Ein Konzert mit dem Song im Mittelpunkt
Am 18. Januar 1997 spielte Nils Lofgren im The Barns at Wolf Trap in Vienna, Virginia. Aus diesem Konzert entstand „Acoustic Live“. Der überschaubare Rahmen lenkt die Aufmerksamkeit auf einen Musiker, der vielen auch aus der Zusammenarbeit mit Neil Young und Bruce Springsteen vertraut ist. Hier stehen seine eigenen Songs und ihre Aufführung vor Publikum im Mittelpunkt.
Siebzehn Titel bilden das Programm. Bekannte Stücke wie „You“, „No Mercy“ und „Keith Don’t Go“ begegnen sechs damals neuen Songs. Ein solches Konzert ist auch eine Möglichkeit, vorhandenes Material erneut zu ordnen: Andere Nachbarschaften, ein anderer instrumentaler Rahmen und die Reaktion des Publikums verändern die Perspektive auf ein Lied, ohne dass daraus eine neue Komposition werden muss.

Mehr als „Keith Don’t Go“
„Keith Don’t Go“ hat als Vorführstück auf Hi-Fi-Veranstaltungen ein eigenes Leben entwickelt. Der Song richtet sich an Keith Richards. Wer vor allem die Gitarrenpassagen kennt, kann auf dem Album den Zusammenhang wiederfinden, in dem sie stehen: eine gesungene Nummer innerhalb eines längeren Abends. Das Stück steht an fünfter Stelle, nach „Little on Up“ und vor „Wonderland“.
Auch „Black Books“, „Believe“ und „Man in the Moon“ gehören in diesen Zusammenhang. Die Folge lädt dazu ein, Lofgren über mehrere Songs zu begleiten, statt ausschließlich auf den nächsten instrumentalen Höhepunkt zu warten. Stimme, Text und Gitarrenarbeit haben unterschiedliche Aufgaben. Gerade bei vertrauten Vorführstücken kann es überraschend sein, die Aufmerksamkeit wieder auf den Aufbau des ganzen Liedes zu richten.

Anschlag, Pause, nächste Zeile
Für einen genaueren Hörgang bietet sich das Verhältnis zwischen Gesang und Instrument an. Achte darauf, wann die Gitarre einen Gesangseinsatz vorbereitet, eine Pause nutzt oder nach einer Zeile übernimmt. Der Wechsel zwischen Akkordbegleitung und einzelnen Figuren lässt sich auch ohne technische Fachbegriffe verfolgen. Ebenso interessant ist, wie ein Stück nach einer ausgedehnteren Passage zum Song zurückfindet.
Das Liveformat gibt diesen Übergängen einen zeitlichen Zusammenhang. Publikum und Aufführung gehören zum Dokument; es handelt sich nicht um eine Reihe voneinander unabhängig produzierter Studiotitel. Die siebzehn Stücke machen den Abend in einer größeren Spannweite erfahrbar. Wer Lofgren bisher hauptsächlich als Gitarristen anderer Künstler wahrgenommen hat, findet hier einen konkreten Einstieg in sein eigenes Repertoire.
Diese Ausgabe
AAPP 090 von Analogue Productions enthält zwei 180-Gramm-LPs mit 33⅓ RPM. Ryan K. Smith bei Sterling Sound verantwortet das Remastering; Galvanik und Pressung stammen von QRP, die Tip-On-Klapphülle von Stoughton. Die Originalaufnahme ist digital mit 44,1 kHz und 16 Bit entstanden. Diese Doppel-LP enthält alle siebzehn Titel; sie ist von der separaten 45-RPM-Ausgabe auf vier LPs zu unterscheiden.
Michael 45 führt die Ware in Deutschland und versendet aus Hilden, sodass Kunden in Deutschland und der EU bestellen können, ohne einen eigenen US-Import zu organisieren oder auf die Zollabfertigung zu warten.
Auch als SACD: Acoustic Live
Auch als LP mit 45 RPM: Acoustic Live
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Nils Lofgren | Mitwirkung; Instrument offen |
| Tom Lofgren | Mitwirkung; Instrument offen |
| Paul Bell | Mitwirkung; Instrument offen |
| Michael Lofgren | Gast; Instrument offen |
| Mark Lofgren | Gast; Instrument offen |
Die Begleiter sind auf der Künstlerseite genannt; ihre Instrumente und Titelanteile bleiben offen.







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