Steely Dan – Countdown To Ecstasy (45 RPM 200 Gram Clarity Vinyl)

198,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
200 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Pop/Rock

Nur noch wenige

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LabelAnalogue Productions
KatalognummerAUHQR 0010-45
GenrePop/Rock
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

I am aware and agree, that the Record will be put out of the original shrink wrap (this will be included to the delivery).

Artikelnummer: AUHQR 0010-45 Kategorien: , ,

Eine Band, die ihre Freiheit auf der Bühne gelernt hatte

Countdown to Ecstasy hält Steely Dan an einem besonderen Punkt ihrer Geschichte fest. Als das zweite Album im Juli 1973 bei ABC erschien, waren Donald Fagen und Walter Becker noch Teil einer regelmäßig auftretenden Gruppe. Die Songs entstanden für Musiker, die miteinander unterwegs waren; aufgenommen wurde zwischen den Verpflichtungen des Konzertbetriebs. Das erklärt nicht jede Note, gibt dem Album aber einen wichtigen Hintergrund: Hier treffen sorgfältig geschriebene Stücke auf das Selbstverständnis einer eingespielten Band. Die später so berühmte Arbeit mit wechselnden Studiobesetzungen zeichnet sich bereits ab, hat diesen Kern jedoch noch nicht abgelöst.

Fagen übernimmt sämtliche Leadstimmen. Nach dem Debüt mit seinen unterschiedlichen Sängern erhält die Gruppe dadurch ein eindeutigeres erzählerisches Zentrum. Sein Gesang kann eine Zeile beiläufig wirken lassen und ihr zugleich einen scharfen Unterton geben. Becker spielt Bass, Jeff „Skunk“ Baxter und Denny Dias teilen sich die Gitarrenarbeit, Jim Hodder sitzt am Schlagzeug und singt Begleitstimmen. Diese fünf Musiker tragen die acht Kompositionen von Becker und Fagen. Gäste kommen dort hinzu, wo eine bestimmte Farbe oder Funktion gefragt ist, und erweitern den Charakter der Band, ohne ihn auszulöschen.

Produzent Gary Katz und Toningenieur Roger Nichols arbeiteten mit der Gruppe im Village Recorder in Los Angeles. Schon die Abfolge der ersten beiden Stücke zeigt die Spannweite des Albums: „Bodhisattva“ beginnt mit vorwärtsdrängender Gitarrenenergie, „Razor Boy“ setzt andere Akzente und holt mit Ray Brown einen Kontrabassisten aus einer ganz anderen musikalischen Tradition hinzu. Es lohnt sich, dabei nicht nur auf die Soli zu warten. Wie ein Bass einen Refrain trägt, eine Gitarrenfigur auf den Gesang antwortet oder ein Schlagzeugübergang den nächsten Abschnitt vorbereitet, gehört ebenso zur Erzählung dieser Platte.

Die acht Titel geben ihren Einfällen mehr Zeit, als eine bloße Folge kurzer Radiosongs erwarten ließe. Das macht Countdown to Ecstasy zu einem besonders schönen Album für Hörer, die Steely Dan nicht ausschließlich über die späteren Studioklassiker kennenlernen möchten. Die Lust am Arrangement ist bereits da, ebenso die literarische Schräglage der Texte. Zugleich bleibt die physische Vorstellung einer Band erhalten: Musiker stehen miteinander im Austausch, tragen einen Rhythmus weiter und lassen einzelne Stimmen aus dem gemeinsamen Gefüge hervortreten.

Jeff Baxter · 1973 · historisch inspirierte Illustration
Jeff Baxter · 1973

Gitarren, ein Kontrabass und das richtige Detail am richtigen Ort

Baxter und Dias sind keine austauschbaren Gitarristen. Die dokumentierten Credits nennen beide bei „Bodhisattva“; Baxter ist außerdem mit Soli in „Razor Boy“, „The Boston Rag“, „My Old School“ und „Pearl of the Quarter“ verbunden, Dias mit „Your Gold Teeth“ und „King of the World“. Diese Zuordnung ist ein guter Ausgangspunkt für einen zweiten Durchgang. Statt sämtliche Gitarrentöne unter einem allgemeinen Steely-Dan-Klang zusammenzufassen, kann man auf Phrasierung, Tonansatz und den Aufbau der jeweiligen Passage achten. Baxters Pedal Steel erweitert darüber hinaus die Ausdrucksmöglichkeiten der Besetzung.

Victor Feldman ist mit Vibrafon, Marimba und Perkussion verzeichnet. Seine Mitwirkung gehört zu jenen Details, die beim Lesen der Credits eine zusätzliche Ebene öffnen: Die rhythmische Gestalt eines Stücks entsteht nicht allein durch Schlagzeug und Bass. Einzelne Anschläge, Klangfarben und Verzierungen können einen Übergang ebenso prägen. Die verfügbaren Albumcredits weisen Feldmans Instrumente allerdings nicht lückenlos jedem Titel zu. Deshalb bleiben sie hier bewusst Albumangaben. Eine sorgfältige Beschreibung muss nicht aus jedem hörbaren Akzent eine vermeintlich gesicherte Instrumentenbestimmung machen.

Ray Browns Kontrabass lässt sich dagegen konkret „Razor Boy“ zuordnen. Rick Derringer spielt die Slidegitarre in „Show Biz Kids“; sein Beitrag wurde in der Caribou Ranch in Colorado aufgenommen. Bei „My Old School“ kommen Lanny Morgan, Bill Perkins, Ernie Watts und Johnny Rotella als Saxofonisten hinzu, mit einem Bläserarrangement von Jimmie Haskell. Diese Namen erklären, wie gezielt Becker und Fagen zusätzliche Musiker einsetzten. Der Bläsersatz ist eine eigene Stimme des Arrangements, nicht bloß ein dekorativer Verstärker eines ohnehin fertigen Refrains.

Auch die Gesangsseite reicht über Fagens Leadstimme hinaus. Sherlie Matthews, Myrna Matthews und Patricia Hall sind bei „Show Biz Kids“ und „My Old School“ beteiligt. David Palmer, Royce Jones, James Rolleston und Michael Fennelly erscheinen ebenfalls in den Begleitgesangscredits, ohne durchgehend gesicherte Einzelzuordnung. Ben Benay ist als Akustikgitarrist genannt. Der Musikerblock bewahrt diese Unterschiede: klar belegte Titel stehen neben ausdrücklich offenen Zuordnungen. Gerade bei einer Platte mit so vielen geschmackvoll eingesetzten Gästen lohnt es sich, die Mitwirkenden nicht auf die fünf Bandmitglieder zu verkürzen.

Victor Feldman · 1973 · historisch inspirierte Illustration
Victor Feldman · 1973

Acht Geschichten zwischen Erinnerung und Endzeit

„My Old School“ greift auf die Zeit von Becker und Fagen am Bard College zurück und verbindet sich mit der Erinnerung an eine Razzia von 1969. Das Wissen um diesen Hintergrund verankert den Text in einer konkreten Vergangenheit. Trotzdem funktioniert das Stück nicht nur als vertonte Anekdote. Die Gesangszeilen, die Antworten der Bläser und die Gitarrenpassagen entwickeln eine eigene Dramaturgie. Man kann der Erinnerung folgen oder sich zunächst ganz auf die musikalischen Wechsel konzentrieren; beides führt tiefer in denselben Song.

„Show Biz Kids“ stellt dazu einen anderen erzählerischen Ton. Die wiederkehrenden Figuren und Stimmen lassen sich wie Bestandteile einer bewusst kreisenden Szene verfolgen. Derringers Slidegitarre und die Begleitstimmen geben dieser Szene Kontur. „Pearl of the Quarter“, dessen Entstehung noch vor das Debüt zurückreicht, öffnet wiederum eine andere Perspektive. Schon diese Nachbarschaft zeigt, warum sich die Platte gegen eine einzige Stimmungsbeschreibung sperrt. Becker und Fagen schreiben Figuren, Situationen und Blickwinkel, die sich nicht auf ein einheitliches Bekenntnis ihrer Autoren reduzieren lassen.

Am Ende steht „King of the World“ mit seiner Endzeitperspektive. Davor haben „The Boston Rag“ und „Your Gold Teeth“ weitere Formen von Bewegung und Spannung eingebracht. Wer das Album als Ganzes hört, erlebt keinen geraden Weg zu einer abschließenden Botschaft. Die Stücke bleiben eigenständig, halten aber durch Fagens Stimme und die gemeinsame musikalische Sprache zusammen. Das ist ein reizvoller Grund, auch die weniger häufig herausgegriffenen Titel ernst zu nehmen: Sie verändern den Zusammenhang, in dem die bekannteren Songs erscheinen.

Selbst der Albumtitel verweist auf eine nicht verwirklichte Geschichte. Baxter verband „Countdown to Ecstasy“ mit einem aufgegebenen Rockoperprojekt; ein gleichnamiges Stück gibt es auf der Platte nicht. Das Cover von Dorothy White und die Fotografie von Ed Caraeff gehören ebenfalls zu ihrer ursprünglichen Gestalt. Für Sammler ist diese Verbindung aus Musik, Bild und Entstehungszeit Teil des Vergnügens. Das Album dokumentiert keine endgültige Formel von Steely Dan, sondern einen produktiven Zwischenstand: Tourneeband, ambitionierte Songschreiber und wachsende Studiovorstellung begegnen einander auf derselben Aufnahme.

Die UHQR-Ausgabe auf vier Seiten

Diese Ausgabe ist Analogue Productions UHQR AUHQR 0010-45: zwei Stereo-LPs mit 45 Umdrehungen, gepresst auf 200 Gramm Clarity Vinyl bei Quality Record Pressings. Die Auflage wurde mit 20.000 Exemplaren angekündigt. Bernie Grundman übernahm das Mastering nach Herausgeberangabe von den Originalmasterbändern. Zum aufwendigen Erscheinungsbild gehören ein Stoughton-Tip-on-Klappcover und die UHQR-Box. Das sind die Merkmale dieser Vinylveröffentlichung; die ebenfalls erhältliche SACD des Albums ist eine eigenständige Ausgabe mit einem anderen Wiedergabeformat.

Die Seitenaufteilung folgt jeweils zwei Stücken: „Bodhisattva“ und „Razor Boy“ auf A, „The Boston Rag“ und „Your Gold Teeth“ auf B, „Show Biz Kids“ und „My Old School“ auf C, „Pearl of the Quarter“ und „King of the World“ auf D. Die höhere Drehzahl verteilt das Album also auf vier kürzere Abschnitte. Das schafft Platz für den Schnitt, bringt aber auch zusätzliche Seitenwechsel mit sich. Ob man diesen Ablauf bevorzugt, ist eine praktische Frage des eigenen Hörens; die Drehzahl allein ersetzt kein Urteil über Mastering, Pressung und Wiedergabekette.

Für die Sammlung ist vor allem die genaue Ausgabenidentität hilfreich. Die Katalognummer bezeichnet diese UHQR-Fassung, nicht jede Pressung von Countdown to Ecstasy. Bei dokumentierten Exemplaren existieren unterschiedliche Schnitt- beziehungsweise Austauschvarianten; eine konkrete Variante des angebotenen Lagerexemplars wird hier nicht zugesichert. Entscheidend bleibt die angekündigte Kombination aus Grundmans Mastering, QRP-Pressung, Clarity Vinyl und dem vollständigen Acht-Titel-Album. Wer die musikalischen Übergänge dieser Band bewusst verfolgen möchte, bekommt dafür eine klar gegliederte, aufwendig ausgestattete Vinylfassung.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Donald FagenKlavier, E-Piano, Synthesizer (ARP Pro Soloist), LeadgesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Walter BeckerE-Bass, Mundharmonika (C1), BegleitgesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Jeff „Skunk“ BaxterGitarre, Pedal SteelMitwirkung: alle; Soli A1,A2,B1,C2,D1
  • Denny DiasGitarreMitwirkung: alle; Soli A1,B2,D2
  • Jim HodderSchlagzeug, Perkussion, BegleitgesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Victor FeldmanVibrafon, Marimba, PerkussionMitwirkung: ohne Titelangabe
  • Ray BrownKontrabassMitwirkung: A2
  • Rick DerringerSlidegitarreMitwirkung: C1
  • Ben BenayAkustikgitarreMitwirkung: ohne Titelangabe
  • Lanny MorganSaxofonMitwirkung: C2
  • Bill PerkinsSaxofonMitwirkung: C2
  • Ernie WattsSaxofonMitwirkung: C2
  • Johnny RotellaSaxofonMitwirkung: C2
  • Sherlie MatthewsBegleitgesangMitwirkung: C1, C2
  • Myrna MatthewsBegleitgesangMitwirkung: C1, C2
  • Patricia HallBegleitgesangMitwirkung: C1, C2
  • David PalmerBegleitgesangMitwirkung: ohne Titelangabe
  • Royce JonesBegleitgesangMitwirkung: ohne Titelangabe
  • James RollestonBegleitgesangMitwirkung: ohne Titelangabe
  • Michael FennellyBegleitgesangMitwirkung: ohne Titelangabe

Aufnahmen: 1973, The Village Recorder, Los Angeles; Rick Derringers Slidegitarre zu Show Biz Kids: Caribou Ranch, Colorado. Produktion: Gary Katz; Ton: Roger Nichols. Bläserarrangement My Old School: Jimmie Haskell. Alle Kompositionen: Walter Becker und Donald Fagen. Cover: Dorothy White; Fotografie: Ed Caraeff. UHQR-Mastering: Bernie Grundman; Pressung: Quality Record Pressings.

So hört Michael diese Ausgabe

Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst

Im Vergleich mit der White-Label-Promo lobt Michael die stimmige Positionierung der Stimmen und die natürlich wirkenden Instrumente der UHQR. Die weiche, fließende Eigenart der Musik kommt für ihn mit diesem Mastering besonders überzeugend zur Geltung.

Michaels Videostelle ansehen · 8:58

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 2,2 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Donald FagenKlavier, E-Piano, Synthesizer (ARP Pro Soloist), LeadgesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Walter BeckerE-Bass, Mundharmonika (C1), BegleitgesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Jeff "Skunk" BaxterGitarre, Pedal SteelMitwirkung: alle; Soli A1,A2,B1,C2,D1
  • Denny DiasGitarreMitwirkung: alle; Soli A1,B2,D2
  • Jim HodderSchlagzeug, Perkussion, BegleitgesangMitwirkung: Album-Besetzung
  • Victor FeldmanVibrafon, Marimba, PerkussionMitwirkung: ohne Titelangabe
  • Ray BrownKontrabassMitwirkung: A2
  • Rick DerringerSlidegitarreMitwirkung: C1
  • Ben BenayAkustikgitarreMitwirkung: ohne Titelangabe
  • Lanny MorganSaxofonMitwirkung: C2
  • Bill PerkinsSaxofonMitwirkung: C2
  • Ernie WattsSaxofonMitwirkung: C2
  • Johnny RotellaSaxofonMitwirkung: C2
  • Sherlie MatthewsBegleitgesangMitwirkung: C1, C2
  • Myrna MatthewsBegleitgesangMitwirkung: C1, C2
  • Patricia HallBegleitgesangMitwirkung: C1, C2
  • David PalmerBegleitgesangMitwirkung: ohne Titelangabe
  • Royce JonesBegleitgesangMitwirkung: ohne Titelangabe
  • James RollestonBegleitgesangMitwirkung: ohne Titelangabe
  • Michael FennellyBegleitgesangMitwirkung: ohne Titelangabe

Aufnahmen: 1973, The Village Recorder, Los Angeles; Rick Derringers Slidegitarre zu Show Biz Kids: Caribou Ranch, Colorado. Produktion: Gary Katz; Ton: Roger Nichols. Bläserarrangement My Old School: Jimmie Haskell. Alle Kompositionen: Walter Becker und Donald Fagen. Cover: Dorothy White; Fotografie: Ed Caraeff. UHQR-Mastering: Bernie Grundman; Pressung: Quality Record Pressings.


Seite A

  • A1 · Bodhisattva
  • A2 · Razor Boy

Seite B

  • B1 · The Boston Rag
  • B2 · Your Gold Teeth

Seite C

  • C1 · Show Biz Kids
  • C2 · My Old School

Seite D

  • D1 · Pearl Of The Quarter
  • D2 · King Of The World