Eine Stimme mit vier Partnern
Am 1. und 2. März 1982 ging Sarah Vaughan in die Group IV Studios in Los Angeles. Mit ihr spielten Roland Hanna am Klavier, Joe Pass an der Gitarre, Andy Simpkins am Bass und Harold Jones am Schlagzeug. „Crazy and Mixed Up“ erschien noch im selben Jahr bei Pablo. Die kleine Besetzung gibt dem Album einen überschaubaren Kreis musikalischer Stimmen.
Klavier und Gitarre sind dabei zugleich vertreten. Für eine Sängerin eröffnet das unterschiedliche Möglichkeiten der Begleitung: Akkorde können zwischen zwei Instrumenten wechseln, einzelne Linien können auf eine Gesangsphrase antworten. Hanna und Pass bringen jeweils ihre eigene Erfahrung als Solisten mit. Hier stehen sie gemeinsam mit Bass und Schlagzeug im Dienst eines Programms aus acht Songs.

Von Rodgers und Hart nach Brasilien
„I Didn’t Know What Time It Was“ eröffnet die Platte, „You Are Too Beautiful“ beendet sie. Beide stammen von Richard Rodgers und Lorenz Hart. Dazwischen finden sich „That’s All“, „Autumn Leaves“ und „In Love in Vain“. Solche bekannten Titel bilden einen Bezugspunkt für Vaughans Umgang mit Melodie, Text und rhythmischer Gestaltung.
Zwei weitere Stücke führen zu Ivan Lins und Vitor Martins: „Love Dance“ und „The Island“, hier mit englischen Texten. Vaughans Verbindung zu brasilianischer Musik hatte bereits auf „I Love Brazil!“ von 1977 eine eigene Albumform bekommen. Auf „Crazy and Mixed Up“ stehen diese Songs unmittelbar neben amerikanischen Standards. Mit „Seasons“ kommt außerdem eine Komposition von Roland Hanna hinzu, der das Stück selbst am Klavier begleitet.

Die Begleitung mitlesen
Ein reizvoller Hörweg führt über die beiden Harmonieinstrumente. Achte bei „Seasons“ darauf, wie Hanna seine eigene Komposition unter dem Gesang gestaltet. Verfolge anschließend Joe Pass: Wann gibt die Gitarre einen Akkord, wann eine kurze melodische Antwort? Du musst dafür nicht jede Note zuordnen. Schon der Wechsel deiner Aufmerksamkeit zwischen Stimme, Klavier und Gitarre kann einzelne Entscheidungen deutlicher machen.
Auch die Abfolge der Songs lohnt sich als Orientierung. „Love Dance“ beschließt die erste Seite, „The Island“ eröffnet die zweite. Die beiden brasilianischen Kompositionen stehen damit direkt an der Wendestelle der ursprünglichen LP. Nach ihnen führt Hanna mit „Seasons“ in eigenes Material, bevor zwei Standards das Album abschließen. Das kurze Programm hat so einen nachvollziehbaren Verlauf über beide Seiten.
Diese Ausgabe
Analogue Productions veröffentlicht „Crazy and Mixed Up“ unter AAPJ 191 als Stereo-Einzel-LP mit 33⅓ RPM auf 180-Gramm-Vinyl. Matthew Lutthans übernahm das Mastering bei The Mastering Lab. Der Herausgeber nennt die originalen analogen Masterbänder als Quelle und beschreibt das Mastering als analog. Gepresst wird bei Quality Record Pressings; die Platte steckt in einer Stoughton-Tip-On-Hülle für eine LP. Enthalten sind die acht ursprünglichen Titel mit jeweils vier Stücken pro Seite. Später auf CD veröffentlichte Alternativaufnahmen gehören nicht zu dieser Ausgabe.
Michael 45 hält die Platte in Deutschland vor und versendet sie aus Hilden, sodass du in Europa weder einen privaten US-Import organisieren noch auf die Zollabfertigung warten musst.
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Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Pablo – alle 30 Platten, Musiker und das Sessionbuch
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Sarah Vaughan | Gesang |
| Roland Hanna | Klavier |
| Joe Pass | Gitarre |
| Andy Simpkins | Kontrabass |
| Harold Jones | Schlagzeug |
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