Noch ein Album in einem großen Jahr
Keine fünf Monate nach Lady Soul erschien im Juni 1968 Aretha Now. Die zehn Titel zeigen, wie viel Musik Aretha Franklin in dieser Phase mit ihrem Atlantic-Team erarbeitete. Jerry Wexler produzierte; Tom Dowd und Arif Mardin verantworteten die Arrangements. Franklin steht als Sängerin und Pianistin im Zentrum einer Gruppe, deren Begleitstimmen und Instrumentalisten wesentlich zum Geschehen beitragen.
„Think“ eröffnet das Album. Franklin schrieb den Song mit Ted White; es ist die einzige Komposition des Programms mit ihrem eigenen Autorinnencredit. Die übrigen Stücke zeigen ihre Arbeit mit vorhandenem Material. Dieses Verhältnis ist reizvoll: Eine einzelne eigene Komposition steht neben Songs, die durch ihre Interpretation Teil derselben Platte werden.

Ein Song aus der Probe
„I Say a Little Prayer“ stammt von Burt Bacharach und Hal David und war bereits mit Dionne Warwick bekannt geworden. Franklin und die Sweet Inspirations sangen ihn während der Proben zunächst zum Vergnügen. Daraus entwickelte sich die Entscheidung, ihn aufzunehmen. Der Begleitgesang ist hier ein besonders guter Zugang zur Musik.
Höre einmal auf die Stellen, an denen die Gruppe eine Phrase aufnimmt oder einen eigenen Gedanken danebenstellt. Die Stimmen lassen sich als Beteiligte an einem Gespräch verfolgen. Wer ausschließlich auf Franklins Hauptstimme achtet, übersieht leicht, wie sehr die Anlage des Songs von diesem Gegenüber lebt.

Bekannte Songs, neue Zusammenhänge
Don Covay und Steve Cropper stehen hinter „See Saw“, Sam Cooke hinter „You Send Me“. „Night Time Is the Right Time“ führt in ein Repertoire, das auch Ray Charles aufgenommen hatte. Solche Verbindungen machen Aretha Now zu einer interessanten Folge von Begegnungen mit dem Material anderer Künstler. Zehn Stücke reichen, um mehrere dieser Wege nebeneinanderzustellen.
Auch innerhalb der Begleitung gibt es vieles zu entdecken: Roger Hawkins spielt Schlagzeug, Spooner Oldham Orgel und E-Piano, dazu kommen Gitarristen wie Jimmy Johnson und Bobby Womack. Carolyn Franklin gehört neben den Sweet Inspirations zu den Begleitstimmen. Die hier enthaltene Aufnahme von „Think“ stammt aus 1968; die berühmte Filmfassung für The Blues Brothers wurde erst 1980 neu aufgenommen.
Die Atlantic-75-Ausgabe
AAPA 040-45 verteilt das kompakte Album auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Kevin Gray masterte bei Cohearent Audio; der Herausgeber nennt das originale Masterband als Quelle. Die Ausgabe gehört zur Atlantic 75 Series von Analogue Productions und besitzt eine Stoughton-Tip-On-Klapphülle. Das Programm bleibt bei den zehn Albumtiteln von 1968.
Michael 45 lagert die Ware in Deutschland und versendet Bestellungen aus Hilden, sodass Käufer in Deutschland und der gesamten EU bestellen können, ohne einen privaten US-Import zu organisieren oder auf die Zollabfertigung zu warten.
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Kundenfragen: Atlantic 75: welche Titel lohnen sich? · Analogue Productions in Europa kaufen
Serie: Atlantic 75 Series – alle 75 Alben, Zeitreise und die Menschen hinter Atlantic
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Aretha Franklin | Leadgesang, Klavier |
| Tommy Cogbill | E-Bass, Gitarre |
| Carolyn Franklin | Begleitgesang |
| Roger Hawkins | Schlagzeug |
| Jerry Jemmott | E-Bass |
| Jimmy Johnson | Gitarre |
| Bobby Womack | Gitarre |
| Spooner Oldham | E-Piano, Klavier, Orgel |
| The Sweet Inspirations | Begleitgesang |







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