältnis zwischen einer knappen Klavierfigur, dem stetigen Rhythmus und einer Ensembleantwort. Dieser Zusammenhang lässt sich in verschiedenen Besetzungen verfolgen.

Viel Wirkung mit wenigen Tönen
Freddie Green an der Gitarre, Cleveland Eaton am Bass und Dennis Mackrel am Schlagzeug bilden mit Basie die Rhythmusgruppe. Greens stetige Akkordarbeit gehört seit Jahrzehnten zur Geschichte dieses Orchesters. Basies Piano setzt dazu gezielte Akzente und lässt Zwischenräume. Wenn du einmal weniger auf die vorderen Bläserstimmen und stärker auf diese vier Musiker hörst, wird die Konstruktion hinter dem scheinbar selbstverständlichen Schwung deutlicher.
Ernie Wilkins steuert Arrangements bei und ist als Komponist von „Right On, Right On“ und dem Titelstück vertreten. Das Repertoire verbindet solche Beiträge mit Standards und Basies eigenen Nummern. Nat Pierces „Mr. Softie“ eröffnet die Folge, „Moten Swing“ führt weit in Basies musikalische Vergangenheit zurück: zu Bennie Moten und dem Kansas-City-Umfeld, in dem Basie vor seinem eigenen Orchester spielte. Das Album trägt diese Herkunft in eine spätere Besetzung weiter.

Geschichte in acht Stücken
„She’s Funny That Way“ und „Easy Living“ bringen das Songbook ins Programm. Dazwischen stehen „Crip“ und „Bridge Work“, beide von Basie. Die acht Stücke ergeben keine chronologische Rückschau, sondern ein Arbeitsrepertoire, in dem ältere Songs und neue Beiträge selbstverständlich nebeneinanderstehen. Der Wechsel der Formen hält die Aufmerksamkeit bei den Musikern: Wie greifen sie eine Melodie auf, wann treten sie zurück, wie bereiten sie den nächsten Einsatz vor?
Zum kleineren Ensemble gehören neben der Rhythmusgruppe Bob Summers an der Trompete, Booty Wood an der Posaune sowie Eric Dixon und Chris Woods an den Saxofonen. Die Oktettbesetzung verdeutlicht, wie viele Möglichkeiten zwischen Solospiel und großem Orchestersatz liegen. Me and You zeigt Basie als Leiter eines musikalischen Gesprächs, dessen Regeln die Beteiligten genau kennen. Die entscheidenden Details sitzen häufig in kurzen Antworten und gemeinsam gesetzten Akzenten.
Diese LP-Ausgabe
AAPJ 193 gehört zur Pablo-Reihe von Analogue Productions. Die einzelne LP wird auf 180-Gramm-Vinyl bei Quality Record Pressings gefertigt und mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute abgespielt. Matthew Lutthans masterte die Ausgabe bei The Mastering Lab von den originalen analogen Masterbändern. Das Stoughton-Tip-on-Cover besitzt eine Plattentasche. Enthalten ist das achtteilige Albumprogramm der 1983 veröffentlichten Aufnahme mit Count Basie und seinen Musikern.
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Serie: Pablo – alle 30 Platten, Musiker und das Sessionbuch
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Count Basie | Klavier |
| Sonny Cohn | Trompete |
| Bill Hughes | Posaune |
| Danny Turner | Altsaxofon |
| Eric Dixon | Tenorsaxofon |
| Johnny Williams | Baritonsaxofon |
| Freddie Green | Gitarre |
| Cleveland Eaton | Kontrabass |
| Dennis Mackrel | Schlagzeug |
| Ernie Wilkins | Dirigat |
So hört Michael diese Ausgabe
Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst
Besonders die dynamischen Kontraste beeindrucken Michael bei dieser Pablo-Neuauflage: Auf sehr ruhige, sanfte Passagen folgen kräftige Einsätze des Schlagzeugs oder anderer Instrumente. Dazu hebt er die Klarheit und die räumliche Abbildung hervor. Genau dieses Wechselspiel macht das Hören für ihn so mitreißend.







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