Herbie Hancock – Head Hunters

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Mastering Engineer
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Auf Bestellung

LabelAnalogue Productions
KatalognummerAAPJ 084-45
GenreJazz
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

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Artikelnummer: AAPJ 084-45 Kategorien: , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 2 LPs

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die zwei Platten: zwei Innenhüllen. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Ein neuer Anfang mit einem hartnäckigen Puls

Vier Stücke reichen, um eine musikalische Welt zu öffnen. Head Hunters beginnt nicht mit einer langen Erklärung, sondern mit einem Motiv, das sich festsetzt und der Band Raum gibt, ihre Möglichkeiten zu entfalten. Herbie Hancock stellte 1973 für dieses Album eine neue Gruppe zusammen. Der Funk rückte ins Zentrum, doch seine Erfahrungen als Jazzpianist und Komponist blieben Teil der Musik. Wiederholung und Improvisation werden hier zu Partnern: Ein fester Bezugspunkt erlaubt es den einzelnen Stimmen, sich in unterschiedliche Richtungen zu bewegen.

Das im Oktober 1973 bei Columbia veröffentlichte Album erreichte ein Publikum, das weit über den engeren Jazzkreis hinausging. Es kam auf Platz 13 der amerikanischen Albumcharts und fand auch im R&B-Bereich große Resonanz. Solche Zahlen erklären nicht, wie die Musik funktioniert, beschreiben aber die Reichweite dieses Schritts. Hancock musste seine musikalische Neugier nicht aufgeben, um eine unmittelbar körperliche Wirkung zu erzielen. Ein wiederkehrender Bassgedanke, eine prägnante Keyboardfigur oder ein Schlagzeugakzent können den Einstieg liefern, während sich dahinter vielschichtige Abläufe entwickeln.

Für Sammler steht Head Hunters deshalb an einer besonders interessanten Stelle in Hancocks Werk. Das Album verbindet eine klar erkennbare neue Bandidentität mit einem Blick zurück auf eigenes Material: Watermelon Man war bereits zuvor Teil seines Repertoires und erscheint hier in einer neuen Umgebung. Dazu kommen Chameleon, Sly und Vein Melter. Die vier Titel bilden kein Schaufenster voneinander unabhängiger Stilübungen. Sie zeigen verschiedene Möglichkeiten derselben Besetzung, einen gemeinsamen Puls und wechselnde Klangfarben miteinander zu verbinden.

Herbie Hancock · 1973 · historisch inspirierte Illustration
Herbie Hancock · 1973

Fünf Musiker und ein bewusst erweiterter Instrumentenkasten

Aufgenommen wurde im August und September 1973 in San Francisco, in den Wally Heider Studios und bei Different Fur Trading Co. Hancock produzierte gemeinsam mit David Rubinson. Die Credits nennen Fred Catero und Jeremy Zatkin für Wally Heider sowie Dane Butcher und John Vieira für Different Fur. Hinter der neuen Band stehen fünf Musiker: Hancock, Bennie Maupin, Paul Jackson, Harvey Mason und Bill Summers. Ihre unterschiedlichen Aufgaben sind für den Charakter des Albums wichtiger als die Vorstellung eines Keyboardsolisten mit austauschbarer Begleitung.

Hancock spielt Fender Rhodes, Hohner Clavinet D6 sowie ARP Odyssey und ARP Pro Soloist. Diese Instrumente bieten verschiedene Arten von Anschlag, Tonverlauf und Klanggestaltung. Bennie Maupins Instrumentarium umfasst unter anderem Tenor- und Sopransaxofon, Bassklarinette und Altflöte; die Albumcredits nennen außerdem Saxello. Paul Jackson steuert E-Bass und Marimbula bei, Harvey Mason das Schlagzeug. Die Aufstellung beschreibt die Farben der gesamten Platte, nicht den gleichzeitigen Einsatz aller Instrumente in jedem Stück.

Bill Summers erweitert diese Besetzung durch eine große Auswahl an Perkussionsinstrumenten, darunter Congas, Balafon, Agogô, Cabasa, Gankogui, Shekere, Surdo, Tamburin und Log Drum. Sogar eine Bierflasche steht in den Credits. Gerade hier lohnt sich Aufmerksamkeit für Klänge, die zunächst nicht wie die üblichen Bestandteile einer Jazzgruppe wirken. Die Perkussion ist nicht bloß Dekoration über einem fertigen Rhythmus. Sie kann Gliederung, Bewegung und eine zusätzliche Stimme in das Geflecht aus Bass, Schlagzeug, Keyboards und Bläsern einbringen.

Paul Jackson · um 1973 · historisch inspirierte Illustration
Paul Jackson · um 1973

Chameleon, Watermelon Man, Sly und Vein Melter

Chameleon bietet einen besonders direkten Zugang zum Album: ein wiederkehrender Ausgangspunkt und genügend Zeit, um Veränderungen innerhalb dieses Rahmens wahrzunehmen. Wer dem Stück folgt, kann die Aufmerksamkeit nacheinander auf unterschiedliche Ebenen richten. Was bleibt bestehen, während eine andere Stimme freier wird? Wo verändert ein neuer Klang die Wirkung einer bekannten Figur? Solche Fragen sind nicht als Analysepflicht gemeint. Sie beschreiben die Freude daran, dass ein unmittelbar zugängliches Stück auch nach dem ersten Wiedererkennen noch Bewegung enthält.

Watermelon Man ist mehr als die Rückkehr eines bekannten Titels. Die Idee für das Intro kam von Bill Summers. Er beschrieb später, wie er eine Flasche mit Wasser auf ein mittleres C stimmte und hineinblies; das Vorbild war eine zentralafrikanische Flötentechnik. Mehrere übereinandergelegte Stimmen machen daraus jene ungewöhnliche Einleitung. Damit erhält gerade ein vertrautes Stück einen neuen Anfang, noch bevor die bekannte Melodie einsetzt. Ein Stück in eine andere Besetzung und ein anderes rhythmisches Umfeld zu stellen, verändert seine Beziehungen von Grund auf. Die Melodie bringt ihre Geschichte mit, während Instrumentierung und Ablauf einen neuen Zusammenhang herstellen. Für eine Hancock-Sammlung ist dieser Blick auf eigenes Material besonders aufschlussreich. Das Album dokumentiert keinen Schlussstrich unter frühere Arbeit, sondern zeigt, wie ein Musiker Bekanntes als Ausgangspunkt für eine andere Richtung verwenden kann.

Mit Sly und Vein Melter wird der Bogen weitergeführt. Die Länge der Stücke lässt der Band mehr Entwicklungsraum als ein kurzer Song, zugleich bleibt die Auswahl auf vier Titel konzentriert. Es lohnt sich, das Album nicht nur über seinen berühmten Auftakt zu definieren, sondern den Weg bis zum Ende mitzugehen. Dass Head Hunters 2008 in die National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen wurde, unterstreicht seine historische Bedeutung. Der persönliche Zugang kann dennoch sehr einfach beginnen: mit einem Rhythmus, einem Klang oder einer Stimme innerhalb der Band, der man folgen möchte.

Die Doppel-LP mit 45 Umdrehungen pro Minute

Die hier angebotene Ausgabe ist AAPJ 084-45 von Analogue Productions: zwei 180-Gramm-LPs mit 45 Umdrehungen pro Minute. Sie ist von der separaten 33⅓-RPM-Ausgabe und der Hybrid-SACD zu unterscheiden. Jeder Titel erhält eine eigene Seite: Chameleon auf A, Watermelon Man auf B, Sly auf C und Vein Melter auf D. Das lange Chameleon wird also nicht geteilt. Für den Höralltag bedeutet das eine andere Aufteilung auf vier Plattenseiten und entsprechend häufigeres Wenden. Die Drehzahl ist eine konkrete Eigenschaft dieses Schnitts, kein allein ausreichender Beleg für eine Überlegenheit gegenüber jeder anderen Fassung des Albums.

Ryan K. Smith bei Sterling Sound verantwortet Mastering und Lackfolienschnitt. Die dokumentierten Auslaufrillen tragen „RKS STERLING“, passend zu dieser Zuordnung. Quality Record Pressings ist als Presswerk genannt. Die Doppel-LP kommt in einer aufklappbaren Tip-on-Hülle von Stoughton Printing mit Folienkaschierung. Diese nachvollziehbaren Angaben helfen dabei, genau die Ausgabe zu identifizieren, die hier angeboten wird. Eine ausdrücklich bestätigte Bandquelle oder vollständige AAA-Kette liegt für diese konkrete Fassung in den herangezogenen Ausgabenbelegen nicht vor; deshalb wird daraus kein zusätzliches Versprechen gemacht.

Für Liebhaber elektrischen Jazz ist das ein Album, dessen Instrumentierung ebenso interessant ist wie seine Verbindung von Wiederholung und Freiheit. Der Reiz dieser Ausgabe liegt in der klar bezeichneten 45er-Doppel-LP, dem dokumentierten Schnitt und der sorgfältigen Ausstattung. Welche Fassung im eigenen Regal den Vorzug bekommt, hängt auch vom gewünschten Format und Hörablauf ab. Im Mittelpunkt bleiben fünf Musiker, die hier eine neue gemeinsame Sprache finden. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Auch in einer anderen Ausgabe: Head Hunters

Kundenfragen: 45 oder 33⅓ RPM: Welche Ausgabe lohnt sich? · Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Herbie HancockFender Rhodes E-Piano, Hohner Clavinet D6, ARP Odyssey, ARP Pro SoloistMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bennie MaupinTenor-/Sopransaxofon, Saxello, Bassklarinette, AltflöteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Paul JacksonE-Bass, MarimbulaMitwirkung: Album-Besetzung
  • Harvey MasonSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bill SummersAgogô, Balafon, Cabasa, Congas, Gankogui, Log Drum, Shekere, Surdo, Tamburin, BierflascheMitwirkung: Album-Besetzung; Flasche: B · Watermelon Man

Die Instrumentenliste beschreibt die Besetzung des Albums. Einzelne Titelzuordnungen sind dort angegeben, wo sie dokumentiert sind.

🎧 Review video: 20 Albums to start an Audiophile Jazz Collection

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,9 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Herbie HancockFender Rhodes E-Piano, Hohner Clavinet D6, ARP Odyssey, ARP Pro SoloistMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bennie MaupinTenor-/Sopransaxofon, Saxello, Bassklarinette, AltflöteMitwirkung: Album-Besetzung
  • Paul JacksonE-Bass, MarimbulaMitwirkung: Album-Besetzung
  • Harvey MasonSchlagzeugMitwirkung: Album-Besetzung
  • Bill SummersAgogô, Balafon, Cabasa, Congas, Gankogui, Log Drum, Shekere, Surdo, Tamburin, BierflascheMitwirkung: Album-Besetzung; Flasche: B · Watermelon Man

Die Instrumentenliste beschreibt die Besetzung des Albums. Einzelne Titelzuordnungen sind dort angegeben, wo sie dokumentiert sind.


Seite A

  • A · Chameleon (15:41)

Seite B

  • B · Watermelon Man (6:29)

Seite C

  • C · Sly (10:18)

Seite D

  • D · Vein Melter (9:10)