Elvis Presley – Stereo ’57 (Essential Elvis Volume 2)

82,00 € inkl. MwSt.

Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Pop/Rock

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LabelAnalogue Productions
KatalognummerAAPP 057-45
GenrePop/Rock
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPP 057-45 Kategorien: , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 2 LPs

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die zwei Platten: zwei Innenhüllen. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Ein Januar im Studio, der auf zwei Spuren überlebte

Stereo ’57 führt zu Elvis Presley, bevor ein fertiger Master die anderen Möglichkeiten eines Liedes verdrängt hat. Im Januar 1957 arbeitete er bei Radio Recorders in Hollywood mit einer eingespielten Gruppe, deren Namen zu seiner frühen Geschichte gehören: Scotty Moore, Bill Black und D. J. Fontana, dazu die Jordanaires und die beteiligten Pianisten. Die Zusammenstellung versammelt alternative Takes aus diesen Sitzungen. Sie ist deshalb besonders interessant für Menschen, die hinter der vertrauten Schallplattenfassung auch die Arbeit erkennen möchten: einen neuen Ansatz, eine andere Betonung, eine Passage, die noch einmal versucht wird.

Dass dieses Material in seiner Zweispurform erhalten blieb, ist ein wesentlicher Teil der Geschichte. Neben der Monoaufnahme lief eine zweite Bandmaschine mit. Nach der Darstellung von Analogue Productions waren die Sicherungsbänder bereits zum Löschen vorgesehen, als Bones Howe, damals Bandoperator bei Radio Recorders, sie vor dem Wegwerfen bewahrte. Die spätere Veröffentlichung macht damit eine Quelle zugänglich, die ursprünglich nicht als eigenständiges Album gedacht war. Howe wird auch in den Recherchecredits der RCA-Zusammenstellung genannt. Die Rettungsgeschichte stammt aus dem Herausgebertext; sie sollte nicht zu einer unbelegten Legende über jedes erhaltene Elvis-Band ausgeweitet werden.

„Stereo“ meint hier die überlieferte Zweispuraufnahme, nicht eine nachträglich aus Mono erzeugte räumliche Bearbeitung. Die Sessiondiskografie beschreibt die betreffenden Takes als Stereo beziehungsweise binaural. Das macht die Platte zu einem besonderen Dokument der Aufnahmegeschichte: Sie führt in eine Zeit, in der Elvis’ Veröffentlichungen noch wesentlich durch Mono geprägt waren, und eröffnet einen anderen Zugang zum selben Arbeitsraum. Daraus folgt keine pauschale Überlegenheit gegenüber den bekannten Monomastern. Es sind andere erhaltene Fassungen und eine andere Quellensituation, die den Reiz dieser Sammlung ausmachen.

Die Januarsitzungen standen zudem nicht im Dienst eines einzigen späteren Albums. Aus diesem Arbeitszusammenhang gingen Gospelaufnahmen für Peace in the Valley, Material aus dem Umfeld von Loving You und weitere Veröffentlichungen hervor. Die hier ausgewählten Takes stammen aus den Sitzungen am 13. und 19. Januar; die umfassendere Sessionfolge begann bereits am 12. Januar. Diese Trennung ist wichtig: Ein Termin im Gesamtprojekt bedeutet nicht automatisch, dass er mit einem Titel auf dieser konkreten Doppel-LP vertreten ist. Stereo ’57 besitzt seine eigene Auswahl und seine eigene Dramaturgie.

Elvis Presley · 1957 · historisch inspirierte Illustration
Elvis Presley · 1957

Elvis und die Menschen, die auf seine Stimme antworteten

Elvis singt und ist mit Gitarre beteiligt. Scotty Moore übernimmt die weitere Gitarrenarbeit, Bill Black spielt Kontrabass und D. J. Fontana Schlagzeug. In dieser Besetzung stehen rhythmische Beweglichkeit und die unmittelbare Reaktion auf den Sänger im Mittelpunkt. Für das Hören bietet sich an, einmal nicht allein der markanten Hauptstimme zu folgen: Wann antwortet die Gitarre auf eine Gesangsphrase, wie wird der nächste Einsatz vorbereitet, und wie verändern Bass und Schlagzeug das Gewicht einer Zeile? Solche Fragen passen zu einer Sammlung von Arbeitsfassungen, weil sie die gemeinsame Gestaltung hörbar machen können.

Die Jordanaires sind hier mit Gordon Stoker, Neal Matthews, Hoyt Hawkins und Hugh Jarrett verbunden. Ihr Begleitgesang ist in den Ausgabencredits für den überwiegenden Teil des Programms verzeichnet; die beiden „Blueberry Hill“-Einträge werden dort ausgenommen. Der Chor ist also keine anonyme Zutat, die man jedem Titel gleichermaßen zuschreiben sollte. Gerade bei den Gospelstücken gehört die Beziehung zwischen Solostimme und vokaler Antwort zum musikalischen Aufbau. Sie verbindet Elvis’ individuelles Phrasieren mit einer Tradition gemeinschaftlichen Singens, ohne seine Begleiter auf eine bloße Hintergrundfläche zu reduzieren.

Auch die Tasteninstrumente verdienen genaue Namen. Gordon Stoker ist für die Januarsitzung am 13. mit Klavier dokumentiert, Dudley Brooks für den 19. Januar. Hoyt Hawkins spielt Orgel bei „It Is No Secret“. Diese Angaben erklären, weshalb ein pauschaler Pianistencredit für das gesamte Album zu grob wäre. Eine Besonderheit der Sessionunterlagen bleibt ausdrücklich außerhalb dieser Tracklist: Elvis’ Klavierspiel bei Take 1 von „Peace in the Valley“ ist kein Grund, ihm auf den hier enthaltenen Takes dieselbe Aufgabe zuzuschreiben. Sessionwissen und konkrete Titelauswahl müssen zusammenpassen.

Die Produktion lag bei Steve Sholes, die Aufnahmetechnik bei Thorne Nogar. Der Herausgeber gibt eine Erinnerung Nogars an die Aufstellung wieder: Elvis und die Jordanaires standen einander im Raum gegenüber, jeweils vor einem eigenen Richtmikrofon. Das ist ein anschaulicher Hinweis darauf, wie stark eine solche Aufnahme von der Anordnung der Beteiligten abhängt. Unsere Illustrationen sind dennoch freie Porträts, keine behauptete fotografische Rekonstruktion dieses Moments. Die Musik und die dokumentierten Credits tragen die Geschichte; die Bilder begleiten sie.

Scotty Moore · spätere Porträtvorlage, 1961 · historisch inspirierte Illustration
Scotty Moore · spätere Porträtvorlage, 1961

Bekannte Lieder, verschiedene Anläufe

Die Wiederholungen in der Tracklist sind der eigentliche Inhalt dieser Platte. „I Beg of You“ erscheint zunächst als Take 1, später in weiteren Anläufen bis Take 12. „Have I Told You Lately That I Love You“ kehrt mit Take 2, Take 6 und den Takes 12 und 13 wieder. Wer eine gewöhnliche Best-of-Folge erwartet, würde darin vielleicht Doppelungen sehen. Für Sammler liegt gerade hier der Zugang zur Arbeit am Lied. Ein vertrauter Titel bleibt derselbe, während sich die Aufmerksamkeit auf kleine Entscheidungen verlagert: den Beginn einer Zeile, den Übergang zum Refrain oder das Verhältnis zwischen Sänger und Begleitung.

Bei „Is It So Strange“ folgt diese Ausgabe für den ersten Eintrag der Take-1-Angabe des Herausgebers und der ursprünglichen RCA-Dokumentation. Eine abweichende Take-2-Angabe in einer Discogs-Erfassung der AP-Ausgabe bleibt als Quellenkonflikt festgehalten. Solche Details wirken klein, sind bei einer Sammlung alternativer Fassungen aber Teil ihrer Identität. Ebenso bezeichnet ein Track, der mehrere Take-Nummern trägt, nicht zwangsläufig mehrere vollständige Darbietungen. Die fünfzehn Programmeinträge verteilen einzelne Fassungen und zusammengefasste Anläufe auf vier Plattenseiten.

„That’s When Your Heartaches Begin“ führt noch weiter zurück. Elvis hatte das Lied bereits 1953 bei Sun auf einer selbst bezahlten Acetatplatte aufgenommen. Die Januarfassungen von 1957 berühren damit einen Titel, der schon vor dem großen RCA-Erfolg zu seinem Repertoire gehörte. Neben dieser persönlichen Kontinuität stehen unterschiedliche Songtraditionen: Scott Wisemans „Have I Told You Lately That I Love You“, Faron Youngs „Is It So Strange“ und „Blueberry Hill“ von Vincent Rose, Al Lewis und Larry Stock. Der junge Sänger begegnet ihnen aus seiner eigenen musikalischen Gegenwart.

Mit Thomas A. Dorseys „Peace in the Valley“ und Stuart Hamblens „It Is No Secret“ erhält der Gospelbereich einen eigenen Platz. „Mean Woman Blues“, geschrieben von Claude Demetrius, steht als Take 14 daneben. Die Sammlung gewinnt aus diesem Nebeneinander: religiöses Lied, Ballade und rhythmisch zugespitzter Song gehören zum selben Arbeitszusammenhang. Man muss die Take-Nummern nicht auswendig kennen, um daran Freude zu haben. Sie helfen jedoch, genauer hinzusehen und die Platte als Einblick in einen schöpferischen Prozess zu verstehen, dessen fertige Ergebnisse längst Musikgeschichte geworden sind.

Die Doppel-LP von Analogue Productions

Diese Ausgabe trägt die Katalognummer AAPP 057-45 und verteilt das Programm auf zwei LPs mit 45 Umdrehungen. Ryan K. Smith übernahm den Schnitt bei Sterling Sound; als Quelle sind die Zweispurmaster angegeben. Gepresst wurde bei Quality Record Pressings, die Ausstattung umfasst ein Klappcover. Damit ist die konkrete AP-Ausgabe von der ursprünglichen RCA-Zusammenstellung und von anderen Elvis-Veröffentlichungen zu unterscheiden. Der Bezug auf die historischen Bänder ersetzt keine genaue Ausgabeangabe, sondern wird erst durch sie für den Sammler wirklich nützlich.

Die vier Seiten gliedern das wiederkehrende Material in überschaubare Hörabschnitte. Der Wechsel nach einer Seite kann Gelegenheit geben, einen Take noch einmal aufzulegen oder im nächsten Abschnitt auf eine erneute Fassung desselben Liedes zu achten. Das ist eine praktische Eigenschaft dieses 45er-Programms, keine Behauptung, eine Drehzahl garantiere für sich allein einen bestimmten Klangeindruck. Entscheidend bleiben die verwendete Quelle, der konkrete Schnitt, die Pressung und die eigene Wiedergabe. Die Platte bietet vor allem einen ungewöhnlich nahen Blick auf die Arbeit mit bekannten Songs.

Bei der Ausstattung sind verschiedene Angaben auseinanderzuhalten. Die AP-Veröffentlichung von 2013 ist mit 200 Gramm dokumentiert, während der Herausgeber die Ausgabe inzwischen mit 180 Gramm beschreibt. Welche Charge im Lager liegt, ist hier nicht physisch geprüft. Auch beim Datum der ursprünglichen Zusammenstellung stehen 1988 und ein späterer ℗-Vermerk von 1989 nebeneinander. Beides ändert nichts am gesicherten Aufnahmejahr 1957. Für diese Sammlung zählen die genaue Trackauswahl, die überlieferte Zweispurquelle und die beteiligten Menschen mehr als eine glattgebügelte Chronologie ohne offene Stellen.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Elvis PresleyGesang, GitarreMitwirkung: Album-Besetzung
  • Scotty MooreGitarreMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bill BlackKontrabassMitwirkung: Album-Besetzung
  • D. J. FontanaSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
  • The JordanairesBegleitgesangMitwirkung: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4
  • Gordon StokerBegleitgesang (Jordanaires); KlavierMitwirkung: 13.01.-Titel; Gesang: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4
  • Dudley BrooksKlavierMitwirkung: 19.01.-Titel
  • Hoyt HawkinsBegleitgesang (Jordanaires); OrgelMitwirkung: A4 (It Is No Secret); Gesang: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4
  • Neal MatthewsBegleitgesang (Jordanaires)Mitwirkung: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4
  • Hugh JarrettBegleitgesang (Jordanaires)Mitwirkung: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4

Radio Recorders, Hollywood, Januar 1957; ausgewählte Takes vom 13. und 19. Januar. Produktion: Steve Sholes; Ton: Thorne Nogar. Jordanaires: Gordon Stoker, Neal Matthews, Hoyt Hawkins und Hugh Jarrett. Stoker: Klavier in der Sitzung vom 13.; Dudley Brooks: Klavier am 19.; Hawkins: Orgel bei It Is No Secret. Keine Übertragung von Elvis’ Klaviercredit aus dem hier nicht enthaltenen Take 1 von Peace in the Valley. AP: Ryan K. Smith, Sterling Sound; Quality Record Pressings.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Elvis PresleyGesang, GitarreMitwirkung: Album-Besetzung
  • Scotty MooreGitarreMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bill BlackKontrabassMitwirkung: Album-Besetzung
  • D. J. FontanaSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
  • The JordanairesBegleitgesangMitwirkung: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4
  • Gordon StokerBegleitgesang (Jordanaires); KlavierMitwirkung: 13.01.-Titel; Gesang: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4
  • Dudley BrooksKlavierMitwirkung: 19.01.-Titel
  • Hoyt HawkinsBegleitgesang (Jordanaires); OrgelMitwirkung: A4 (It Is No Secret); Gesang: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4
  • Neal MatthewsBegleitgesang (Jordanaires)Mitwirkung: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4
  • Hugh JarrettBegleitgesang (Jordanaires)Mitwirkung: A1–A4, B2–B4, C2, C3, D1–D4

Radio Recorders, Hollywood, Januar 1957; ausgewählte Takes vom 13. und 19. Januar. Produktion: Steve Sholes; Ton: Thorne Nogar. Jordanaires: Gordon Stoker, Neal Matthews, Hoyt Hawkins und Hugh Jarrett. Stoker: Klavier in der Sitzung vom 13.; Dudley Brooks: Klavier am 19.; Hawkins: Orgel bei It Is No Secret. Keine Übertragung von Elvis’ Klaviercredit aus dem hier nicht enthaltenen Take 1 von Peace in the Valley. AP: Ryan K. Smith, Sterling Sound; Quality Record Pressings.


Seite A

  • A1 · I Beg Of You (Take 1)
  • A2 · Is It So Strange (Take 1)
  • A3 · Have I Told You Lately That I Love You (Take 2)
  • A4 · It Is No Secret (What God Can Do) (Takes 1, 2, 3)

Seite B

  • B1 · Blueberry Hill (Take 2)
  • B2 · Mean Woman Blues (Take 14)
  • B3 · (There’ll Be) Peace In The Valley (Takes 2, 3)
  • B4 · Have I Told You Lately That I Love You (Take 6)

Seite C

  • C1 · Blueberry Hill (Take 7)
  • C2 · That’s When Your Heartaches Begin (Takes 4, 5, 6)
  • C3 · Is It So Strange (Takes 7, 11)

Seite D

  • D1 · I Beg Of You (Takes 6, 8)
  • D2 · (There’ll Be) Peace In The Valley (Take 7)
  • D3 · Have I Told You Lately That I Love You (Takes 12, 13)
  • D4 · I Beg Of You (Take 12)