Ella Fitzgerald – Ella Wishes You A Swinging Christmas

44,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Nur noch wenige

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LabelVerve (Acoustic Sounds Series)
KatalognummerAVER 74601
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

I am aware and agree, that the Record will be put out of the original shrink wrap (this will be included to the delivery).

Artikelnummer: AVER 74601 Kategorien: , , , , Marke:

Schutz für diese Ausgabe

Gatefold · 1 LP

Das aufklappbare Cover lässt sich auf zwei Arten schützen:

Für die Platte: eine Innenhülle. Außenhüllen schützen das Cover; Innenhüllen schützen jeweils eine Schallplatte. Bereits passende Innenhüllen kannst du weiterverwenden.

Weihnachten mit Haltung, Wärme und einem unfehlbaren Zeitgefühl

Es gibt Weihnachtsplatten, die eine Stimmung dekorieren, und es gibt solche, auf denen bekannte Lieder zu kleinen Begegnungen werden. Ella Wishes You a Swinging Christmas gehört zur zweiten Art. Ella Fitzgerald braucht dafür weder feierliche Schwere noch große Gesten. Sie behandelt diese Melodien mit derselben Aufmerksamkeit, die sie einem guten Jazzstandard schenkt: Ein Wort bekommt Zeit, eine Zeile gewinnt einen anderen Schwerpunkt, und plötzlich hat ein Lied, das man seit der Kindheit kennt, wieder einen eigenen Charakter. Das Festliche bleibt erhalten, aber es bewegt sich. Schon der Titel verspricht keinen stillen Andachtsraum, sondern einen freundlichen, hellwachen musikalischen Besuch.

Das Album entstand 1960 für Verve, produziert von Norman Granz und mit Arrangements unter der Leitung von Frank De Vol. Die dokumentierten Sitzungen fanden im Juli und August in New York statt. Diese kleine jahreszeitliche Verschiebung ist reizvoll: Winterbilder wurden mitten im Sommer aufgenommen. Entscheidend war also nicht die Temperatur vor dem Studio, sondern die Vorstellungskraft der Beteiligten. De Vol schafft einen orchestralen Rahmen, in dem Fitzgerald als Erzählerin beweglich bleibt. Ihre Stimme muss keine schweren Klangmassen überwinden; die Begleitung kann antworten, Akzente setzen und wieder Platz machen.

Die zwölf Stücke gehören zur weltlichen amerikanischen Weihnachtstradition: Schnee, Schlitten, vertraute Figuren, Sehnsucht nach Nähe und die Frage, mit wem man den Jahreswechsel verbringt. Damit unterscheidet sich diese Verve-Aufnahme auch von Fitzgeralds späterem Weihnachtsalbum mit geistlichem Repertoire. Für Sammler ist das mehr als eine bibliografische Feinheit. Hier steht die Sängerin, die populäre Songs als lebendige Musik versteht, im Mittelpunkt. Wer ihre großen Songbook-Aufnahmen schätzt, findet denselben Respekt vor Melodie und Sprache in einem konzentrierten, saisonalen Programm. Die vermeintlich leichte Aufgabe verlangt gerade deshalb besondere Sorgfalt: Nichts kann sich hinter der Neuheit des Materials verstecken.

Ella Fitzgerald · freie Illustration zum Weihnachtsalbum von 1960; Gesichtsreferenz 1957 · historisch inspirierte Illustration
Ella Fitzgerald · freie Illustration zum Weihnachtsalbum von 1960; Gesichtsreferenz 1957

Zwölf vertraute Lieder, zwölf verschiedene Temperamente

Die erste Seite beginnt mit Jingle Bells und Santa Claus Is Coming to Town. Schon diese Nachbarschaft macht deutlich, wie wichtig das Verhältnis von Bewegung und Text ist. Beide Nummern tragen vertraute Bilder mit sich, doch Fitzgeralds Aufgabe besteht nicht darin, deren Bekanntheit zu bestätigen. Sie kann mit dem Rhythmus spielen, ohne die Melodie unkenntlich zu machen. Beim Hören lohnt es sich, einmal weniger auf die Hauptlinie als auf den Beginn und das Ende jeder Phrase zu achten. Gerade dort entsteht der Unterschied zwischen dem bloßen Vortrag eines Evergreens und einer Interpretation, die einen selbstverständlich mitnimmt.

Mit Have Yourself a Merry Little Christmas und Frank Loessers What Are You Doing New Year’s Eve? rückt die persönliche Ansprache nach vorn. Das zweite Lied ist eigentlich eine vorsichtige Einladung, keine allgemeine Festtagsbehauptung. Diese Perspektive gibt dem Programm eine schöne menschliche Größenordnung: Hinter der Jahreszeit steht jemand, der auf eine Antwort hofft. Sleigh Ride setzt anschließend wieder Bewegung frei, bevor The Christmas Song die Seite beschließt. So entsteht eine Folge aus Lebendigkeit, Nachdenklichkeit und Geborgenheit, ohne dass das Album seinen leichten Schritt verliert.

Besonders aufschlussreich ist der Auftakt der zweiten Seite. Good Morning Blues erinnert daran, dass diese Sängerin auch im Weihnachtsprogramm den Blues als musikalische Sprache mitbringt. Danach folgen Let It Snow, Winter Wonderland, Rudolph, the Red-Nosed Reindeer und Frosty the Snow Man. Die kindlichen Motive verlangen keine kindliche Behandlung; Klarheit und Humor reichen vollkommen. Mit White Christmas findet die Platte schließlich zu einem Schluss, der Erinnerung und Wunsch zusammenführt. Die Reihenfolge ist dabei Teil des Vergnügens: Das Album führt durch verschiedene Blickwinkel auf dieselbe Jahreszeit, statt zwölfmal dieselbe Stimmung aufzurufen. Gerade auf zwei LP-Seiten behält dieses kleine Programm eine wohltuende Form.

Klavier und Stechpalme · freie Vignette zum Weihnachtsalbum · historisch inspirierte Illustration
Klavier und Stechpalme · freie Vignette zum Weihnachtsalbum

Ella Fitzgerald und Frank De Vol: Raum für eine große Stimme

Fitzgeralds besondere Stärke liegt hier in der Verbindung von Präzision und Zugewandtheit. Eine sauber geformte Melodie kann schnell distanziert wirken; eine betont herzliche Darbietung wiederum leicht ins Süßliche geraten. Dieses Repertoire macht beide Gefahren sichtbar. Ein sinnvoller Hörzugang ist deshalb, den Wechsel zwischen Aussprache und musikalischer Linie zu verfolgen. Wie lange darf eine Silbe stehen? Wo wird aus einer alltäglichen Frage eine kleine Spannung? Wie bleibt eine Zeile verständlich, wenn sie zugleich rhythmisch federt? Solche Einzelheiten tragen ein Album, dessen Stoff scheinbar jedem längst vertraut ist.

Frank De Vol ist dafür ein wesentlicher Partner. Arrangement bedeutet in diesem Zusammenhang, einer Stimme Möglichkeiten zu eröffnen: eine andere Farbe hinter einer Zeile, eine kurze Antwort, einen Übergang, der eine neue Stimmung vorbereitet. Seine Funktion als Arrangeur und Orchesterleiter ist belegt. Eine vollständige, sicher zugeordnete Liste sämtlicher Orchestermusiker geben die herangezogenen Albumquellen dagegen nicht her. Deshalb werden hier keine bekannten Studiomusikernamen nachträglich in die Besetzung gesetzt. Auch Russ Garcia, der bei späteren erweiterten Ausgaben durch einen zusätzlichen Titel auftaucht, gehört nicht automatisch zu den zwölf Aufnahmen dieser LP.

Für eine Jazzsammlung besitzt die Platte einen eigenen Platz, ohne ständig mit den großen Konzert- oder Songbook-Alben konkurrieren zu müssen. Sie zeigt, wie viel eine hervorragende Sängerin in eine kurze, zugängliche Form legen kann. Du kannst dem ganzen Ablauf folgen oder einzelne Balladen herausnehmen; beides funktioniert, weil die Interpretation den Anlass übersteigt. Die vertrauten Weihnachtsmotive machen den Zugang leicht, doch die eigentliche Dauerhaftigkeit steckt in der musikalischen Arbeit. Wer die Platte nur als Hintergrund behandelt, darf sich angenehm überraschen lassen, wie viele kleine Entscheidungen beim bewussten Zuhören hervortreten. Eine schlichte Melodie ist hier kein Vorwand für Bequemlichkeit, sondern eine Gelegenheit zu Genauigkeit.

Die Acoustic Sounds Series: das Originalprogramm auf einer LP

Diese Ausgabe mit der Artikelnummer AVER 74601 gehört zur Verve Acoustic Sounds Series. Sie ist keine eigenständige Analogue-Productions-Veröffentlichung, auch wenn Acoustic Sounds und Chad Kassem an der Betreuung der Reihe beteiligt sind. Laut Herausgeber wurde das Mastering von Ryan K. Smith bei Sterling Sound aus den analogen Originalbändern erstellt. Die 180-Gramm-LP wird bei Quality Record Pressings gepresst und kommt in einem Stoughton-Tip-on-Klappcover. Das sind konkrete Merkmale dieser Wiederveröffentlichung; sie sagen mehr über ihre Herstellung aus als eine pauschale Behauptung, sie müsse jede frühere Ausgabe übertreffen.

Gespielt wird mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute. Bei einem Album dieser Länge ist die einzelne LP eine besonders stimmige Form: sechs Titel auf jeder Seite, zwei zusammenhängende Abschnitte und nur eine Unterbrechung. Du kannst der Dramaturgie folgen, ohne nach wenigen Liedern erneut aufstehen zu müssen. Ein 45er-Schnitt ist kein notwendiges Gütesiegel für jede Aufnahme; das sorgfältige Mastering und die zur Musik passende Seitenaufteilung sind hier die entscheidenden Überlegungen. Die vorliegende Ausgabe hält sich an die zwölf Titel des ursprünglichen Programms und übernimmt keine zusätzlichen Aufnahmen aus erweiterten CD-Ausgaben.

Damit richtet sie sich sowohl an Fitzgerald-Sammler als auch an Hörer, die eine Weihnachtsplatte mit eigenem musikalischem Gewicht suchen. Das aufwendig gefertigte Cover macht sie zu einer schönen greifbaren Ausgabe, während das eigentliche Argument die Geschlossenheit des Albums bleibt: eine große Sängerin, ein aufmerksam eingerichtetes Orchester und ein Repertoire, das durch Persönlichkeit wieder beweglich wird. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Mehr von Ella Fitzgerald: Let No Man Write My Epitaph · Fine and Mellow

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ella FitzgeraldVorhandenes eigenständiges Porträt; keine SessionabbildungGesangMitwirkung: Alle zwölf Titel
  • Frank De VolArrangement, OrchesterleitungMitwirkung: Alle zwölf Titel
  • Orchester unter Frank De VolOrchester; Einzelmusiker nicht namentlich belegtMitwirkung: Albumbesetzung

Zwölf Original-LP-Titel, New York Juli/August 1960. Norman Granz: Produktion. Frank De Vol: Arrangement/Dirigat. Einzelbesetzung des Orchesters nicht belegt. Russ Garcia gehört zum Bonustitel erweiterter Ausgaben und wird hier nicht hinzugenommen.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Ella FitzgeraldVorhandenes eigenständiges Porträt; keine SessionabbildungGesangMitwirkung: Alle zwölf Titel
  • Frank De VolArrangement, OrchesterleitungMitwirkung: Alle zwölf Titel
  • Orchester unter Frank De VolOrchester; Einzelmusiker nicht namentlich belegtMitwirkung: Albumbesetzung

Zwölf Original-LP-Titel, New York Juli/August 1960. Norman Granz: Produktion. Frank De Vol: Arrangement/Dirigat. Einzelbesetzung des Orchesters nicht belegt. Russ Garcia gehört zum Bonustitel erweiterter Ausgaben und wird hier nicht hinzugenommen.


Seite A

  • A1 · Jingle Bells (2:21)
  • A2 · Santa Claus Is Comin‘ To Town
  • A3 · Have Yourself A Merry Little Christmas (2:56)
  • A4 · What Are You Doing New Year’s Eve? (3:32)
  • A5 · Sleigh Ride (2:56)
  • A6 · The Christmas Song (3:41)

Seite B

  • B1 · Good Morning Blues (3:15)
  • B2 · Let It Snow! Let It Snow! Let It Snow!
  • B3 · Winter Wonderland (2:16)
  • B4 · Rudolph, The Red-Nosed Reindeer
  • B5 · Frosty The Snow Man (2:11)
  • B6 · White Christmas (3:44)