Bill Evans Trio – Moon Beams

82,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
AcousTech Mastering
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Rein analog (AAA)
Gewicht
180 Gramm
Genre
Jazz

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LabelAnalogue Productions (Fantasy)
KatalognummerAJAZ 9428
GenreJazz
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

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Artikelnummer: AJAZ 9428 Kategorien: , , , ,

Eine Ballade darf sich Zeit nehmen

Moon Beams verlangt keine große Geste, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Bill Evans nimmt eine Melodie auf, lässt ihre Kontur erkennbar und verändert doch die Art, wie wir ihr folgen. Eine harmonische Wendung bekommt mehr Raum, eine kleine Verzögerung macht aus einer vertrauten Phrase eine Frage. Die Ruhe dieser Musik ist nicht mit Ereignislosigkeit zu verwechseln. Gerade weil nicht ständig etwas Neues in den Vordergrund drängt, werden die Entscheidungen innerhalb einer Linie hörbar.

Die Aufnahmen entstanden im Mai und Juni 1962 in New York, mit Chuck Israels am Bass und Paul Motian am Schlagzeug. Nach Scott LaFaros Tod war dies eine neue Konstellation für Evans. Israels musste dabei nicht die Spielweise seines Vorgängers reproduzieren. Seine eigene Art, eine Linie zu führen und harmonische Bewegung zu stützen, gehört zur Identität dieses Trios – und zu dem, was Moon Beams von den Aufnahmen des Jahres 1961 unterscheidet.

Bill Evans am Klavier zur Zeit von Moon Beams, 1962
Bill Evans

Zwei Platten aus einem größeren Gespräch

Die Sessions lieferten auch Material für How My Heart Sings! Produzent Orrin Keepnews trennte die stärker balladenorientierten Aufnahmen von den bewegteren Stücken. Moon Beams verdankt seinen ausgeprägten Charakter also nicht nur der Stimmung einzelner Takes, sondern auch einer bewussten Albumdramaturgie. Die langsamen Tempi stehen miteinander in Beziehung und ergeben über beide ursprünglichen Plattenseiten hinweg einen eigenen Lesefluss.

Deshalb greift es zu kurz, die gesamte LP ausschließlich als Trauerarbeit zu beschreiben. Der biografische Hintergrund ist wichtig, doch die Musiker beschäftigten sich zugleich mit Repertoire, Formen und unterschiedlichen Ausdrucksmöglichkeiten. Dass aus denselben Sessions ein lebhafteres Schwesteralbum hervorging, macht das besonders anschaulich. Moon Beams ist eine Auswahl innerhalb dieser Arbeit, nicht die vollständige Beschreibung einer seelischen Verfassung.

Kontrabasshals, Schlagzeugbesen und Klaviertasten
Bass und Besen

Zwei eigene Stücke als Rahmen

Am Anfang steht „Re: Person I Knew“, dessen ungewöhnlicher Titel ein Anagramm von Orrin Keepnews ist. Das kleine Wortspiel würdigt den Produzenten, ohne dass die Musik dazu eine Erklärung benötigt. Für Evans wurde die Komposition ein wiederkehrender Teil seines Repertoires. Hier eröffnet sie ein Album, das zwischen sehr persönlichen melodischen Gedanken und bekannten Songs einen natürlichen Zusammenhang herstellt.

„Very Early“ stammt ebenfalls von Evans und geht bereits auf seine Studienzeit zurück. Die beiden Eigenkompositionen umgeben Material wie „Polka Dots and Moonbeams“, „I Fall in Love Too Easily“ und „If You Could See Me Now“. Interessant ist der Abstand zwischen dem Alter einer Komposition und ihrer jeweiligen Ausführung: Ein frühes eigenes Stück und ein über Jahre gespielter Standard können in diesem Ensemble gleichermaßen gegenwärtig wirken.

Melodie, Basslinie und die Kunst des Weglassens

Bei einer Balladenplatte lohnt es sich, nicht ausschließlich dem Solisten zu folgen. Israels’ Bass verbindet die harmonischen Stationen, während Motian mit kleinen Bewegungen die Zeit fühlbar hält. Beide müssen nicht dauernd präsent sein, um die Musik zu prägen. Gerade die zurückgenommenen Beiträge bestimmen, wie frei Evans eine Phrase auslegen kann, ohne den gemeinsamen Zusammenhang zu verlieren.

„It Might as Well Be Spring“ oder „Stairway to the Stars“ lassen sich zunächst einfach als Songs genießen. Beim erneuten Hören öffnen sich andere Ebenen: die Distanz zwischen Melodie und Begleitung, das Gewicht eines Basstons, die Länge eines Ausklangs. Moon Beams ist deshalb nicht bloß eine Platte für den späten Abend. Sie eignet sich ebenso für jene konzentrierten Minuten, in denen man nachvollziehen möchte, wie drei Musiker mit wenigen Mitteln eine Form gemeinsam tragen – und wie viel Ausdruck in einer scheinbar beiläufigen Wendung stecken kann.

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Beteiligte Musiker

Besetzung anhand der Albumquellen abgeglichen.

  • Bill EvansKlavier
  • Chuck IsraelsBass
  • Paul MotianSchlagzeug

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Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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  • Bill EvansKlavier
  • Chuck IsraelsBass
  • Paul MotianSchlagzeug

1. Re: Person I Knew
2. Polka Dots And Moonbeams
3. I Fall In Love Too Easily
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6. It Might As Well Be Spring
7. In Love In Vain
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