Ella Fitzgerald – Clap Hands, Here Comes Charlie!

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Nur noch wenige

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LabelVerve (Acoustic Sounds Series)
KatalognummerAVER 898678
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AVER 898678 Kategorien: , , ,

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Eine große Sängerin im Maßstab einer kleinen Gruppe

Clap Hands, Here Comes Charlie! stellt Ella Fitzgerald in einen Rahmen, der ihre musikalischen Entscheidungen unmittelbar zugänglich macht. Zu ihrer Stimme kommen Lou Levy am Klavier, Herb Ellis an der Gitarre, Joe Mondragon am Kontrabass und Gus Johnson am Schlagzeug. Vier Begleiter, vierzehn Songs: Das Album bietet eine überschaubare Begegnung mit einem umfangreichen Repertoire. Wer Fitzgeralds große Songbook-Aufnahmen kennt, findet hier eine andere Art von Konzentration. Die Stimme bewegt sich innerhalb einer kleinen Jazzgruppe; zwischen einer Textzeile und einer instrumentalen Antwort liegt weniger orchestrale Vermittlung. Das macht schon die Besetzung zu einer Einladung, auf Einzelheiten zu achten.

Die vierzehn Aufnahmen dieser LP entstanden am 22. und 23. Juni 1961 in Los Angeles, produziert von Norman Granz. Das Album erschien im selben Jahr bei Verve. Seine Geschlossenheit liegt auch in diesem gemeinsamen Entstehungsrahmen. Die Musiker arbeiten mit einer gleichbleibenden kleinen Besetzung an Songs, die unterschiedliche Anforderungen stellen: melodische Bögen, rhythmische Beweglichkeit, pointierte Sprache und die Fähigkeit, einem kurzen Stück Gewicht zu geben. Der heitere Albumtitel verspricht dabei nur einen Teil des Programms. Neben schwungvollen Nummern stehen Lieder, deren Welt von Erinnerung, Verletzlichkeit und enttäuschter Erwartung geprägt ist.

Gerade dieser Wechsel macht das Album für eine Sammlung interessant. Es ist keine Auswahl, in der jeder Titel dieselbe Funktion erfüllen muss. Fitzgerald begegnet unterschiedlichen Stoffen, während das Quartett einen gemeinsamen musikalischen Maßstab bewahrt. Du kannst bekannte Songs wiederfinden und zugleich verfolgen, wie verschieden eine Stimme eine Melodie bewohnen kann. Ein Text, der auf dem Papier knapp wirkt, kann durch seine Phrasierung einen größeren Raum gewinnen. Eine bewegte Nummer wiederum braucht nicht allein Tempo, sondern ein verlässliches Gefühl dafür, wann ein Wort sitzt. Die kleine Gruppe lässt diese Zusammenhänge ohne großen erklärenden Überbau hervortreten.

Ella Fitzgerald · freie Illustration nach einer Porträtvorlage von 1957 · historisch inspirierte Illustration
Ella Fitzgerald · freie Illustration nach einer Porträtvorlage von 1957

Von Night in Tunisia bis zum langen Blick auf den Frühling

Mit Night in Tunisia beginnt die erste Seite bei einem Stück, das eng mit der instrumentalen Jazzsprache verbunden ist. Danach folgen You’re My Thrill, My Reverie und Stella by Starlight. Schon diese ersten vier Titel zeigen, wie weit die Auswahl reicht: verschiedene Melodietypen und Textwelten, zusammengeführt durch dieselbe Sängerin und dieselben Begleiter. Ein hilfreicher Zugang ist, die Übergänge zwischen den Songs mitzuhören. Was verändert sich an der Aufmerksamkeit, wenn nach einer beweglichen musikalischen Form eine Melodie mit einem anderen Spannungsbogen folgt? Die Reihenfolge gibt solchen Kontrasten einen natürlichen Platz.

‚Round Midnite, Jersey Bounce und Signing Off vervollständigen Seite A. Auf Seite B stehen zunächst Cry Me a River, This Year’s Kisses, Good Morning Heartache und (I Was) Born to Be Blue. Die unterschiedlichen Titel sprechen von Nähe, Erinnerung und den Nachwirkungen einer Beziehung. Fitzgeralds Aufgabe liegt darin, daraus einzelne Geschichten zu machen. Du kannst einmal darauf achten, wie ein Satz beginnt und wo er endet, statt nur einer besonders eindrucksvollen Note zu folgen. Gerade bei Liedern, die man aus anderen Interpretationen kennt, kann dieser Blick auf die Sprache eine neue Beziehung zur vertrauten Melodie eröffnen.

Der Titelsong Clap Hands, Here Comes Charlie! führt zu Spring Can Really Hang You Up the Most, bevor Music Goes ‚Round and ‚Round das Album beschließt. Spring hat mit gut sechs Minuten besonders viel Raum innerhalb dieser Folge meist kürzerer Stücke. Der Song von Fran Landesman und Tommy Wolf bietet eine andere Sicht auf eine Jahreszeit, die gewöhnlich als Versprechen von Aufbruch erscheint. Seine Position kurz vor dem Ende macht ihn zu einem markanten Zielpunkt des Programms. Danach kehrt der Blick zur Bewegung der Musik selbst zurück. Vierzehn Titel werden so zu einem Album mit Wechseln und Beziehungen, nicht lediglich zu einer langen Liste bekannter Standards.

Herb Ellis · Gitarre · spätere, undatierte Porträtvorlage; keine Darstellung der Session von 1961 · historisch inspirierte Illustration
Herb Ellis · Gitarre · spätere, undatierte Porträtvorlage; keine Darstellung der Session von 1961

Lou Levy, Herb Ellis, Joe Mondragon und Gus Johnson

Lou Levys Klavier und Herb Ellis‘ Gitarre geben der Sängerin zwei harmonische Partner. Beide Instrumente können mit wenigen Tönen eine Richtung markieren oder eine Linie weiterführen. Gerade ihre Kombination eröffnet eine schöne Hörperspektive: Achte darauf, wie sich die Begleitung um die Stimme organisiert und welche Wirkung eine kurze Antwort zwischen zwei gesungenen Zeilen haben kann. Begleiten verlangt in dieser Besetzung Aufmerksamkeit für den Text ebenso wie für den musikalischen Ablauf. Die Stimme soll Platz behalten, während die Gruppe eine eigene Gegenwart entwickelt. Das Verhältnis zwischen diesen Aufgaben gehört zum besonderen Reiz einer solchen Aufnahme.

Joe Mondragon ist der Bassist der vierzehn LP-Titel, Gus Johnson der Schlagzeuger. Zusammen geben sie dem Quartett seine tiefere und rhythmische Ebene. Ein erneutes Hören kann gerade hier beginnen: Wie bleibt die Bewegung eines Songs erfahrbar, wenn die Stimme eine Phrase länger auskostet? Wie führt die Gruppe von einer Zeile zur nächsten, ohne den Text zu bedrängen? Solche Fragen lenken den Blick auf die Begleiter als mitgestaltende Musiker. Die vier Namen sind keine bloße Ergänzung unter dem Namen einer berühmten Sängerin. Sie beschreiben die konkrete Gruppe, mit der diese Interpretationen ihre Form fanden.

Für die Einordnung der Ausgabe ist diese Besetzung wichtig. Erweiterte Fassungen des Albums enthalten weitere Aufnahmen vom Januar 1961 aus New York, auf denen Wilfred Middlebrooks als Bassist genannt wird. Diese zusätzlichen Titel gehören nicht zum hier vorliegenden Vinylprogramm. Die LP bleibt bei den vierzehn Juni-Aufnahmen mit Mondragon. Damit erhältst du eine klar umrissene Albumsituation und kannst die Musikerangaben unmittelbar auf die enthaltene Musik beziehen. Das ist auch beim Sammeln verschiedener Fassungen hilfreich: Ein gemeinsamer Albumtitel bedeutet nicht immer denselben Umfang. Hier lässt sich der musikalische Zusammenhang ohne die später hinzugefügten Stücke erleben.

Bernie Grundmans Mastering und das Verve-Klappcover

Die Ausgabe AVER 898678 gehört zur Verve Acoustic Sounds Series. Sie bietet das Album auf einer 180-Gramm-Stereo-LP mit 33⅓ U/min, gepresst bei Quality Record Pressings. Laut Herausgeber stammt das Mastering von Bernie Grundman aus den analogen Originalbändern. Die Ausgabendokumentation nennt ebenfalls Grundman für den Lackschnitt. Das Tip-on-Klappcover von Stoughton Printing gibt der Wiederveröffentlichung eine sorgfältige physische Form. Diese konkreten Angaben kennzeichnen die angebotene Pressung; sie ersetzen keine persönliche Hörbeurteilung und werden nicht zu einem allgemeinen Versprechen über sämtliche früheren oder späteren Fassungen erweitert.

Auch die Hülle besitzt eine eigene Geschichte. Ihr Bild geht auf Jean Dubuffets Gemälde Tête d’une femme von 1948 zurück; die ursprünglichen Begleittexte stammen von Benny Green, dem britischen Jazzautor. Er ist hier kein Mitglied des Quartetts. Die dokumentierte Wiederauflage verwendet Metallteile einer früheren Ausgabe, weshalb das Veröffentlichungsjahr dieser Pressung nicht mit dem Entstehungsjahr eines neuen Schnitts gleichgesetzt werden sollte. Für den Umgang mit der Platte bleibt die Form einfach: sieben Titel pro Seite, eine Unterbrechung zwischen Signing Off und Cry Me a River, das vollständige ursprüngliche LP-Programm.

Damit bietet Clap Hands, Here Comes Charlie! einen zugleich zugänglichen und ergiebigen Platz im Fitzgerald-Regal. Die Auswahl verbindet unterschiedliche Songwelten, und die kleine Besetzung hält die Beziehungen zwischen Stimme, Melodie und Begleitung offen. Wer sich für die Arbeit an einem Lied interessiert, findet vierzehn Anlässe, eine vertraute Sängerin aus der Nähe zu erleben und dabei auch ihren Partnern Aufmerksamkeit zu schenken. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ella FitzgeraldVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGesangMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel
  • Lou LevyVorhandene Porträtvorlage 1957KlavierMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel
  • Herb EllisSpätere, undatierte PorträtvorlageGitarreMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel
  • Joe MondragonKontrabassMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel
  • Gus JohnsonSpätere Porträtvorlage: 1980er-JahreSchlagzeugMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel

Los Angeles, 22.–23.6.1961; vierzehn Original-LP-Titel. Norman Granz: Produktion; Benny Green (britischer Autor): Liner Notes; Jean Dubuffet: Coverkunst Tête d’une femme (1948). Lou Levy, Herb Ellis, Joe Mondragon und Gus Johnson begleiten Ella Fitzgerald. Wilfred Middlebrooks gehört zu drei späteren CD-Bonustiteln und nicht zu dieser LP. Komponistenabweichungen bei My Reverie/Jersey Bounce sind in den Suchdaten dokumentiert. Bernie Grundman: Mastering dieser Serie; vorhandenes Metallmaterial wird erneut verwendet.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ella FitzgeraldVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGesangMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel
  • Lou LevyVorhandene Porträtvorlage 1957KlavierMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel
  • Herb EllisSpätere, undatierte PorträtvorlageGitarreMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel
  • Joe MondragonKontrabassMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel
  • Gus JohnsonSpätere Porträtvorlage: 1980er-JahreSchlagzeugMitwirkung: Vierzehn Original-LP-Titel; keine CD-Bonustitel

Los Angeles, 22.–23.6.1961; vierzehn Original-LP-Titel. Norman Granz: Produktion; Benny Green (britischer Autor): Liner Notes; Jean Dubuffet: Coverkunst Tête d’une femme (1948). Lou Levy, Herb Ellis, Joe Mondragon und Gus Johnson begleiten Ella Fitzgerald. Wilfred Middlebrooks gehört zu drei späteren CD-Bonustiteln und nicht zu dieser LP. Komponistenabweichungen bei My Reverie/Jersey Bounce sind in den Suchdaten dokumentiert. Bernie Grundman: Mastering dieser Serie; vorhandenes Metallmaterial wird erneut verwendet.


Seite A

  • A1 · Night In Tunisia (4:06)
  • A2 · You’re My Thrill (3:35)
  • A3 · My Reverie (3:16)
  • A4 · Stella By Starlight (3:16)
  • A5 · ’Round Midnite (3:28)
  • A6 · Jersey Bounce (3:30)
  • A7 · Signing Off (3:42)

Seite B

  • B1 · Cry Me A River (4:12)
  • B2 · This Year’s Kisses (2:15)
  • B3 · Good Morning Heartache (4:19)
  • B4 · (I Was) Born To Be Blue (2:41)
  • B5 · Clap Hands, Here Comes Charlie! (2:41)
  • B6 · Spring Can Really Hang You Up The Most (6:13)
  • B7 · Music Goes ’Round And ’Round (2:26)