Ein Debüt aus den frühen Singles
Pain in My Heart erscheint 1964 als Otis Reddings erstes Album. Es bündelt Aufnahmen aus den Jahren 1962 und 1963 und zeigt einen Sänger, der eigene Songs neben bereits bekannten Stücken platziert. „These Arms of Mine“ gehört zu diesem Anfang ebenso wie die Neuinterpretationen von „Stand by Me“ und „You Send Me“. Die Auswahl verbindet Reddings eigene Arbeit mit dem Repertoire, auf das er reagieren konnte.
Die Aufnahmen führen ins Umfeld von Stax in Memphis. Instrumentalisten wie Steve Cropper, Booker T. Jones und Al Jackson Jr. gehören zur dokumentierten Besetzung des Albums. Die einzelnen Beiträge verbinden Gesang, Rhythmusgruppe und Bläser. Achte darauf, wie die Begleitung eine Zeile vorbereitet und wann sie erst nach dem Gesang antwortet: Daraus entsteht ein wesentlicher Teil der musikalischen Bewegung.

Ein Song muss zur eigenen Stimme passen
Mit „You Send Me“ greift Redding einen Song von Sam Cooke auf, mit „Lucille“ Material aus dem Umfeld von Little Richard. „Louie Louie“ und „Stand by Me“ bringen weitere bereits bekannte Melodien ins Programm. Diese Auswahl macht das Debüt zu einer Begegnung zwischen unterschiedlichen Vorlagen und einer deutlich eigenen Sängerpersönlichkeit.
Daneben stehen „Hey Hey Baby“, „Security“ und „That's What My Heart Needs“ aus Reddings eigener Feder. Die Herkunft der Songs wechselt, doch die Stimme hält das Album zusammen. Du kannst dieselbe Frage an jede Darbietung stellen: Wo setzt Redding eine Silbe gegen den Rhythmus, wo hält er eine Phrase zurück, und wie verändert die Begleitung ihre Wirkung? So werden Unterschiede hörbar, die über die bloße Bekanntheit eines Titels hinausgehen.

These Arms of Mine als Ausgangspunkt
„These Arms of Mine“ war Reddings erste Volt-Single und gehört zu den zentralen Stücken dieser frühen Phase. Auf der hier angebotenen Doppel-LP eröffnet es die dritte Seite. Der Seitenwechsel bietet damit einen eigenen Einstieg in einen Song, dessen Geschichte schon vor dem Album beginnt. Die zwölf Titel verteilen sich gleichmäßig auf vier Seiten.
Die Folge reicht von langsamen Stücken bis zu bewegteren Nummern und endet mit „Lucille“. Gerade die vollständige Abfolge macht deutlich, wie breit das Debüt angelegt ist. Es zeigt Redding als Songschreiber, als Interpreten fremden Materials und als Sänger innerhalb einer Band. Diese Perspektiven ergänzen sich, statt auf einen einzigen bekannten Song hinauszulaufen.
Diese Ausgabe
Analogue Productions AAPA 055-45, Atlantic 75 Series: zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM in Mono. Laut Herausgeber übernahm Bernie Grundman das Mastering vom analogen Originalmasterband. Die Produktseite nennt Quality Record Pressings und ein Stoughton-Tip-On-Gatefold. Je drei Songs stehen auf einer Seite; enthalten ist das zwölfteilige Albumprogramm von Pain in My Heart.
Auch als SACD: Pain In My Heart
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Kundenfragen: Atlantic 75: welche Titel lohnen sich? · Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Atlantic 75 Series – alle 75 Alben, Zeitreise und die Menschen hinter Atlantic
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Otis Redding | Gesang |
| Booker T. Jones | Klavier, Orgel |
| Steve Cropper | Gitarre, Klavier |
| Johnny Jenkins | Gitarre |
| Lewis Steinberg | E-Bass |
| Al Jackson Jr. | Schlagzeug |
| Wayne Jackson | Trompete |
| Packy Axton | Tenorsaxofon |
| Floyd Newman | Baritonsaxofon |
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