Duke Ellington – Duke’s Big 4

52,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

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LabelAnalogue Productions (Pablo)
KatalognummerAAPJ 153
GenreJazz
Anzahl Platten1
ErscheinungsdatumApril 26, 2024

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPJ 153 Kategorien: , , , Marke:

Ellington aus der Nähe: vier Musiker, ein weiter musikalischer Raum

Der Name Duke Ellington lässt leicht an ein Orchester denken, an aufeinander abgestimmte Bläserfarben und an Kompositionen, deren Charakter mit bestimmten Solisten verbunden ist. Duke’s Big 4 verändert die Entfernung. Hier sitzt Ellington am Klavier, begleitet von Joe Pass an der Gitarre, Ray Brown am Kontrabass und Louie Bellson am Schlagzeug. Vier Musiker reichen aus, um einen anderen Blick auf seine musikalische Sprache zu öffnen. Das Orchesterwissen verschwindet dabei nicht; es steht nur unter anderen Bedingungen zur Verfügung. Eine einzelne Klavierfigur, ein Akkord und die Antwort eines Partners bekommen in dieser kleinen Gruppe eigenes Gewicht.

Die Sitzung fand am 8. Januar 1973 in Los Angeles statt. Norman Granz produzierte; das Album erschien 1974 bei Pablo. Es gehört damit zu Ellingtons spätem Schaffen, ohne sich auf den Reiz einer historischen Abschiedsgeste reduzieren zu lassen. Die konkrete Besetzung ist schon ein hinreichender Grund, genauer hinzuhören. Pass, Brown und Bellson bringen Instrumente zusammen, die sowohl stützen als auch eigenständig erzählen können. Ellington steht nicht vor ihnen als Dirigent eines großen Apparats, sondern gehört als Pianist zu einem überschaubaren Austausch. Diese veränderte Rolle prägt den Zugang zur ganzen Platte.

Wer Ellingtons bekannte Themen vor allem in Orchesterfassungen kennt, kann hier deren Möglichkeiten im kleineren Rahmen entdecken. Das Wiedererkennen einer Melodie bildet erst den Anfang. Wie viel vom Charakter eines Stücks steckt im rhythmischen Ansatz? Welche harmonische Wendung trägt auch dann, wenn keine Bläser sie einfärben? Was kann die Gitarre übernehmen, und welche neue Beziehung entsteht dadurch zum Klavier? Solche Fragen brauchen keine Partitur. Sie ergeben sich aus der Besetzung und machen die Aufnahme auch für Hörer interessant, die Ellington als Pianisten bewusster kennenlernen möchten. Der große Name führt hier zu einem erfreulich unmittelbaren musikalischen Maßstab.

Duke Ellington · freie Illustration nach einer Porträtvorlage von 1972 · historisch inspirierte Illustration
Duke Ellington · freie Illustration nach einer Porträtvorlage von 1972

Sieben Stücke mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Quartett

Cottontail eröffnet die erste Seite. Das bekannte Ellington-Thema steht damit gleich am Anfang einer Platte, die vertrautes Material in einer veränderten Umgebung betrachtet. Danach folgt The Blues, dessen schlichter Titel einen anderen Bezugspunkt setzt: eine gemeinsame Form, die den Persönlichkeiten Raum lässt. Zwischen einem markanten Thema und einem offenen musikalischen Grundmodell entsteht bereits ein Spannungsfeld. Beim Hören kannst du verfolgen, wie die Gruppe den jeweiligen Ausgangspunkt behandelt. Ein Motiv kann Halt geben, eine rhythmische Geste kann Bewegung auslösen, und eine knappe Antwort kann ebenso bedeutend sein wie eine längere Linie.

The Hawk Talks stammt von Louie Bellson. Der Schlagzeuger ist hier also auch als Komponist im Programm vertreten, ein schönes Detail innerhalb einer Platte, deren Titel den Bandleader hervorhebt. Prelude to a Kiss, mit den Autoren Ellington, Irving Gordon und Irving Mills, beschließt die erste Seite. Diese Abfolge lässt unterschiedliche Formen musikalischer Konzentration nebeneinanderstehen. Das Quartett kann sich an einem bekannten Thema orientieren, einen Blues gestalten und einer ausgearbeiteten Songmelodie folgen. Die Besetzung bleibt gleich, während das Repertoire andere Aufgaben stellt. Gerade darin liegt der Reiz eines kleinen Ensembles mit erfahrenen, selbstständigen Partnern.

Seite B beginnt mit Love You Madly und führt über Just Squeeze Me (But Don’t Tease Me) zu Everything But You. Bei Just Squeeze Me gehört Lee Gaines zu den Autoren, bei Everything But You Don George und Harry James. Insgesamt ist Ellington an sechs der sieben Stücke als Autor oder Mitautor beteiligt; Bellsons Beitrag bildet die Ausnahme. Das Programm ist damit stark durch Ellingtons eigene musikalische Welt geprägt, lässt aber zugleich einem Partner ausdrücklich Platz. Vier Titel auf der ersten und drei auf der zweiten Seite geben dem Album eine klare, unaufgeregte Gestalt, in der jedes Stück als Teil einer zusammenhängenden Begegnung erscheinen kann.

Joe Pass · Gitarre · freie Illustration nach gesicherter, undatierter Vorlage · historisch inspirierte Illustration
Joe Pass · Gitarre · freie Illustration nach gesicherter, undatierter Vorlage

Joe Pass, Ray Brown und Louie Bellson: drei Namen mit eigenem Gewicht

Joe Pass verändert durch seine Gitarre die Möglichkeiten des Quartetts. Neben dem Klavier steht ein weiteres Instrument, das Harmonien tragen und zugleich bewegliche Einzelstimmen formen kann. Darin liegt eine besondere Aufgabe für beide Musiker: Sie teilen einen Teil ihres musikalischen Zuständigkeitsbereichs, ohne deshalb dasselbe sagen zu müssen. Ein lohnender Hörzugang richtet sich auf die Verteilung dieser Arbeit. Wann lässt ein Instrument dem anderen Platz? Wie wird eine Begleitfigur selbst zu einer Antwort? Die kleine Besetzung macht solche Beziehungen leichter nachvollziehbar, weil weniger Stimmen gleichzeitig um Aufmerksamkeit bitten und der Wechsel zwischen ihnen deutlicher hervortreten kann.

Ray Browns Kontrabass verbindet das tiefe Register mit rhythmischer Richtung. Ihm bewusst zu folgen, kann die Wahrnehmung der ganzen Aufnahme verändern. Statt nur den solistischen Verlauf zu beachten, rücken die Übergänge und der fortgesetzte Zusammenhang in den Vordergrund. Louie Bellson ergänzt diese Ebene am Schlagzeug. Sein Beitrag als Komponist von The Hawk Talks erinnert zusätzlich daran, dass die Rhythmusgruppe aus gestaltenden Musikern besteht. Bass und Schlagzeug sind hier zwei konkrete Stimmen mit eigenen Möglichkeiten; sie lassen sich nicht angemessen als austauschbarer Untergrund beschreiben. Das Album gewinnt gerade aus dem Verhältnis dieser Aufgaben zueinander.

Ellingtons Klavier gehört mitten in dieses Gefüge. Der interessante Perspektivwechsel liegt darin, den Komponisten auch als Spieler zu verfolgen: als jemanden, der seine Musik im Augenblick des Zusammenspiels gewichtet. Du kannst bekannte Melodien wiederfinden und zugleich auf die weniger offensichtlichen Stellen achten, an denen ein Akkord oder eine Pause die Richtung bestimmt. Für eine Jazzsammlung ist Duke’s Big 4 deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu den Orchesterplatten. Es erschließt keine verkleinerte Ersatzfassung derselben Erfahrung, sondern eine eigene Begegnung mit einem vertrauten musikalischen Denken. Die vier Namen auf der Besetzungsliste erklären, warum dieses kleine Format einen großen Gegenstand tragen kann.

Kevin Grays Schnitt für die Pablo-Reihe von Analogue Productions

Die angebotene Ausgabe AAPJ 153 ist eine 180-Gramm-Stereo-LP mit 33⅓ U/min aus der Pablo-Reihe von Analogue Productions. Laut Herausgeber wurde sie von Kevin Gray vom originalen analogen Masterband gemastert. Die Ausgabendokumentation ordnet seinen Schnitt Cohearent Audio zu. Quality Record Pressings übernimmt die Pressung; Stoughton Printing fertigt das Tip-on-Cover mit einer einzelnen Tasche. Es handelt sich hier um eine einfache Hülle, nicht um ein Klappcover. Solche konkreten Unterschiede sind für Sammler hilfreicher als eine allgemeine Verpackungsbeschreibung, die ungeprüft auf eine ganze Serie übertragen wird.

Die einzelne LP erhält die Zweiteilung des Programms: vier Stücke auf A, drei auf B. Nach Prelude to a Kiss wird die Platte gewendet, bevor Love You Madly den zweiten Abschnitt eröffnet. Die Drehzahl von 33⅓ ermöglicht diesen zusammenhängenden Ablauf mit nur einem Seitenwechsel. Welche Ausgabe man bevorzugt, hängt auch davon ab, wie man ein Album hören möchte. Eine andere Geschwindigkeit ist für sich allein weder ein Qualitätsversprechen noch ein Ersatz für eine nachvollziehbare Masteringzuordnung. Hier stehen ein klar dokumentierter Schnitt und eine zur ursprünglichen Albumform passende Aufteilung im Vordergrund.

Duke’s Big 4 spricht Hörer an, die Ellingtons Musik in ihrer beweglichen, persönlichen Form erleben möchten: sieben Stücke, vier Musiker und ein gemeinsamer Aufnahmetag. Die Beteiligung von Pass, Brown und Bellson gibt der Platte ein eigenes Profil, auch innerhalb eines umfangreichen Ellington-Regals. Bekannte Themen werden zu einem Anlass, den Beziehungen zwischen den Instrumenten zuzuhören und den Pianisten hinter dem großen Orchesterleiter genauer wahrzunehmen. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Duke EllingtonPorträtvorlage 1972KlavierMitwirkung: Quartett des Originalalbums; sieben Titel
  • Joe PassVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGitarreMitwirkung: Quartett des Originalalbums; sieben Titel
  • Ray BrownVorhandene Porträtvorlage 1976KontrabassMitwirkung: Quartett des Originalalbums; sieben Titel
  • Louie BellsonVorhandene Porträtvorlage 1978SchlagzeugMitwirkung: Quartett des Originalalbums; sieben Titel

Los Angeles, 8.1.1973; Erstveröffentlichung 1974. Norman Granz: Produktion; Benny Green: Liner Notes – der britische Autor, nicht der Pianist von All for You. Duke Ellington: Klavier; Joe Pass: Gitarre; Ray Brown: Kontrabass; Louie Bellson: Schlagzeug und Komposition The Hawk Talks. Ellington ist an sechs der sieben Kompositionen beteiligt. Just Squeeze Me: 6:03 gemäß exakter Pressungs-Tracklist. Kevin Gray: Neuschnitt bei Cohearent Audio.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Duke EllingtonPorträtvorlage 1972KlavierMitwirkung: Quartett des Originalalbums; sieben Titel
  • Joe PassVorhandenes Porträt; keine SessionabbildungGitarreMitwirkung: Quartett des Originalalbums; sieben Titel
  • Ray BrownVorhandene Porträtvorlage 1976KontrabassMitwirkung: Quartett des Originalalbums; sieben Titel
  • Louie BellsonVorhandene Porträtvorlage 1978SchlagzeugMitwirkung: Quartett des Originalalbums; sieben Titel

Los Angeles, 8.1.1973; Erstveröffentlichung 1974. Norman Granz: Produktion; Benny Green: Liner Notes – der britische Autor, nicht der Pianist von All for You. Duke Ellington: Klavier; Joe Pass: Gitarre; Ray Brown: Kontrabass; Louie Bellson: Schlagzeug und Komposition The Hawk Talks. Ellington ist an sechs der sieben Kompositionen beteiligt. Just Squeeze Me: 6:03 gemäß exakter Pressungs-Tracklist. Kevin Gray: Neuschnitt bei Cohearent Audio.


Seite A

  • A1 · Cottontail (4:15)
  • A2 · The Blues (5:25)
  • A3 · The Hawk Talks (5:06)
  • A4 · Prelude To A Kiss (5:40)

Seite B

  • B1 · Love You Madly (6:35)
  • B2 · Just Squeeze Me (But Don’t Tease Me) (6:03)
  • B3 · Everything But You (5:15)