Zwei Pianisten, eine gemeinsame Sitzung
Am 2. Dezember 1974 trafen Count Basie und Oscar Peterson für eine Studiositzung in Los Angeles zusammen. „Satch“ and „Josh“ stellt zwei sehr unterschiedliche Klavierpersönlichkeiten nebeneinander. Schon die Besetzung eröffnet eine Frage: Wie teilen sich zwei Pianisten denselben musikalischen Raum, wenn keiner von beiden lediglich Begleiter sein soll?
Die Antwort entsteht mit drei weiteren Musikern. Freddie Green spielt Gitarre, Ray Brown Kontrabass und Louie Bellson Schlagzeug. Green war seit 1937 eng mit Basies Orchester verbunden; Brown gehörte über viele Jahre zu Petersons Trio. Die Rhythmusgruppe führt damit auch zwei musikalische Lebensläufe zusammen. Basie wechselt auf der Aufnahme zudem zeitweise zur Orgel und erweitert so die Instrumentenfarben dieser Begegnung.

Erinnerungen und neue Stücke
Sechs der zehn Titel tragen die gemeinsamen Autorencredits von Basie und Peterson. Zu ihnen gehören „Buns“, „R.B.“, „Louie B.“ und das abschließende „S & J Blues“. Die Namen innerhalb des Programms verweisen teilweise direkt auf die Mitspieler: „R.B.“ auf Ray Brown, „Louie B.“ auf Bellson. Die Sitzung gibt ihren Partnern also auch in der Titelauswahl einen Platz.
„Jumpin’ at the Woodside“ führt zu Basies eigener Bandgeschichte, „Lester Leaps In“ zu Lester Young. Beide Stücke verbinden das Treffen mit dem Repertoire der klassischen Basie-Ära. „These Foolish Things“ und „Exactly Like You“ öffnen daneben das Feld der Standards. Eigenes Material, bekannte Songs und Erinnerungen an frühere musikalische Weggefährten stehen auf dieser Platte unmittelbar nebeneinander.

Der Gitarrist zwischen den Klavieren
Bei einem Album mit zwei Pianisten richtet sich die Aufmerksamkeit fast von selbst auf die Tasten. Es lohnt sich, sie für einen Durchgang auf Freddie Green zu verlagern. Seine Rhythmusgitarre gehört zu Basies musikalischer Sprache. Achte darauf, wie sie den Verlauf mitträgt, während Klavierfiguren wechseln oder ein Solist mehr Raum beansprucht. Der Zusammenhalt einer solchen Gruppe entsteht auch zwischen den auffälligen Momenten.
Danach kannst du die beiden Pianisten wieder in den Mittelpunkt nehmen: Wie lang sind ihre Antworten, wie gehen sie mit Pausen um, wann überschneiden sich Begleitung und Solo? „These Foolish Things“ und „Jumpin’ at the Woodside“ bieten dafür unterschiedliche Voraussetzungen. Der Vergleich muss keinen Sieger ergeben. Er kann zeigen, wie zwei Musiker mit eigenem Vokabular auf dieselben Partner und dieselbe Melodie reagieren.
Diese Ausgabe
Analogue Productions veröffentlicht das Album unter AAPJ 189 als Stereo-Einzel-LP auf 180-Gramm-Vinyl mit 33⅓ RPM. Matthew Lutthans verantwortet das Mastering bei The Mastering Lab; als Quelle nennt der Herausgeber das originale analoge Band. Die Pressung erfolgt bei Quality Record Pressings, die Tip-On-Hülle stammt von Stoughton Printing. Enthalten sind die zehn Stücke des ursprünglichen Albums. Drei weitere Titel derselben Sitzung erschienen später auf Zusammenstellungen und gehören nicht zu diesem LP-Programm.
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Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Count Basie | Klavier, Orgel |
| Oscar Peterson | Klavier |
| Freddie Green | Gitarre |
| Ray Brown | Kontrabass |
| Louie Bellson | Schlagzeug |







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