Harry Belafonte – Belafonte At Carnegie Hall

82,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Sterling Sound
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Male Vocalist

Nur noch wenige

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LabelAnalogue Productions
KatalognummerAAPF 6006
GenreMale Vocalist
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPF 6006 Kategorien: , ,

Zwei Abende, die ein großes Konzertalbum wurden

Am 19. und 20. April 1959 trat Harry Belafonte in der Carnegie Hall in New York auf. Die Konzerte dienten der Unterstützung der New Lincoln School und der Wiltwyck School. Aus diesen beiden Abenden entstand Belafonte at Carnegie Hall, im Oktober 1959 von RCA als Doppelalbum veröffentlicht. Die Platte blieb mehr als drei Jahre in den Charts und wurde für den Grammy als Album des Jahres nominiert. Hinter dieser bemerkenswerten Erfolgsgeschichte steht ein Programm, das Belafonte als Sänger, Erzähler und Mittelpunkt eines gemeinsamen Konzerterlebnisses präsentiert.

Sein Name war damals längst bekannt. Mit Calypso hatte er 1956 einen außerordentlichen Publikumserfolg erzielt. Die Carnegie-Hall-Aufnahmen zeigen aber einen größeren Horizont, als ihn die Beschränkung auf einen einzelnen Stil vermuten ließe. Amerikanische Lieder, karibisches Repertoire und Songs aus anderen Traditionen stehen nebeneinander. Die Verbindung entsteht durch den Künstler und die Dramaturgie des Abends. Ein Konzertalbum kann solche Zusammenhänge auf andere Weise bewahren als eine Sammlung einzelner Studiohits: Es dokumentiert ein Programm, das für einen bestimmten Raum und ein anwesendes Publikum gestaltet wurde.

Dass die Veranstaltungen Benefizkonzerte waren, gehört zu ihrem historischen Profil. Es verknüpft Belafontes künstlerische Arbeit mit einem gesellschaftlichen Engagement, das seine Laufbahn nachhaltig prägte. Die Aufnahme lässt sich dennoch zuerst als Musikereignis betrachten. Man muss nicht jede Zeile zum politischen Kommentar erklären, um diesen Hintergrund ernst zu nehmen. Gerade das Nebeneinander von Unterhaltung, Liedern mit unterschiedlichen Herkunftsgeschichten und öffentlichem Engagement macht die Figur Belafonte so interessant.

Harry Belafonte · Porträtvorlage 1963 · historisch inspirierte Illustration
Harry Belafonte · Porträtvorlage 1963

Stimme, Begleiter und die Arbeit hinter dem Konzert

Zu den dokumentierten Musikern gehören die Gitarristen Millard Thomas und Raphael Boguslav, Danny Barrajanos an Bongos und Conga sowie Norman Keenan am Bass. Bob Corman leitete die musikalischen Kräfte. Diese Angaben beschreiben die Konzertbesetzung; eine durchgehend gesicherte Zuordnung jedes einzelnen Begleiters zu jedem Titel liegt nicht vor. Für das Album ist entscheidend, dass Belafontes Stimme von einer gestalteten musikalischen Umgebung getragen wird, deren Beteiligte eigene Namen haben und nicht hinter dem Ruhm des Sängers verschwinden sollten.

Die Gitarren, der Bass und die Perkussion gehören zu den Farben dieses Umfelds. Hinzu kommt der orchestrale Anteil unter Cormans Leitung. Ein solcher Rahmen kann zwischen verschiedenen Liedtypen vermitteln und zugleich unterschiedliche Größenverhältnisse innerhalb eines Programms ermöglichen. Für einen bewussten Durchgang lohnt es sich, darauf zu achten, wie sich die Aufmerksamkeit zwischen Stimme, Begleitung und Publikum verteilt. Ein Livealbum ist schließlich nicht nur eine Studioplatte mit Applaus: Die Anwesenheit der Zuhörer ist Teil der Situation, in der die Darbietungen entstehen.

Bob Bollard produzierte die ursprüngliche Veröffentlichung, Bob Simpson war der Toningenieur. Die Coverfotografie stammt von Lee Friedlander, die Illustration im Inneren von John Gundelfinger. Diese Credits zeigen, wie sorgfältig ein solches Konzertdokument auch als Objekt gestaltet wurde. Aufnahme, Auswahl, Reihenfolge und Hülle machten aus zwei Abenden ein Album, das unabhängig vom einmaligen Ereignis weitergegeben werden konnte. Die beiden Konzertdaten bleiben dabei der gesicherte Rahmen; einzelne Titel werden hier keinem Abend zugeordnet, solange diese Zuordnung nicht belegt ist.

Bühnenmikrofon, Gitarre und Bongos · freie Konzertvignette · historisch inspirierte Illustration
Bühnenmikrofon, Gitarre und Bongos · freie Konzertvignette

Eine Reise durch das Repertoire

Das ursprüngliche Programm war in drei Themenfelder gegliedert. Der erste Abschnitt trug den historischen Titel „Moods of the American Negro“, der zweite hieß „In the Caribbean“, der dritte „Around the World“. Die erste Bezeichnung gehört zur Sprache der damaligen Veröffentlichung. Zusammen beschreiben die Überschriften den großen Bogen des Programms, ohne die sehr unterschiedlichen Herkunftsgeschichten der einzelnen Lieder auf einen gemeinsamen Nenner zu reduzieren.

Die erste Seite dieser 33⅓-Ausgabe führt von der Einleitung und „Darlin’ Cora“ über „Sylvie“ und „Cotton Fields“ zu „John Henry“ und „Take My Mother Home“. Auf der zweiten Seite folgen „The Marching Saints“, „Day O“ und „Jamaica Farewell“, anschließend „Man Piaba“ und „All My Trials“. Schon diese Abfolge verbindet erzählerische Lieder mit Titeln, die besonders eng mit Belafontes öffentlichem Bild verbunden sind. Die Vertrautheit einzelner Songs kann den Zugang erleichtern; das Album bietet zugleich Anlass, ihre Nachbarschaft innerhalb eines geplanten Konzerts wahrzunehmen.

Die dritte Seite enthält „Mama Look a Boo Boo“, „Come Back Liza“ und „Man Smart (Woman Smarter)“, danach „Hava Nagila“, „Danny Boy“ und „Merci Bon Dieu“. Die vierte Seite führt über „Cucurrucucú Paloma“ und „Shenandoah“ zu „Matilda“. Gerade „Matilda“ steht für den Umgang Belafontes mit seinem Publikum und dessen Beteiligung. Die Herausgeberbeschreibung hebt diesen gemeinschaftlichen Charakter ausdrücklich hervor. Das ist ein wesentlicher Grund, weshalb das Album nicht allein als Dokument eines Sängers, sondern auch als Dokument einer Konzertsituation gesammelt wird.

Die vorliegende Doppel-LP enthält das ursprüngliche Programm mit 19 Titeln. „Merci Bon Dieu“ gehört dazu und wird hier ausdrücklich mitgeführt, auch wenn es in einer verkürzten Shop-Aufzählung fehlt. Die zusätzlichen Titel der separat erhältlichen Fünf-LP-Box sind dagegen nicht Bestandteil dieser Ausgabe. Diese Unterscheidung schützt gerade den Charakter des Doppelalbums: Es wird weder um Material erweitert, das auf diesen Platten nicht enthalten ist, noch durch eine unvollständige Titelliste verkürzt. Belafontes Reise durch das Repertoire bleibt in der für dieses Format dokumentierten Folge nachvollziehbar.

Das Doppelalbum mit 33⅓ Umdrehungen

Hier angeboten wird AAPF 6006, die Stereo-Ausgabe auf zwei LPs mit 33⅓ Umdrehungen von Analogue Productions. Ryan K. Smith schnitt bei Sterling Sound von den originalen analogen Dreispurbändern. Gary Salstrom wird für die Galvanik genannt; gepresst wird diese Ausgabe bei Quality Record Pressings. Diese Angaben beziehen sich auf das Doppelalbum. Sie dürfen nicht ungeprüft mit den Spezifikationen der fünfteiligen 45-RPM-Box vermischt werden, die unter einer anderen Katalognummer geführt wird und zusätzliches Material enthält. Beide Ausgaben erschließen dasselbe Konzertdokument, präsentieren aber nicht denselben Umfang auf derselben Zahl von Plattenseiten.

Die aktuelle Anbieterüberschrift nennt 180 Gramm, während eine dokumentierte frühere Ausgabe von 2014 als 200-Gramm-Pressung verzeichnet ist. Eine bestimmte Grammatur der gelieferten Lagercharge bleibt deshalb ohne Prüfung des Exemplars offen. Sicher benennbar sind die beiden Stereo-LPs, die Geschwindigkeit, die 19 Titel sowie der Schnitt von Ryan K. Smith und die Fertigung bei QRP. Für Sammler ist eine solche Trennung nützlich: Sie bewahrt die konkrete Identität der angebotenen Ausgabe, ohne ältere Auflagenmerkmale als Versprechen für jede heutige Lieferung fortzuschreiben. Die Herstellungsgeschichte der Neuauflage ergänzt die Aufnahmegeschichte, ersetzt sie aber nicht.

Vier Plattenseiten lassen größere Abschnitte des Programms zusammenhängend ablaufen als die umfangreichere 45er-Box. Das ist ein praktischer Gesichtspunkt, gerade bei einem Konzertalbum, dessen Reiz auch aus Dramaturgie, Übergängen und der Beziehung zum Publikum entsteht. Daraus muss kein allgemeines Urteil über die klangliche Rangfolge verschiedener Drehzahlen werden. Wer die Form des klassischen Doppelalbums schätzt, erhält hier einen nachvollziehbaren Ablauf mit drei Seitenwechseln. Die Technik bleibt dem musikalischen Zusammenhang zugeordnet: den Liedern, den Begleitern und Belafontes Fähigkeit, ein weit gespanntes Programm als gemeinsamen Abend erlebbar zu machen.

Belafonte at Carnegie Hall kann in einer Sammlung mehrere Rollen erfüllen: als Konzertklassiker, als Begegnung mit Belafontes weit gespanntem Repertoire und als historisch präzise benanntes Aufnahmeprojekt. Die berühmten Titel bilden den Einstieg; die Dramaturgie, die Begleiter und das Publikum machen den Zusammenhang größer. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir übernehmen den US-Import und versenden aus Hilden. Diese Doppel-LP hält die Aufmerksamkeit auf dem ursprünglichen Programm und seiner inneren Bewegung. Wer mit „Day O“ oder „Matilda“ beginnt, findet dazwischen genügend andere Geschichten und Liedtraditionen, um den Weg durch alle vier Seiten immer wieder als Ganzes zu verfolgen.

Auch als LP mit 45 RPM: Belafonte At Carnegie Hall

Mehr von Harry Belafonte: Belafonte Sings The Blues

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Harry BelafontePorträt: 1963GesangMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Millard ThomasGitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Raphael BoguslavGitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Danny BarrajanosBongos, CongaMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Norman KeenanKontrabassMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Bob CormanOrchesterleitungMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen

19 Titel gemäß der konkreten Doppel-LP, einschließlich Merci Bon Dieu. Die drei Konzertteile sind keine LP-Seitenbezeichnungen. Begleitmusiker als Albumcredits, ohne unbelegte Einzelzuordnung.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,8 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Harry BelafontePorträt: 1963GesangMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Millard ThomasGitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Raphael BoguslavGitarreMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Danny BarrajanosBongos, CongaMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Norman KeenanKontrabassMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen
  • Bob CormanOrchesterleitungMitwirkung: Album-Besetzung; Titelzuordnung offen

19 Titel gemäß der konkreten Doppel-LP, einschließlich Merci Bon Dieu. Die drei Konzertteile sind keine LP-Seitenbezeichnungen. Begleitmusiker als Albumcredits, ohne unbelegte Einzelzuordnung.


Seite A

  • A1 · Introduction / Darlin‘ Cora
  • A2 · Sylvie
  • A3 · Cotton Fields
  • A4 · John Henry
  • A5 · Take My Mother Home

Seite B

  • B1 · The Marching Saints
  • B2 · Day O
  • B3 · Jamaica Farewell
  • B4 · Man Piaba
  • B5 · All My Trials

Seite C

  • C1 · Mama Look a Boo Boo
  • C2 · Come Back Liza
  • C3 · Man Smart (Woman Smarter)
  • C4 · Hava Nageela
  • C5 · Danny Boy
  • C6 · Merci Bon Dieu (aus der „Haitian Suite“)

Seite D

  • D1 · Cu Cu Ru Cu Cu Paloma
  • D2 · Shenandoah
  • D3 · Matilda