The Genius Sings The Blues als Hybrid-Mono-SACD aus der Atlantic 75 Series, von Bernie Grundman direkt vom analogen Originalmasterband nach DSD gemastert. Zwölf Aufnahmen aus den Jahren 1952 bis 1960 am Stück – von „Early In The Mornin’“ bis „I Wonder Who“.
Zwölf Aufnahmen, acht Jahre
The Genius Sings The Blues erschien im Oktober 1961 bei Atlantic und versammelt zwölf Aufnahmen aus den Jahren 1952 bis 1960. Ray Charles war damals schon zu ABC-Paramount gewechselt, und Atlantic stellte aus dem eigenen Katalog ein Programm zusammen – mit dem Blues als rotem Faden, der verschiedene Songs und Aufnahmephasen verbindet, statt als Ergebnis einer neuen Session.
Diese Geschichte ist ein wunderbarer Zugang zur Musik. Das Album reist zwischen Momenten in Charles’ Entwicklung, und Stimme, Klavier und Begleitmusiker finden von Titel zu Titel andere Beziehungen – genau in den Jahren, in denen er Blues, Gospel, Jazz und populären Song zusammenführte.

Ein Country-Song unter lauter Blues
Sieben der zwölf Songs schrieb Charles selbst, darunter „Hard Times“, „Ray’s Blues“, „I Believe To My Soul“ und „Nobody Cares“. Daneben steht Material anderer Autoren: „Feelin’ Sad“ führt zu Guitar Slim, „Early In The Mornin’“ ins Repertoire von Louis Jordan. So hat die Sammlung mehrere Ursprünge in der amerikanischen Musik, auch wenn der Titel einen einzigen Hauptstrang nahelegt.
Hank Snows „I’m Movin’ On“ ist in dieser Gesellschaft besonders aufschlussreich: Der Song bringt Country-Repertoire in die Blues-Auswahl – noch vor Charles’ Album Modern Sounds in Country and Western Music von 1962. Wer seine Country-Phase vor allem mit diesem späteren Album verbindet, findet hier einen früheren Berührungspunkt.

Der Sänger und die antwortende Phrase
Hör in einem Original wie „I Believe To My Soul“ auf das Verhältnis zwischen Gesangsphrase und instrumentaler Antwort: Wann führt die Stimme, und wann trägt ein Instrument den Gedanken weiter? Stell dieselbe Frage dann bei „I’m Movin’ On“ – der Wechsel des Songmaterials gibt dir einen direkten Vergleich innerhalb eines Albums.
Auf Teilen der versammelten Aufnahmen spielen unter anderem Saxofonist David „Fathead“ Newman und Trompeter Marcus Belgrave, und die Besetzung wechselt über das Material hinweg. Es lohnt sich also, jeden Titel zuerst für sich zu hören – die rhythmische Platzierung, die Antworten der Begleitung, die Form einer Linie. So wird die Zusammenstellung zu einer Reise durch verschiedene Besetzungen rund um denselben Sänger und Pianisten.
Die Hybrid-Mono-SACD der Atlantic 75 Series
CAPA 047 SA ist eine Hybrid-Mono-SACD aus der Atlantic 75 Series von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Bernie Grundman sie direkt vom analogen Originalmasterband nach DSD gemastert. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc enthält die zwölf Titel in der Reihenfolge des Originalalbums.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Atlantic 75 Series
Auch in einer anderen Ausgabe: The Genius Sings The Blues
Weitere SACDs von Ray Charles: The Genius Of Ray Charles · What’d I Say · Ray Charles
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Ray Charles | Gesang, Klavier, Orgel |







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