Charles Mingus – Blues & Roots

77,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Cohearent Audio
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Nur noch wenige

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LabelAnalogue Productions (Atlantic 75 Series)
KatalognummerAAPA 001-45
GenreJazz
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 2 LPs

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die zwei Platten: zwei Innenhüllen. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Der Blues als Ausgangspunkt einer größeren Welt

Charles Mingus lässt sich auf Blues & Roots auf eine scheinbar einfache Aufgabe ein: ein Album, das seine Musik deutlich mit dem Blues verbindet. Produzent Nesuhi Ertegun hatte ihn zu diesem Projekt ermutigt. Doch bei Mingus bedeutet eine Rückkehr zu den Wurzeln keine Verengung auf eine einzige Form oder Stimmung. Die sechs Kompositionen können gemeinschaftlich drängen, eine einzelne Stimme herausstellen, mit Wiederholung arbeiten und mehrere Linien gegeneinanderführen. Der Blues wird zu einem Ausgangspunkt, von dem aus eine ganze musikalische Umgebung sichtbar wird.

Die Aufnahmen entstehen am 4. Februar 1959 in New York. Nesuhi Ertegun produziert, Tom Dowd ist als Toningenieur kreditiert; das Album erscheint 1960 bei Atlantic. Mingus spielt Kontrabass, schreibt sämtliche Stücke und führt eine ungewöhnlich farbenreiche Besetzung. Zwei Altsaxofone, ein Tenor, ein Bariton und zwei Posaunen treffen auf Klavier, Bass und Schlagzeug. Das sind neun gleichzeitig besetzte Instrumentenplätze, mit einem Wechsel am Klavier innerhalb des Programms. Zehn Musiker sind deshalb insgesamt beteiligt, ohne dass daraus ein durchgehend zehnköpfiges Ensemble wird.

Diese genaue Unterscheidung passt zu einer Musik, die ihren Charakter aus dem Zusammenwirken verschiedener Stimmen gewinnt. Die Bläser werden nicht einfach zu einer anonymen Wand zusammengeschoben. Unterschiedliche Register, Ansprachen und musikalische Persönlichkeiten können sich stützen oder aneinanderreiben. Mingus braucht dafür keine Trompete: Die sechs Bläserplätze sind vollständig mit Saxofonen und Posaunen besetzt. Gerade diese Mischung gibt dem Album eine eigene instrumentale Identität. Wer beim Hören verfolgt, welche Stimme eine Figur übernimmt und welche sie beantwortet, findet einen unmittelbaren Zugang zu den Arrangements.

Charles Mingus · 1959 · historisch inspirierte Illustration
Charles Mingus · 1959

Prayer Meeting, Moanin‘ und die Stimmen des Ensembles

Wednesday Night Prayer Meeting setzt an den Anfang einen Titel, der den Bezug zu gemeinschaftlichem musikalischem Ausdruck bereits im Namen trägt. Hier lohnt es sich, auf das Verhältnis zwischen wiederkehrenden Figuren und individuellen Einwürfen zu achten. Mingus denkt nicht ausschließlich in der Abfolge Thema, Solo, nächstes Solo. Das Ensemble kann selbst zum handelnden Gegenüber werden. Danach führt Cryin‘ Blues in eine andere Gewichtung desselben großen Themenfelds. Dass beide Stücke auf der ersten Seite dieser 45er-Ausgabe stehen, gibt dem Beginn eine klar umrissene Gestalt.

Moanin‘ erhält die zweite Plattenseite für sich. Es ist Mingus‘ eigene Komposition und nicht das gleichnamige Stück von Bobby Timmons. Pepper Adams‘ Baritonsaxofon ist ein wichtiger Bezugspunkt für die besondere Farbe dieser Aufnahme. Das tiefe Saxofonregister unterscheidet sich deutlich von den beiden Altstimmen und Booker Ervins Tenor. Es geht dabei nicht nur um Tonhöhe: Auch die Art, eine Phrase anzusetzen und eine wiederkehrende Figur zu gewichten, trägt zum Charakter bei. Die größere Besetzung bietet deshalb mehr als zusätzliche Lautstärke.

Auf der dritten Seite folgen Tensions und My Jelly Roll Soul. Schon die Gegenüberstellung der Titel weist auf unterschiedliche Blickrichtungen innerhalb des Programms. Mit E’s Flat Ah’s Flat Too endet das Album auf der vierten Seite. Alle sechs Stücke stammen von Mingus, doch das Programm verlangt keine einzige gleichbleibende Haltung von seiner Band. Für Sammler, die den Komponisten bereits von anderen Aufnahmen kennen, ist das besonders reizvoll: Blues & Roots stellt eine bestimmte Seite seiner musikalischen Welt heraus, ohne sie als vollständige Erklärung seines Schaffens auszugeben.

Booker Ervin · 1959 · historisch inspirierte Illustration
Booker Ervin · 1959

Zehn Namen, neun Plätze und ein wichtiger Klavierwechsel

Die beiden Altsaxofonisten heißen John Handy und Jackie McLean. Booker Ervin spielt Tenorsaxofon, Pepper Adams Baritonsaxofon. Jimmy Knepper und Willie Dennis besetzen die beiden Posaunenstimmen. Mit Mingus am Bass und Dannie Richmond am Schlagzeug entsteht ein Ensemble, dessen Register sorgfältig auseinanderzuhalten sind. Ein Altsaxofon ist hier kein verkleinertes Tenor-Etikett, und das Bariton übernimmt nicht einfach dieselbe Aufgabe eine Oktave tiefer. Die unterschiedlichen Stimmen sind Teil der kompositorischen Möglichkeiten dieses Albums.

Am Klavier spielt Horace Parlan auf den ersten fünf Titeln: Wednesday Night Prayer Meeting, Cryin‘ Blues, Moanin‘, Tensions und My Jelly Roll Soul. Mal Waldron übernimmt ausschließlich E’s Flat Ah’s Flat Too. Die Namen dürfen deshalb nicht als zwei auf sämtlichen Stücken gleichzeitig beteiligte Pianisten erscheinen. Dieser einzelne Wechsel erklärt zugleich, warum eine vollständige Musikerliste zehn Personen enthält. In den Credits dieser Ausgabe bleibt die Zuordnung zu den Seiten und Titeln sichtbar, statt in einer undifferenzierten Albumzeile zu verschwinden.

Richmond und Mingus verbinden die Bläser mit einem beweglichen rhythmischen Fundament. Ein lohnender Hörzugang besteht darin, die Aufmerksamkeit zeitweise von den hervortretenden Bläserstimmen auf Bass und Schlagzeug zu lenken: Was hält eine wiederkehrende Figur zusammen, und wodurch gewinnt ein Einsatz neue Energie? Danach lässt sich das Zusammenspiel der Register anders verfolgen. Solche Wechsel der Perspektive machen die Aufnahme für wiederholtes Hören ergiebig. Man muss sie weder auf einen einzigen berühmten Titel reduzieren noch jeden Moment analytisch zerlegen. Die Besetzung bietet eine Orientierung, mit der die Musik ihre unmittelbare Wirkung behalten kann und zugleich an Tiefe gewinnt.

Atlantic 75: zwei LPs mit 45 Umdrehungen

Angeboten wird AAPA 001-45, die Stereo-Doppel-LP von Analogue Productions aus der Atlantic 75 Series. Die beiden 180-Gramm-Schallplatten laufen mit 45 Umdrehungen pro Minute. Kevin Gray bei Cohearent Audio ist für Mastering und Lackschnitt kreditiert. Der Herausgeber nennt das originale analoge Band als Quelle. Die Ausstattung umfasst eine von Stoughton Printing gefertigte Tip-on-Klapphülle. Diese Angaben betreffen die konkrete LP-Ausgabe; die Hybrid-SACD desselben Albums ist ein eigenständiges Produkt mit anderen technischen Merkmalen.

Die Seitenaufteilung lautet: A enthält Wednesday Night Prayer Meeting und Cryin‘ Blues, B ausschließlich Moanin‘, C Tensions und My Jelly Roll Soul, D ausschließlich E’s Flat Ah’s Flat Too. Das Albumprogramm wird damit auf vier Seiten verteilt. Die höhere Drehzahl und kürzeren Seiten geben dem Schnitt andere räumliche Bedingungen als eine übliche einzelne 33⅓-LP. Daraus folgt jedoch kein pauschales Klangurteil: Für den praktischen Hörablauf bedeutet diese Ausgabe auch häufigeres Seitenwechseln und die richtige Drehzahleinstellung am Plattenspieler.

Für die Reihe waren die ersten 2.000 Exemplare nummeriert und bei Quality Record Pressings gefertigt; unnummerierte Exemplare können von QRP oder RTI stammen. Ohne Prüfung des einzelnen Lagerexemplars wird hier weder eine Nummerierung noch eines der beiden Presswerke für dein konkretes Exemplar zugesichert. Entscheidend sind die klar bezeichnete Atlantic-75-Ausgabe, Kevin Grays Arbeit und das vollständige sechs Titel umfassende Programm. So lässt sich diese Veröffentlichung gezielt in eine Mingus-Sammlung einordnen. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

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Kundenfragen: Atlantic 75: welche Titel lohnen sich? · Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Charles MingusKontrabass, Komposition, BandleitungMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Dannie RichmondSchlagzeugMitwirkung: Alle 6 Titel
  • John HandyAltsaxofonMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Jackie McLeanAltsaxofonMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Booker ErvinTenorsaxofonMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Pepper AdamsBaritonsaxofonMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Jimmy KnepperPosauneMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Willie DennisPosauneMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Horace ParlanKlavierMitwirkung: A1 · A2 · B1 · C1 · C2
  • Mal WaldronKlavierMitwirkung: D1

Titelnummern und Seitenangaben beziehen sich auf die Tracklist dieser Ausgabe.

So hört Michael diese Ausgabe

Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst

Bei der Atlantic-75-Ausgabe bleiben für Michael selbst im dichten, lebhaften Zusammenspiel die einzelnen Musiker klar auf der Bühne verortet. Er hört viele feine Details, ohne dass das musikalische Geschehen unübersichtlich wird. Das ist sein erster Höreindruck dieser Ausgabe, kein direkter Vergleich mit einer anderen Pressung.

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Charles MingusKontrabass, Komposition, BandleitungMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Dannie RichmondSchlagzeugMitwirkung: Alle 6 Titel
  • John HandyAltsaxofonMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Jackie McLeanAltsaxofonMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Booker ErvinTenorsaxofonMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Pepper AdamsBaritonsaxofonMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Jimmy KnepperPosauneMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Willie DennisPosauneMitwirkung: Alle 6 Titel
  • Horace ParlanKlavierMitwirkung: A1 · A2 · B1 · C1 · C2
  • Mal WaldronKlavierMitwirkung: D1

Titelnummern und Seitenangaben beziehen sich auf die Tracklist dieser Ausgabe.


Seite A

  • A1 · Wednesday Night Prayer Meeting (5:39)
  • A2 · Cryin‘ Blues (4:58)

Seite B

  • B1 · Moanin‘ (7:57)

Seite C

  • C1 · Tensions (6:27)
  • C2 · My Jelly Roll Soul (6:47)

Seite D

  • D1 · E’s Flat Ah’s Flat Too (6:37)