Ein Album voller Gitarrenstimmen
Zwischen Katy Lied und Aja steht 1976 eine Platte, auf der sich Donald Fagen und Walter Becker besonders intensiv mit Gitarren beschäftigen. The Royal Scam versammelt Larry Carlton, Denny Dias, Dean Parks und Elliott Randall. Die vier sind nicht einfach austauschbare Solisten: Ihre unterschiedlichen Aufgaben geben den Stücken eigene Konturen. Gary Katz produziert, Roger Nichols und Elliot Scheiner gehören zum technischen Team der Aufnahmen.
Der Blick auf die Credits öffnet dabei mehr als eine Tür. Chuck Rainey spielt Bass, Bernard Purdie und Rick Marotta teilen sich die Schlagzeugaufgaben. Hinter der scheinbar festen Identität einer Band steht ein wechselndes Ensemble. Fagen und Becker entwickeln ihre Musik mit Spielern, deren individuelle Fähigkeiten ein wesentlicher Teil der Arrangements werden.

Larry Carlton zwischen Komposition und Solo
Carlton ist auf diesem Album nicht nur wegen seines Solos in „Kid Charlemagne“ wichtig. Er hilft auch bei Arrangements und vermittelt zwischen den Songschreibern und den Studiomusikern. Sein Spiel begegnet dir außerdem in „Don’t Take Me Alive“ und „Everything You Did“. So lässt sich seine Rolle über mehrere Stücke hinweg verfolgen, statt sie auf einen berühmten Moment zu reduzieren.
Ein guter Höreinstieg ist die Verbindung von Rhythmusgruppe und Gitarre: Welche Akzente übernimmt Carlton, welche lässt er offen? Der Solist spielt hier über sorgfältig eingerichteten Begleitungen. Wenn du nach dem Solo weiter auf Bass und Schlagzeug hörst, bleibt dieselbe musikalische Konstruktion sichtbar, die den Auftritt vorbereitet hat.

Talkbox, Klavier und ein weiterer Autor
„Haitian Divorce“ setzt einen anderen Schwerpunkt. Dean Parks’ Gitarrenpart ist mit dem Talkbox-Klang verbunden; Walter Becker bearbeitete ihn anschließend weiter. In „Sign In Stranger“ fällt dagegen Paul Griffins Klavier eine wichtige Rolle zu. Griffin ist bei „The Fez“ auch als Mitautor neben Becker und Fagen genannt. Das Album lässt sich deshalb ebenso als Geschichte seiner Mitarbeiter hören.
Auch „Green Earrings“ verteilt die Gitarrenrollen: Denny Dias und Elliott Randall übernehmen unterschiedliche Solopassagen. Neun Stücke bilden das Programm. Die wechselnden Spieler bedeuten dabei keinen ständigen Neustart; sie zeigen, wie viele unterschiedliche Entscheidungen innerhalb einer klar wiedererkennbaren musikalischen Sprache möglich sind.
Die Hybrid-Stereo-SACD
CAPP 138 SA ist die Hybrid-Stereo-SACD von Analogue Productions. Der Herausgeber nennt Bernie Grundman und eine Übertragung vom Originalmasterband. Die Disc enthält eine CD-Schicht für normale CD-Spieler und eine SACD-Schicht, für die du einen SACD-fähigen Spieler brauchst. Beide bieten Stereo; ein Mehrkanalprogramm gehört nicht zu dieser Ausgabe. Sie ist Teil des Steely-Dan-Neuauflagenprogramms und keine Atlantic-75-Veröffentlichung.
Michael 45 lagert die Disc in Deutschland und versendet sie aus Hilden, sodass du keinen eigenen US-Import organisieren und nicht auf die Zollabfertigung warten musst.
Mehr aus der Reihe: Atlantic 75 Series
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Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Donald Fagen | Begleitgesang, Tasteninstrumente |
| Walter Becker | E-Bass, Gitarre |
| Paul Griffin | Tasteninstrumente |
| Don Grolnick | Tasteninstrumente |
| Larry Carlton | Gitarre |
| Denny Dias | Gitarre |
| Dean Parks | Gitarre |
| Elliott Randall | Gitarre |
| Chuck Rainey | E-Bass |
| Rick Marotta | Schlagzeug |
| Bernard Purdie | Schlagzeug |
| Gary Coleman | Perkussion |
| Victor Feldman | Perkussion, Tasteninstrumente |
| Chuck Findley | Trompete |
| Bob Findley | Trompete |
| Dick "Slyde" Hyde | Posaune |
| Jim Horn | Saxofon |
| Plas Johnson | Saxofon |
| John Klemmer | Saxofon |
| Venetta Fields | Begleitgesang |
| Clydie King | Begleitgesang |
| Sherlie Matthews | Begleitgesang |
| Michael McDonald | Begleitgesang |
| Timothy B. Schmit | Begleitgesang |








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