Bill Evans Trio – Explorations

82,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
AcousTech Mastering
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Rein analog (AAA)
Gewicht
180 Gramm
Genre
Jazz

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LabelAnalogue Productions (Fantasy)
KatalognummerAJAZ 9351
GenreJazz
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

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Artikelnummer: AJAZ 9351 Kategorien: , , , ,

Drei Musiker, drei gleichberechtigte Gedanken

Bei Explorations lohnt es sich, den Blick für einen Moment vom Klavier zu nehmen. Scott LaFaros Bass ist weit mehr als ein Fundament unter Bill Evans’ Akkorden; Paul Motians Schlagzeug tut mehr, als einen gleichmäßigen Rahmen bereitzustellen. Die Musik lebt davon, dass alle drei aufeinander reagieren. Eine Linie kann vom Klavier ausgehen und im Bass weitergedacht werden, während das Schlagzeug ihre Richtung mit einer kleinen Akzentverschiebung verändert. Der Zusammenhang bleibt klar, auch wenn niemand die anderen einfach verdoppelt.

Aufgenommen am 2. Februar 1961 in den New Yorker Bell Sound Studios, gehört Explorations zur kurzen gemeinsamen Studiogeschichte dieses Trios. Orrin Keepnews produzierte, Bill Stoddard betreute die Aufnahme. Wenige Monate später folgten die berühmten Mitschnitte im Village Vanguard. Das Studioalbum ist deshalb mehr als ein Vorlauf zu jenen Liveplatten: Es zeigt dieselbe musikalische Idee in konzentrierten, sorgfältig proportionierten Darstellungen.

Bill Evans mit Brille am Klavier, um 1961
Bill Evans

Ein Repertoire mit überraschenden Verbindungen

„Israel“ stammt von John Carisi und war bereits im Umfeld von Miles Davis’ Birth-of-the-Cool-Aufnahmen zu hören gewesen. Evans, LaFaro und Motian übertragen das Stück in ein Ensemble, in dem keine Bläserstimmen verteilt werden müssen. Bass und Klavier können ihre Rollen fortlaufend verändern. So wird aus einer bekannten Komposition nicht bloß eine kleinere Besetzung, sondern ein anderer Blick auf ihre Beweglichkeit.

Auch „Nardis“ ist mit Miles Davis verbunden, der als Komponist geführt wird. Für Evans entwickelte es sich zu einem Stück, auf das er immer wieder zurückkam. Hier lässt sich ein früher Punkt dieser langen Beziehung entdecken. Daneben steht „Elsa“ von Earl Zindars, dessen Musik einen eigenen Platz in Evans’ Repertoire fand. Solche Stücke geben dem Album Kontur jenseits einer beliebig zusammengestellten Sammlung vertrauter Standards.

Hände an Kontrabass, Klavier und Schlagzeugbesen
Drei Stimmen

Was der Bass zwischen den Akkorden erzählt

LaFaros Spiel ist besonders aufschlussreich, wenn man nicht nur auf seine solistischen Momente wartet. Interessant sind die Wege zwischen den harmonischen Eckpunkten und die Freiheiten, die er sich innerhalb des gemeinsamen Pulses nimmt. Evans muss dadurch nicht ständig die gesamte Harmonie erklären. Er kann einzelne Farben setzen, eine Phrase verkürzen oder eine melodische Bewegung offenlassen, weil neben ihm jemand mitdenkt.

Motian hält dieses Gespräch zusammen, ohne jede Bewegung ausdrücklich zu markieren. Die Beziehung zwischen Bass und Schlagzeug lässt sich eher als flexible Verständigung denn als starre Begleitmaschine hören. Bei langsameren Stücken tritt das besonders deutlich hervor: Stille wird zu einem gemeinsamen Material. Ein ausklingender Klavierton bleibt nicht einfach allein zurück; sein Platz im Ablauf wird von den beiden anderen Musikern mitgetragen.

Nicht nur für die großen Namen im Jazzregal

„Haunted Heart“, „Beautiful Love“ und Irving Berlins „How Deep Is the Ocean?“ bieten zugängliche melodische Anker. Man kann den Songs folgen und zugleich beobachten, wie sich ihre Umgebung verändert. Das ist eine der besonderen Qualitäten dieser Musik: Ihre Raffinesse setzt nicht voraus, dass man Akkordbezeichnungen mitlesen kann. Sie wird im Verhältnis zwischen einer Melodie und den Reaktionen um sie herum erfahrbar.

Explorations war die letzte Studio-LP von Evans, LaFaro und Motian vor LaFaros Tod im Juli 1961. Dieses Wissen gibt dem Album historisches Gewicht, sollte aber nicht jede Passage in eine Vorahnung verwandeln. Die Aufnahmen dokumentieren drei lebendige, erfinderische Musiker, die Möglichkeiten ausprobieren. Gerade wenn man sich von der späteren Tragödie löst und ihren Entscheidungen im Augenblick folgt, wird deutlich, warum dieses Trio die Vorstellung vom Zusammenspiel in einer kleinen Jazzgruppe so nachhaltig erweitert hat.

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Beteiligte Musiker

Besetzung anhand der Albumquellen abgeglichen.

  • Bill EvansKlavier
  • Scott LaFaroBass
  • Paul MotianSchlagzeug

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Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Besetzung anhand der Albumquellen abgeglichen.

  • Bill EvansKlavier
  • Scott LaFaroBass
  • Paul MotianSchlagzeug

1. Israel
2. Haunted Heart
3. Beautiful Love
4. Elsa
5. Nardis
6. How Deep Is the Ocean?
7. I Wish I Knew
8. Sweet and Lovely
9. The Boy Next Door