Afterglow: zehn Songs nach sechs Jahren
Zwischen Surfacing von 1997 und Afterglow lagen sechs Jahre. Als Sarah McLachlans neues Studioalbum am 4. November 2003 erschien, war seine Aufgabe deshalb nicht nur, zehn weitere Titel vorzustellen. Es setzte eine bereits vertraute Stimme in einen neuen Albumzusammenhang. Fallen, World On Fire, Answer und Dirty Little Secret gehören zu einem Programm, dessen Titel von Unsicherheit, Nähe und dem Verhältnis zwischen persönlicher Erfahrung und einer größeren Welt erzählen können. Die Platte verlangt dafür keine biografische Schablone. Ihre Songs lassen sich als eigene kleine Räume betreten, ohne jede Zeile mit einer einzelnen Lebenssituation gleichzusetzen.
Die Aufnahmen entstanden zwischen August 2002 und 2003. Pierre Marchand produzierte, betreute die Tontechnik und mischte das Album. Zugleich gehörte er zu den Musikern. Diese Verbindung ist wesentlich: Die Person, die den Gesamtzusammenhang der Produktion verantwortet, arbeitet auch unmittelbar an den Instrumenten mit. McLachlan wiederum ist in den Credits nicht allein als Sängerin vertreten. E-Gitarre, Klavier, Rhodes-Piano und Keyboards gehören ebenfalls zu ihren dokumentierten Rollen. Das Zentrum des Albums ist damit eine Künstlerin, deren Stimme und instrumentale Arbeit gemeinsam Teil der Produktion sind, auch wenn nicht jede Mitwirkung einem einzelnen Titel zugeordnet werden kann.
Der Name Afterglow bezeichnet ein Nachleuchten. Als Albumtitel lässt er Raum für unterschiedliche Vorstellungen, ohne eine einzige verbindliche Deutung festzuschreiben. Interessant ist, wie ein Songprogramm nach einer längeren Pause gleichzeitig an Bekanntes anschließen und als neue Folge bestehen kann. Wer McLachlan bereits kennt, bringt Erinnerungen an frühere Aufnahmen mit. Wer hier einsteigt, braucht diese Vorgeschichte nicht als Voraussetzung. Die zehn Songs bilden einen eigenen Bogen. Ihre Reihenfolge, die vielen beteiligten Instrumentalstimmen und Marchands mehrere Aufgaben geben genügend konkrete Ansatzpunkte, um sich mit dieser Platte ausführlicher zu beschäftigen.

Von Fallen bis Dirty Little Secret: das Album auf vier Seiten
Diese 45er-Ausgabe beginnt auf Seite A mit Fallen und World On Fire. Schon nach zwei Stücken folgt der erste Seitenwechsel. Seite B enthält Stupid, Drifting und Train Wreck. Das Album wird dadurch nicht zu einer anderen Titelfolge, erhält aber eine andere physische Gliederung als eine durchlaufende digitale Wiedergabe. Zwei oder drei Songs bilden jeweils einen Abschnitt. Wer eine Platte bewusst auflegt, kann diese kurzen Einheiten als Gelegenheit nutzen, das Gehörte nachwirken zu lassen. Die zusätzlichen Unterbrechungen gehören zugleich ganz praktisch zum Umgang mit einer Doppel-LP bei 45 Umdrehungen.
Auf Seite C stehen Push, Answer und Time. Seite D schließt mit Perfect Girl und Dirty Little Secret. Die Verteilung bewahrt alle zehn Titel des Albums. Namen wie Answer und Time stellen offene Begriffe nebeneinander; Perfect Girl und Dirty Little Secret setzen am Ende andere Akzente. Daraus lässt sich eine Einladung zum aufmerksamen Zuhören formulieren, aber keine vollständige Inhaltsangabe allein aus den Songtiteln ableiten. Entscheidend bleibt, wie Text, Melodie und Begleitung innerhalb der tatsächlichen Aufnahmen zueinanderfinden. Die Tracklist hilft, diesen Verlauf auch über die Seitenwechsel hinweg im Blick zu behalten.
Ein guter Zugang ist, beim ersten Hören dem gesamten Song zu folgen und erst später einzelne Ebenen herauszulösen. Wann zieht die Stimme die Aufmerksamkeit an, wann ein Instrument oder eine Veränderung der Begleitung? Wie wirkt der Übergang zum nächsten Titel, wenn eine kurze Pause dazwischenliegt? Das sind Fragen, die sich auf der eigenen Anlage beantworten lassen. Gerade bei einem Album mit so vielen unterschiedlichen Instrumentalfarben kann ein zweiter Durchgang einen anderen Zugang eröffnen als der erste. Die dokumentierte Albumfolge liefert den Rahmen, in dem jeder Hörer seine eigenen Schwerpunkte finden kann.

Eine Sängerin und fünfzehn weitere musikalische Beteiligte
Die vollständige Albumübersicht umfasst sechzehn Personen. Neben Sarah McLachlan und Pierre Marchand steht Ashwin Sood mit Schlagzeug, Perkussion, Loops und Keyboardbass. An Gitarren sind Sean Ashby, Michel Pepin, Michael Chaves, Bill Dillon, Yves Desrosiers, Ethan Johns und Mark Jowett beteiligt; Dillon ist außerdem mit Guitorgan und Kirchenorgel dokumentiert. Diese Namen beschreiben einen Kreis von Mitwirkenden über das Album hinweg, nicht eine Band, die in dieser vollständigen Besetzung auf jedem Song gleichzeitig spielt. Der Musikerblock bündelt die Albumcredits und zeigt die verschiedenen Instrumente jeder Person gemeinsam.
Jim Creeggan ist mit Kontrabass genannt, Daryl Johnson und Tony Levin mit E-Bass. David Kershaw spielt Hammondorgel, Jerry Marotta Perkussion. Jorane ist an Cello, Begleitgesang und Stimmbearbeitung beteiligt. Marchands Instrumentalrollen umfassen Gitarre, E-Bass, Klavier, Keyboards und Synthesizerbass. Diese Vielfalt lässt erkennen, dass die Produktion mehrere Arten von Anschlag, gehaltenem Ton und rhythmischer Gestaltung zur Verfügung hatte. Akustische Saiten, elektronische Tasten und zusätzliche Stimmen stehen damit als unterschiedliche Ausdrucksmittel nebeneinander. Das Songprogramm ist der gemeinsame Rahmen für diese vielen Beteiligten; ihre einzelnen Rollen machen den Umfang der Zusammenarbeit sichtbar.
Die technischen Credits werden separat geführt. Dazu gehören Marchands Produktion, Aufnahme und Mischung sowie weitere Tontechnik. Bob Ludwig masterte das ursprüngliche Album; Bernie Grundman verantwortet das Mastering dieser Schallplattenausgabe. Diese beiden Angaben widersprechen sich nicht, sondern beziehen sich auf unterschiedliche Produktionsstufen. Auch der Name Chris Potter in den technischen Credits darf nicht zum vermeintlichen Saxofonbeitrag werden: Gemeint ist der Tontechniker. Die kleine Porträtzeichnung McLachlans bezieht sich auf eine gesicherte Aufnahme von der Afterglow-Tournee 2005 und wird entsprechend datiert. Sie zeigt keine rekonstruierte Studioszene der Jahre 2002 oder 2003.
Analogue Productions: die 180-Gramm-Doppel-LP mit 45 Umdrehungen
Die hier zugeordnete Ausgabe von Analogue Productions enthält zwei 180-Gramm-LPs mit 45 Umdrehungen im Klappcover. Die Shop-SKU lautet AAPP 054-45, die Ausgabennummer APP 054-45. Bernie Grundman masterte diese Vinylfassung; Quality Record Pressings übernahm Galvanik und Pressung. Wichtig ist die Chargenunterscheidung: Eine frühere Auflage wurde mit 200 Gramm angeboten, während die hier dokumentierte Fassung 180 Gramm hat. Gleiche Katalognummern allein reichen also nicht aus, um sämtliche Herstellungsmerkmale verschiedener Auflagen gleichzusetzen. Die auf dieser Seite beschriebene Wiederveröffentlichung ist auf 2022 datiert, nicht auf das Aufnahmejahr.
45 Umdrehungen verteilen das Programm auf vier kürzere Seiten. Das kann bei der Herstellung andere Spielräume für den Schnitt eröffnen; es ist kein automatischer Beweis dafür, dass jede 45er-Ausgabe jeder anderen Fassung überlegen sein muss. Für den Alltag bedeutet das Format vor allem mehr Seitenwechsel und die richtige Geschwindigkeit am Plattenspieler. Hier liegen jeweils zwei oder drei Songs auf einer Seite. Eine rein analoge Aufnahme- oder Masteringkette wird aus dem Namen des Labels nicht abgeleitet. Die konkret belegten Angaben zu Grundman, QRP und dem Format genügen, um diese Fassung nachvollziehbar einzuordnen.
Wenn du Sarah McLachlans Afterglow auf Vinyl kaufen möchtest, findest du hier die 180-Gramm-45-RPM-Doppel-LP mit vollständiger Titelfolge und einer ausführlichen Übersicht der beteiligten Musiker. Sie ist für Hörer interessant, die dem Album Zeit geben und seine Produktion jenseits der bekanntesten Songs entdecken möchten. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden. Aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit stehen am Kaufbereich. Die Beschreibung der Ausgabe und ihrer Geschichte ist keine Lagerzusage; insbesondere wird aus dem belegten Herstellerangebot kein verfügbarer Bestand im Shop abgeleitet.
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.
- Sarah McLachlanAfterglow-Tournee 2005Gesang, E-Gitarre, Klavier, Rhodes-Piano, KeyboardsMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Pierre MarchandGitarre, E-Bass, Klavier, Keyboards, SynthesizerbassMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Ashwin SoodSchlagzeug, Perkussion, Loops, KeyboardbassMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Sean AshbyGitarreMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Michel PepinGitarreMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Michael ChavesGitarreMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Bill DillonGitarre, Guitorgan, KirchenorgelMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Yves DesrosiersGitarreMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Ethan JohnsGitarreMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Mark JowettGitarreMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Jim CreegganKontrabassMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Daryl JohnsonE-BassMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Tony LevinE-BassMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- David KershawHammondorgelMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- JoraneCello, Begleitgesang, StimmbearbeitungMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
- Jerry MarottaPerkussionMitwirkung: Albumcredits · Titelzuordnung nicht belegt
Produktion, Abmischung und Tontechnik Pierre Marchand (er spielt zusätzlich mit, siehe Besetzung); weitere Tontechnik Pete Caigan, Yanick Daunais, Brian Hogue, Roman Klun, John Oliviera, Chris Potter, Linda Strawberry; Mastering des Originalalbums Bob Ludwig; Mastering dieser Schallplatte Bernie Grundman; Fotografie Kharen Hill, Gestaltung John Rummen.








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