His Band And The Street Choir als Hybrid-Stereo-SACD aus der Acoustic-Sounds-40th-Reihe von Analogue Productions, von Matthew Lutthans bei The Mastering Lab nach DSD gemastert. Alle zwölf Titel laufen am Stück – von „Domino“ bis „Street Choir“.
Ein Refrain mit Platz für die ganze Band
„Domino“ baut seine Welt aus erstaunlich wenigen Zutaten: ein federnder Rhythmus, knappe Bläserphrasen und ein Sänger, der sich weigert, brav auf dem Schlag zu sitzen. Van Morrison dehnt eine Silbe, schiebt die nächste Phrase nach vorn und lässt der Band etwas zum Antworten – und His Band And The Street Choir lebt genau von diesem Austausch. Die Songs nehmen dich sofort auf, und die Arrangements geben dir immer neue Gründe, über den ersten Refrain hinaus zuzuhören.
Erschienen 1970, im selben Jahr wie Moondance, ist es weit mehr als eine Fortsetzung: Rhythm and Blues, Soul und gemeinsamer Gesang rücken in die Mitte, und die Musiker dürfen die Songs von innen beleben. Morrison produzierte das Album selbst – und seine Handschrift steckt nicht nur in den Songs, sondern auch darin, wie er diese Musiker miteinander ins Gespräch bringt.

Von Woodstock nach New York
Zur Vorbereitung gehörten Demos in einer kleinen Kirche in Woodstock, bevor die eigentliche Arbeit Morrison in die A&R Studios nach New York führte. Die Orte erklären den Klang nicht allein – aber sie zeichnen den Weg nach, von der ersten Idee zu einem Arrangement, das Sänger, Rhythmusgruppe und Bläser zusammenhält, ohne seine Freiheit zu verlieren.
John Platanias Gitarren, John Klingbergs Bass und Dahaud Shaars Schlagzeug bilden diesen Rahmen, Alan Hand ergänzt Tasteninstrumente, und Jack Schroer und Keith Johnson erweitern die Klangpalette. Folge diesen einzelnen Rollen: Eine Antwort auf Morrisons Stimme muss nicht von der Gitarre kommen – ein kurzer Bläsereinsatz oder ein kleiner Klavierakzent kann eine Phrase genauso gut in eine neue Richtung lenken.

Mehr als die bekannten Singles
„Domino“, „Blue Money“ und „Call Me Up In Dreamland“ sind einladende Eingänge, doch da ist noch viel mehr. „Crazy Face“ zeigt eine weitere Facette der Band: Morrison spielt selbst Tenorsaxofon – das Instrument gehört zu seinem eigenen Ausdrucksvokabular, gleich neben der Stimme, die unseren ersten Eindruck bestimmt.
In „If I Ever Needed Someone“ erweitern Judy Clay, Cissy Houston und Jackie Verdell den Gesangskreis. Solche Angaben sind mehr als Kleingedrucktes für Sammler: Sie erklären, was sich ändert, wenn ein Refrain von mehreren eigenständigen Stimmen getragen wird statt von einer. Der Street Choir ist nicht nur ein stimmungsvoller Titel – gemeinsames Singen ist Teil des Ausdrucksmotors dieses Albums.
Folge der Antwort
Hör einmal ein ganzes Album lang darauf, was direkt nach jeder Gesangsphrase passiert: Wer nimmt den Schwung auf, wer hält sich zurück und lässt Raum? Das macht die Songs nicht komplizierter – es macht ihre scheinbare Leichtigkeit spannender. Unter diesen offenen Refrains steckt ein Ensemble, das mit einer kurzen Geste sehr viel sagen kann.
Die Hybrid-Stereo-SACD von Analogue Productions
CAPR 027 SA ist eine Hybrid-Stereo-SACD aus der Acoustic-Sounds-40th-Reihe von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Matthew Lutthans sie bei The Mastering Lab von einer eigens gezogenen EQ-Bandkopie nach DSD gemastert. Im Rolling Stone nannte Jon Landau es „a free album“, aufgenommen mit nur wenigen Overdubs – so zitiert es der Herausgeber. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc enthält die zwölf Titel des Originalalbums.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Acoustic Sounds 40th Anniversary Series
Auch in einer anderen Ausgabe: His Band And The Street Choir
Weitere SACDs von Van Morrison: Astral Weeks · Moondance
Künstlerseite: Alle Titel von Van Morrison
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Band, Street Choir und Gastsängerinnen; Besetzung je Titel unterschiedlich.
- Van MorrisonTenorsaxofon, Leadgesang, Mundharmonika, Gitarre
- Alan HandKlavier, Hammondorgel, Celesta
- Keith JohnsonTrompete, Orgel
- John KlingbergBass
- John PlataniaE- und Akustikgitarre, Mandoline
- Jack SchroerSopran-, Alt- und Baritonsaxofon, Klavier
- Dahaud ShaarBegleitgesang, Bassklarinette, Perkussion, Schlagzeug
- Judy ClayBegleitgesang auf „If I Ever Needed Someone“
- Jackie VerdellBegleitgesang auf „If I Ever Needed Someone“
- Larry GoldsmithChorgesang (The Street Choir)
- Janet PlanetChorgesang (The Street Choir)
- Andrew RobinsonChorgesang (The Street Choir)
- Ellen SchroerChorgesang (The Street Choir)
- Martha VelezChorgesang (The Street Choir)
- Cissy Houston (Emily Houston)Begleitgesang auf „If I Ever Needed Someone“














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