Sundown als Hybrid-Stereo-SACD aus der Acoustic-Sounds-40th-Reihe von Analogue Productions, von Matthew Lutthans bei The Mastering Lab direkt nach DSD gemastert. Alle zehn Titel laufen am Stück – von „Somewhere U.S.A.“ bis „Too Late For Prayin’“.
Ruhe mit Unterströmung
Ein Titel wie Sundown verspricht ein friedliches Tagesende. Gordon Lightfoot macht daraus etwas viel Unruhigeres: einen Song, dessen gelassener Fluss die Spannung darunter nie ganz auflöst – laut Herausgeber einer der größten Songs, die je über Liebe und Eifersucht geschrieben wurden. Dieses Gleichgewicht aus Fassung und Unruhe zieht sich durch das ganze Album. Lightfoot muss nie laut werden, um eine Szene zuzuspitzen: Eine kleine Wendung der Melodie, eine gut gesetzte Zeile oder eine antwortende Gitarre genügen.
1974 brachte Sundown Lightfoot an die Spitze der amerikanischen Albumcharts, und auch das Titelstück wurde als Single eine US-Nummer-eins. Das erklärt, warum das Album so vertraut wirkt – aber nicht, warum es bleibt. Dafür lohnt der Blick hinter den Erfolg: Hier arbeitet ein erfahrener Songschreiber mit Musikern und einer Produktion, die seinen Liedern klare Konturen geben, ohne jede freie Stelle zu füllen.

Toronto, November 1973
Aufgenommen wurde im November 1973 bei Eastern Sound in Toronto; Lenny Waronker produzierte, Lee Herschberg arbeitete als Toningenieur. Für Musik, die so mühelos klingt, ist das aufschlussreich: Diese Songs werden nicht als bloße Dokumente eines Sängers mit Gitarre behandelt. Instrumente, Stimmen und Übergänge erzählen mit.
Red Shea und Terry Clements bringen unterschiedliche Gitarrenfarben ein, Lightfoots eigene Akustikgitarre bleibt der Bezugspunkt. Achte beim Titelstück auf die Zwölfsaitige: Ihre paarweise angeordneten Saiten erzeugen einen anderen rhythmischen Impuls als eine einzelne Melodielinie. Hörst du Begleitung und Gitarrenantworten getrennt, entdeckst du unter der geschlossenen Oberfläche eine sorgfältige Arbeitsteilung.

Ein Straßenschild wird zum Song
„Carefree Highway“ begann nicht als vage Vorstellung einer endlosen Straße. Der Titel geht auf ein Schild in Arizona zurück, das Lightfoot auf einer Fahrt zwischen Flagstaff und Phoenix auffiel. Eine Weile blieb der Name nur eine Notiz – dann wurde ein Song daraus. Eine kleine Geschichte, die viel verrät: Ein Fund aus dem Alltag wird nicht einfach beschrieben, sondern in ein sehr persönliches Stück Musik getragen.
Auf dem Album steht dieser zugängliche Song neben „Seven Island Suite“, „The Watchman’s Gone“ und „High And Dry“ – der beste Grund, Sundown nicht auf seine zwei großen Singles zu verkürzen. Wo hält Lightfoot eine Phrase zurück? Wann deutet eine Gitarre den nächsten Einsatz an? Wie viel kann ein Arrangement weglassen, ohne leer zu wirken? Hör „The Watchman’s Gone“ und „Sundown“ hintereinander, wie das Album sie reiht, und der berühmte Hit steht wieder in der Gesellschaft eines Albums statt allein in deiner Erinnerung.
Die Hybrid-Stereo-SACD von Analogue Productions
CAPR 007 SA ist eine Hybrid-Stereo-SACD aus der Acoustic-Sounds-40th-Reihe von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Matthew Lutthans sie bei The Mastering Lab direkt vom Originalmasterband nach DSD gemastert. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Acoustic Sounds 40th Anniversary Series
Auch in einer anderen Ausgabe: Sundown
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Die Besetzung wechselt je Titel. Rick Haynes und John Stockfish spielen auf unterschiedlichen Aufnahmen.
- Gordon LightfootAkustikgitarre, Begleitgesang, Gitarre
- Red SheaGitarre, Dobro
- Terry ClementsAkustikgitarre
- John StockfishE-Bass
- Jim GordonPerkussion, Schlagzeug
- Nick De CaroBläsersatz, Akkordeon, Klavier
- Rick HaynesBass
- Milt HollandPerkussion, Congas
- Gene MartynecMoog-Synthesizer
- Jack ZazaEnglischhorn, Blockflöte
- Catherine SmithHarmoniegesang auf „High and Dry“













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