Otis Blue / Otis Redding Sings Soul als Hybrid-Stereo-SACD aus der Atlantic 75 Series, von Kevin Gray bei Cohearent Audio vom Originalmasterband nach DSD gemastert. Elf Titel am Stück – von „Ole Man Trouble“ und „Respect“ bis zu William Bells „You Don’t Miss Your Water“.
Memphis, Sommer 1965
Auf Otis Blue bringt Otis Redding seine musikalische Identität über ein ganzes Album hinweg auf den Punkt. Nach Pain In My Heart und The Great Otis Redding Sings Soul Ballads war es sein drittes Album. Der größte Teil entstand im Juli 1965 im Stax-Studio in Memphis, einem umgebauten Kino an der East McLemore Avenue, und erschien im September beim Stax-Schwesterlabel Volt unter dem vollen Titel Otis Blue/Otis Redding Sings Soul. Elf Songs verbinden Reddings eigene Kompositionen mit Material aus dem Repertoire anderer – zusammengehalten von seiner Stimme und den Studiomusikern um ihn herum.
Zu diesen Musikern gehörten Booker T. Jones, Steve Cropper, Donald „Duck“ Dunn und Al Jackson Jr., dazu Isaac Hayes und die Bläser Wayne Jackson, Gene „Bowlegs“ Miller, Andrew Love und Floyd Newman. Ihre Beteiligung wechselt von Titel zu Titel, doch gemeinsam stehen sie für die musikalische Gemeinschaft, aus der dieses Album hervorging. Jim Stewart wird die Leitung zugeschrieben, Tom Dowd die Tontechnik – in einem Studio, dessen Hausmusiker viele Stax- und Volt-Veröffentlichungen prägten.

Drei Songs für Sam Cooke
Sam Cooke war im Dezember 1964 gestorben. Drei Songs, die mit ihm verbunden sind, stehen auf Otis Blue: „Change Gonna Come“, „Shake“ und „Wonderful World“. Sie machen Cookes Platz in Reddings musikalischer Welt greifbar – und das auf mehr als eine Weise, denn es sind drei ganz verschiedene Arten von Song statt einer einzigen Hommage. Zwischen Reddings eigenen Kompositionen zeigen sie, was er liebte, ebenso wie das, was er selbst schuf.
„Ole Man Trouble“ und „Respect“ sind Redding-Originale, „I’ve Been Loving You Too Long“ schrieb er mit Jerry Butler. Daneben greift das Album mit „My Girl“, „Rock Me Baby“ und „Satisfaction“ in andere Kataloge, und William Bells „You Don’t Miss Your Water“ führt den letzten Titel zurück in die Stax-Gemeinschaft. Jeder Song hatte ein Leben davor – Reddings Auswahl und Interpretation geben ihnen ein neues Verhältnis zueinander und machen daraus ein Album mit klarer Identität.

Das Stereoalbum hat seine eigene Geschichte
Bei Otis Blue unterscheiden sich Mono und Stereo nicht nur in der Platzierung: „Ole Man Trouble“, „Respect“ und „I’ve Been Loving You Too Long“ sind auf dem Stereoalbum andere Aufnahmen. Die frühere Single-Fassung von „I’ve Been Loving You Too Long“ war zunächst nur in Mono aufgenommen worden; für die Stereofassung entstand eine weitere Aufnahme. Der Vergleich der Ausgaben kann also Unterschiede im Gesang und im Spiel selbst hörbar machen.
Die Songs führten danach ein bemerkenswertes Eigenleben: Aretha Franklin machte „Respect“ 1967 zum Mittelpunkt ihrer eigenen Karriere, die Rolling Stones nahmen „I’ve Been Loving You Too Long“ auf – während Redding hier ihr „Satisfaction“ singt. Otis Blue wurde sein erstes Nummer-eins-Album in der amerikanischen R&B-Albumhitparade und hält bis heute einen Moment fest, in dem eigene Songs, Hommage und übernommenes Repertoire in elf zielstrebigen Titeln zusammenfinden.
Die Hybrid-Stereo-SACD der Atlantic 75 Series
CAPA 035 SA ist eine Hybrid-Stereo-SACD aus der Atlantic 75 Series von Analogue Productions. Laut Herausgeber hat Kevin Gray sie bei Cohearent Audio vom Originalmasterband nach DSD gemastert.Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc enthält die elf Titel des Originalalbums.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Atlantic 75 Series
Auch in einer anderen Ausgabe: Otis Blue / Otis Redding Sings Soul
Weitere SACDs von Otis Redding: The Dock Of The Bay · The Otis Redding Dictionary Of Soul · Pain In My Heart
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.
| Name | Instrument / Rolle | Mitwirkung |
|---|---|---|
| Otis Redding | Gesang | Album-Besetzung |
| Booker T. Jones | Keyboards, Klavier | Album-Besetzung |
| Isaac Hayes | Klavier, Keyboards | Titel 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 10, 11 |
| Steve Cropper | Gitarre | Album-Besetzung |
| Donald „Duck“ Dunn | Bass | Album-Besetzung |
| Al Jackson Jr. | Schlagzeug | Album-Besetzung |
| Wayne Jackson | Trompete | Titel 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 10, 11 |
| Gene „Bowlegs“ Miller | Trompete | Titel 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 10, 11 |
| Andrew Love | Tenorsaxofon | Titel 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9, 10, 11 |
| Floyd Newman | Baritonsaxofon | Album-Besetzung |
| Earl „Speedo“ Sims | Backgroundgesang | Titel 2 |
| William Bell | Backgroundgesang | Titel 2 |
Zuordnung zur Stereofassung. Die Mitwirkung von Isaac Hayes auf Titel 5 ist widersprüchlich und wird hier nicht behauptet.







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