Swing’s The Thing als Hybrid-Mono-SACD aus der Verve-Reihe von Analogue Productions: Illinois Jacquet mit Roy Eldridge, Jimmy Jones, Herb Ellis, Ray Brown und Jo Jones, aufgenommen im Oktober 1956. Alle sechs Stücke laufen am Stück – von „Las Vegas Blues“ bis „Lullaby of the Leaves“.
Mehr als das berühmte Solo
Illinois Jacquet war neunzehn, als sein Tenorsolo in Lionel Hamptons „Flying Home“ 1942 zu seinem Markenzeichen wurde. Vierzehn Jahre später stellt ihn Swing’s The Thing in einen anderen Rahmen: sechs Musiker, sechs Stücke und genug Raum, um neben dem Bandleader auch den Begleitern zu folgen. Jacquet führt – doch er ist längst nicht der einzige mit einer eigenen Geschichte.
Norman Granz stellte dieses Sextett am 16. Oktober 1956 in den Radio Recorders in Hollywood zusammen: Roy Eldridge an der Trompete, Jimmy Jones am Klavier, Herb Ellis an der Gitarre, Ray Brown am Bass und Jo Jones am Schlagzeug. Jacquets Verbindung zu Granz reichte bis zum allerersten Jazz-at-the-Philharmonic-Konzert 1944 zurück – ein Band zwischen Konzertbühne und Studio, das hinter diesem ursprünglich im Clef-Katalog erschienenen Album steht.

Ein Stück namens „Achtung“
Die Eröffnungskomposition stammt vom Trompeter: Eldridge schrieb „Las Vegas Blues“. Später folgt Jacquets eigenes „Achtung“, dessen deutscher Titel ein überraschendes Detail in dieser amerikanischen Session ist, während Standards wie „Harlem Nocturne“ und „Can’t We Be Friends?“ weitere Zugänge bieten. Vertraute Songs und Eigenkompositionen stehen nebeneinander, ohne in eine einzige Erzählung gezwängt zu werden.
Diese Vielfalt macht es lohnend, den Bläsern als Partnern zu folgen, statt nur auf ihre Soli zu warten. Achte darauf, wann Eldridge eine Tenorphrase beantwortet, wann einer von beiden eine Lücke lässt und wie die Begleitung den nächsten Einsatz vorbereitet. Mit nur sechs Musikern lassen sich diese Wechsel leicht verfolgen – und die Melodie bleibt auch beim ersten Hören ein guter Wegweiser.

Sechs Musiker teilen sich den Puls
Eldridge half, die Trompetensprache des Swing mit dem modernen Jazz danach zu verbinden. Hier spielt er in einer Band, in der Klavier und Gitarre begleiten können: Jimmy Jones und Herb Ellis besetzen verschiedene Register und Rollen, während Ray Brown und Jo Jones – der lange mit dem Orchester von Count Basie verbundene Schlagzeuger – das rhythmische Fundament legen.
„Have You Met Miss Jones?“ und „Lullaby of the Leaves“ sind ideale Stellen für ein zweites Hören. Folge der Gitarre statt dem Tenor, dann dem Bass: Aus einer eindrucksvollen Besetzungsliste werden einzelne Entscheidungen – wer eine Phrase stützt, wer Raum lässt, wer sie weiterträgt. Sechs Aufnahmen mit vielen Wegen in Jacquets Musik.
Die Hybrid-Mono-SACD von Analogue Productions
CVRJ 8023 SA ist eine Hybrid-Mono-SACD von Analogue Productions (Verve). Laut Herausgeber hat George Marino sie bei Sterling Sound von den Originalmasterbändern gemastert; die DSD-Fassung entstand aus einer PCM-Überspielung, für die Marino nach einem Vergleich mehrerer Wandler einen George-Massenburg-GML-Wandler mit 20 Bit wählte. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc enthält die sechs Stücke des Originalalbums.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Auch in einer anderen Ausgabe: Swing’s The Thing
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Illinois Jacquet | Tenorsaxofon |
| Roy Eldridge | Trompete |
| Jimmy Jones | Klavier |
| Herb Ellis | Gitarre |
| Ray Brown | Bass |
| Jo Jones | Schlagzeug |







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