SACD The Jimi Hendrix Experience – Are You Experienced?

44,00 € inkl. MwSt.

Nicht vorrätig — wir bestellen extra für dich. Lieferzeit 1–4 Wochen.

Mastering Engineer
Format
Hybrid Stereo SACD
Quelle
Original analog master tapes
Genre
Pop/Rock

Auf Bestellung

LabelAnalogue Productions
KatalognummerCAPP 19782 SA
GenrePop/Rock
Artikelnummer: CAPP 19782 SA Kategorien: ,

Elf Titel, die 1967 eine neue Gitarrensprache vorstellten

Are You Experienced ist ein Debüt, auf dem bereits sehr verschiedene Möglichkeiten einer Band nebeneinanderstehen: ein knappes Lied, ein offenes Klangexperiment, eine Bluesverbindung, ein unverwechselbarer Gitarrenangriff. Die Jimi Hendrix Experience verband diese Möglichkeiten mit einer Besetzung, die auf dem Papier überschaubar wirkt. Jimi Hendrix sang und spielte Gitarre, Noel Redding übernahm den Bass, Mitch Mitchell das Schlagzeug. Was daraus entstand, lässt sich jedoch kaum als bloße Addition dreier Instrumente beschreiben. Die Musiker schufen Platz füreinander und nutzten zugleich das Studio, um diesen Raum über die unmittelbare Trioaufnahme hinaus zu verändern.

Diese SACD folgt der amerikanischen Albumfassung mit elf Titeln und bietet die Stereo- und Mono-Mischung auf der SACD-Schicht. Das ist bei diesem Album eine wichtige Unterscheidung. Die britische Ausgabe erschien am 12. Mai 1967, die amerikanische am 23. August. Für den US-Markt wurden „Red House“, „Remember“ und „Can You See Me“ durch „Purple Haze“, „Hey Joe“ und „The Wind Cries Mary“ ersetzt. Wer das Album von einer anderen Ausgabe kennt, begegnet deshalb möglicherweise einer anderen Dramaturgie. Hier steht „Purple Haze“ am Anfang, während das Titelstück das Programm beschließt.

Der Weg zu dieser Platte führte durch London. Chas Chandler, zuvor Bassist der Animals, wurde Hendrix’ Produzent und eine entscheidende Bezugsperson bei der Gründung der Experience. Noel Redding kam ursprünglich als Gitarrist und fand in der neuen Band seine Rolle am Bass. Mitch Mitchell brachte eine bewegliche, auf die Mitspieler reagierende Schlagzeugsprache ein. Die Aufnahmephase erstreckte sich von Oktober 1966 bis April 1967. Es war damit keine einzige magische Studiowoche, sondern eine Folge von Sitzungen, in denen sich Songs, Band und technische Möglichkeiten weiterentwickelten.

Gerade diese Entstehung macht das Debüt für wiederholtes Hören interessant. Man muss nicht bei jedem Durchgang nach dem berühmtesten Gitarrenton suchen. Ebenso lohnend ist die Frage, wie ein Lied seinen Charakter wechselt, wenn das Schlagzeug dichter spielt, der Bass eine Figur festhält oder Hendrix zwischen Stimme und Instrument einen kleinen Abstand öffnet. Die Platte bietet kurze, unmittelbar zugängliche Songs und Passagen, die Aufmerksamkeit und Neugier verlangen. Beides gehört von Anfang an zur Experience.

Jimi Hendrix · 1967 · historisch inspirierte Illustration
Jimi Hendrix · 1967

Drei Musiker und mehrere Londoner Studios

Die Sessions fanden in De Lane Lea, CBS und Olympic statt. Entsprechend gehören mehrere Toningenieure zur Geschichte: Dave Siddle, Mike Ross und Eddie Kramer arbeiteten an unterschiedlichen Aufnahmen. Kramer wird zu Recht eng mit Hendrix verbunden, doch die gesamte Entstehung dieses Debüts lässt sich nicht ihm allein zuschreiben. Chandler führte als Produzent durch das Projekt. Für das Verständnis der Platte ist diese Aufteilung hilfreich, weil ihr Klangbild aus mehreren Arbeitsphasen entstand und nicht aus einer einzigen, unveränderten Studiosituation.

Hendrix’ Gitarre ist dabei zugleich Begleitung, Gegenstimme und Mittelpunkt. In „The Wind Cries Mary“ lohnt es sich, auf die kleinen Antworten zwischen den gesungenen Zeilen zu achten. Bei „Purple Haze“ rückt eine andere Ausdruckswelt nach vorn. Roger Mayers Octavia-Effekt gehört zur technischen Geschichte des Solos: Die zusätzliche Oktavfarbe ist Teil einer Suche nach Klängen, die sich nicht auf den unverstärkten Ton einer Saite reduzieren lassen. Solche Mittel waren musikalische Entscheidungen. Sie sollten eine bestimmte Aussage möglich machen, nicht lediglich demonstrieren, dass ein neues Gerät vorhanden war.

Redding und Mitchell sind dafür unverzichtbar. Ein Bass kann Orientierung geben, gerade wenn die Gitarre den vertrauten Rahmen verlässt. Ein Schlagzeug kann diesen Rahmen stützen oder mit eigenen Akzenten in Bewegung bringen. Mitchells Spiel lädt dazu ein, Übergänge und Antworten zu verfolgen, statt nur einen gleichmäßig gezählten Takt zu erwarten. Reddings Beitrag sollte dabei nicht hinter der spektakuläreren Vordergrundstimme verschwinden. Die Experience erhält ihre Beweglichkeit auch daraus, dass Bass und Schlagzeug unterschiedliche Aufgaben übernehmen und nicht ständig dieselben Akzente verdoppeln.

Auf „Hey Joe“ kommen Begleitstimmen von The Breakaways hinzu. Damit ist die eigentliche Triobesetzung nicht die ganze Besetzung jedes Titels. Auch die Urheberschaft verdient Genauigkeit: „Hey Joe“ wird hier Billy Roberts zugeordnet, nicht pauschal als Traditional behandelt. Der Name einer bekannten Interpretation und der Name des Komponisten sind zwei verschiedene Dinge. Die Musiker- und Titelliste unter dem Text bewahrt diese Einzelheiten, ohne aus nicht gesicherten Mitgliederangaben der Gesangsgruppe erfundene Einzelcredits abzuleiten.

Noel Redding · 1967 · historisch inspirierte Illustration
Noel Redding · 1967

Zwischen Lied, Rhythmus und klanglicher Erkundung

Die ursprüngliche erste Plattenseite führt von „Purple Haze“ über „Manic Depression“ und „Hey Joe“ zu „Love Or Confusion“, „May This Be Love“ und „I Don’t Live Today“. Schon diese sechs Titel verhindern, dass das Album auf eine einzige Form von Lautstärke oder Energie festgelegt wird. „Manic Depression“ bietet mit seiner Dreierbewegung einen anderen rhythmischen Ausgangspunkt als ein geradliniger Rocksong. „May This Be Love“ lenkt die Aufmerksamkeit auf eine andere Art von Atmosphäre und Gitarrenbegleitung. Der Reiz liegt auch darin, wie selbstverständlich diese Gegensätze innerhalb derselben Band erscheinen.

Die ursprüngliche zweite Plattenseite beginnt mit „The Wind Cries Mary“ und führt über „Fire“ zu „Third Stone From The Sun“, „Foxey Lady“ und „Are You Experienced?“. „Fire“ lässt sich besonders gut als Zusammenspiel der drei Musiker verfolgen: Wo setzt die Gitarre ein, was hält der Bass zusammen, wie reagiert das Schlagzeug? „Third Stone From The Sun“ öffnet einen anderen Maßstab. Hier zählt nicht allein der Weg von Strophe zu Refrain, sondern die Entwicklung einer Klangwelt. Das Titelstück am Schluss erweitert diese Perspektive noch einmal und lässt das Album in einer anderen Stimmung zurück, als sein Anfang vermuten könnte.

Die Faszination dieser Aufnahme muss deshalb nicht von einer Rangliste der Gitarrentechnik abhängen. Man kann sie als Sammlung prägnanter Songs hören und bei einem weiteren Durchgang gezielt auf die Studiogestaltung achten. Stimme, Instrument und Effekt stehen nicht immer sauber getrennt nebeneinander. Gerade ihre Übergänge gehören zum Ausdruck. Dabei bleibt Hendrix als Sänger wichtig: Seine Art, eine Zeile zu setzen, bestimmt mit, wann die Gitarre antworten kann und wann ein Instrumentalabschnitt eine neue Richtung einschlägt.

Auch die amerikanische Verpackung gehört zu dieser Geschichte. Karl Ferris’ bekannte Gestaltung des US-Coverfotos unterscheidet sich von der britischen Erstveröffentlichung und prägt die Erinnerung vieler Hörer an das Album. Eine Sammlerausgabe verbindet damit zwei historische Ebenen: die in London entstandenen Aufnahmen und die konkrete amerikanische Albumfassung. Diese SACD bildet deren elfteilige Reihenfolge ab. Sie ist kein Versuch, sämtliche Stücke aller ursprünglichen Landesausgaben oder spätere Bonustitel in einem einzigen Programm zusammenzuführen.

Die Hybrid-SACD von Analogue Productions

CAPP 19782 SA ist eine Hybrid-SACD von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Bernie Grundman sie von den analogen Originalmasterbändern neu gemastert; die SACD-Schicht enthält die Stereo- und die Monomischung, die CD-Schicht nur die Stereomischung. Hülle und Titelfolge folgen der US-Ausgabe, und zur Disc gehört ein 36-seitiges Booklet. Der Herausgeber verweist außerdem auf 85 % Klangqualität in Hi-Fi News und auf Platz 30 in der Rolling-Stone-Liste der 500 besten Alben aller Zeiten. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Auch in einer anderen Ausgabe: Are You Experienced?

Künstlerseite: Alle Titel von Jimi Hendrix

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Jimi HendrixE-Gitarre, GesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Noel ReddingE-Bass, BegleitgesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Mitch MitchellSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
  • The BreakawaysBegleitgesangMitwirkung: 3

Aufnahmen: Oktober 1966 bis April 1967, De Lane Lea, CBS und Olympic, London. Produktion: Chas Chandler. Ton: Dave Siddle, Mike Ross und Eddie Kramer an unterschiedlichen Sessions. Hey Joe: Komposition Billy Roberts. US-Albumfassung mit elf Titeln; SACD-Schicht mit Stereo- und Mono-Mischung, CD-Schicht nur Stereo. Mastering: Bernie Grundman.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,2 kg

Rezensionen

Es gibt noch keine Rezensionen.

Schreibe die erste Rezension für „SACD The Jimi Hendrix Experience – Are You Experienced?“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Jimi HendrixE-Gitarre, GesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Noel ReddingE-Bass, BegleitgesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Mitch MitchellSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
  • The BreakawaysBegleitgesangMitwirkung: 3

Aufnahmen: Oktober 1966 bis April 1967, De Lane Lea, CBS und Olympic, London. Produktion: Chas Chandler. Ton: Dave Siddle, Mike Ross und Eddie Kramer an unterschiedlichen Sessions. Hey Joe: Komposition Billy Roberts. US-Albumfassung mit elf Titeln; SACD-Schicht mit Stereo- und Mono-Mischung, CD-Schicht nur Stereo. Mastering: Bernie Grundman.


SACD

  • 1 · Purple Haze
  • 2 · Manic Depression
  • 3 · Hey Joe
  • 4 · Love Or Confusion
  • 5 · May This Be Love
  • 6 · I Don’t Live Today
  • 7 · The Wind Cries Mary
  • 8 · Fire
  • 9 · 3rd Stone From The Sun
  • 10 · Foxey Lady
  • 11 · Are You Experienced?