Künstlerdossier · Rock / Jazz / Studiokunst
Steely Dan: Die Kunst, nichts dem Zufall zu überlassen
Neun Studioalben. Zwei eigenwillige Köpfe. Und Musik, in der bei jedem Wiederhören eine weitere Tür aufgeht.

Es gibt Platten, mit denen man eine Anlage vorführt. Und es gibt Platten, wegen denen man überhaupt eine Anlage haben möchte. Bei Steely Dan begegnen sich diese beiden Welten. Die Produktion kann einen staunen lassen – aber bleiben möchte man wegen der Songs.
Ein Gitarrenlauf, der lässig vorbeizieht und sich dann im Kopf festsetzt. Ein Refrain, der nach Sommer klingt, während die Geschichte dahinter längst im Schatten steht. Eine Bassfigur, die sich zwischen den Schlägen bewegt, ohne den Song aus dem Gleichgewicht zu bringen. Walter Becker und Donald Fagen konnten Musik schreiben, die sofort zugänglich ist und sich trotzdem nicht auf den ersten Blick erschließt. Genau das macht ihre Platten so ergiebig: Man kann sie beiläufig kennenlernen und jahrzehntelang genauer hören.
Ich habe Steely Dan auf meinem Kanal mehrfach begleitet: im Gespräch mit Chad Kassem, beim Vergleich von UHQR-Ausgaben mit amerikanischen White-Label-Promos, beim Gegenhören einer regulären Neuauflage und bei der Wiederentdeckung der beiden späten Studioalben. Aus diesen Videos entsteht hier eine Reise durch das ganze Werk. Die jeweiligen Hörurteile beziehen sich auf die dort verglichenen Exemplare und auf meine Anlage zum Zeitpunkt des Videos. Die Geschichte der Musik reicht natürlich weit darüber hinaus.
Dieser Weg beginnt bei einer Band, die noch gemeinsam auf Tour geht, führt in die Studios von Los Angeles und New York und endet bei zwei späten Alben, die weit mehr sind als ein Nachtrag. Wer bisher nur Aja kennt, hat noch eine Menge vor sich. Wer alle neun Alben im Regal stehen hat, kann die Reise auch als Einladung verstehen, vertraute Musik einmal in einer anderen Reihenfolge wahrzunehmen.
1972 — 2003
Neun Alben. Ein weiter Weg.
Wähle dein Album und spring direkt ins Kapitel.
Becker und Fagen: zwei Autoren, viele Stimmen
Becker und Fagen lernten sich 1967 am Bard College im Staat New York kennen. Ihre Verbindung beruhte auf einer gemeinsamen musikalischen Neugier und einem Humor, der selten mit dem Offensichtlichen zufrieden war. Jazz gehörte zu ihrem Wortschatz, ebenso Rhythm & Blues, Pop und Rock. Daraus entstand keine Sammlung von Stileffekten. Die beiden fanden eine Art, komplizierte Gedanken in Songs zu verpacken, die man mitsingen konnte.
Der Produzent Gary Katz wurde für die frühen Steely-Dan-Alben ein wichtiger Partner; Roger Nichols prägte als Toningenieur die Umsetzung. Anfangs waren Becker und Fagen von einer festen Band umgeben. Später besetzten sie die Instrumente zunehmend nach den Anforderungen des einzelnen Stücks. Das erklärt einen wesentlichen Teil ihres Klangs: Ein Schlagzeuger, ein Gitarrist oder ein Saxophonist kam wegen einer bestimmten musikalischen Eigenschaft ins Spiel. Die wechselnden Namen in den Credits sind deshalb ein Schlüssel zum Hören.
Dabei lohnt es sich, den Menschen hinter der Perfektion zuzuhören. Der Charakter eines Anschlags, die Länge eines Tons und die kleinen Verschiebungen im Rhythmus lassen sich nicht auf technische Sauberkeit reduzieren. Steely Dans Studiokunst lebt gerade davon, dass solche Eigenheiten in sehr genau gebaute Arrangements hineinfinden. Ihre Musik ist voller Entscheidungen; gute Wiedergabe macht diese Entscheidungen nachvollziehbar.
Can’t Buy a Thrill
Eine Band findet ihre Sprache

Do It Again öffnet eine eigene Welt: ein kreisender Rhythmus, eine sofort erkennbare Gesangslinie, und darin Denny Dias’ elektrische Sitar. Reelin’ in the Years setzt einen anderen Akzent. Hier drängt die Gitarre nach vorn, und Elliott Randalls Solospiel wird zu einer zweiten Stimme neben dem Gesang. Schon das Debüt zeigt, wie weit Steely Dan innerhalb eines Albums auseinanderliegende Farben verbinden können.
1972 ist Steely Dan noch als Gruppe greifbar: Becker, Fagen, Dias, Jeff „Skunk“ Baxter, Schlagzeuger Jim Hodder und Sänger David Palmer. Palmer übernimmt den Leadgesang bei Dirty Work und Brooklyn (Owes the Charmer Under Me). Gerade Dirty Work klingt dadurch anders als die Stücke mit Fagen am Mikrofon. Diese Stimmenvielfalt macht das Debüt unverwechselbar. Sie erinnert auch daran, dass die spätere Identität der Band nicht vom ersten Tag an feststand.
Die Aufnahme entstand im Village Recorder in Los Angeles, mit Gary Katz als Produzenten und Roger Nichols an der Technik. Hinter der Eingängigkeit stehen bereits ungewöhnliche harmonische Wege. Das Album bittet nicht darum, diese sofort zu analysieren. Es lässt sie selbstverständlich wirken. Zwischen den bekannten Singles verdienen deshalb auch Only a Fool Would Say That und Fire in the Hole Aufmerksamkeit: Steely Dans musikalische Handschrift ist schon da, aber die Türen stehen noch in mehrere Richtungen offen.
Bei meinem Vergleich der UHQR mit einer amerikanischen White-Label-Promo überraschte mich, wie deutlich ich die Neuauflage bevorzugte. Im Video beschreibe ich unter anderem ihre Frische und den Zugewinn an räumlicher Darstellung. Zwei Tage später folgte auf Zuschauerwunsch der Vergleich mit der regulären Universal-LP. Auch die hielt ich für eine gute Ausgabe; meine klare klangliche Präferenz blieb in diesem Vergleich die UHQR. Das ist eine Aussage über diese gehörten Pressungen, keine automatische Rangliste sämtlicher Ausgaben des Albums.
Steely Dan Can’t Buy a Thrill UHQR vs Original Promo
Video auf Englisch · Einstieg 7:10
Steely Dan Can’t Buy a Thrill: UHQR vs 33 RPM
Video auf Englisch · Einstieg 3:25
Can’t Buy a Thrill im Shop ansehen ↗
AUHQR 0009-45
Auch als Hybrid Stereo SACD ↗CAPP 134 SA
Countdown to Ecstasy
Die Band nimmt sich Raum

Nach dem Debüt dehnt sich die Musik aus. Countdown to Ecstasy hat acht Stücke, darunter Bodhisattva, Your Gold Teeth und King of the World. Die Gitarren dürfen länger sprechen, instrumentale Passagen entwickeln ein eigenes Gewicht. Fagen übernimmt nun durchgehend den Leadgesang. Dadurch wird die erzählerische Stimme eindeutiger, während die Band musikalisch weiter ausholt.
Der Reiz liegt im Zusammenspiel von Beweglichkeit und Konstruktion. Die Stücke sind sorgfältig geschrieben, lassen aber noch deutlich jene Energie erkennen, die man mit einer arbeitenden Band verbindet. Jeff Baxter und Denny Dias stehen nicht einfach als austauschbare Gitarristen nebeneinander. Ihre Beiträge schaffen unterschiedliche Konturen. Victor Feldmans Arbeit an den Tasten und am Schlagwerk erweitert die Farbpalette über das übliche Rockensemble hinaus.
My Old School ist ein guter Zugang, weil der Song seine Energie unmittelbar vermittelt. Danach kann man sich auf die längeren Bögen einlassen. Das Album belohnt es, die Begleitstimmen und die rhythmischen Antworten auf Fagens Gesang zu verfolgen. Man hört dann keine Abfolge einzelner Soli, sondern eine Band, die ihre musikalischen Gedanken über mehrere Stationen entwickelt.
Hinter My Old School steht eine konkrete Erinnerung an die Studienzeit: die Drogenrazzia am Bard College im Mai 1969. Aus dem Titel allein könnte man ein nostalgisches Heimkehrlied erwarten. Die Geschichte dahinter verschiebt diese Erwartung. Darin steckt ein typischer Steely-Dan-Effekt: Die Musik kann so einladend sein, dass man den Widerhaken zunächst übersieht. Wer Text und Arrangement gemeinsam wahrnimmt, hört plötzlich eine andere Art von Rückblick. Zur Entstehungsgeschichte ↗
Auch hier konnte ich die UHQR gegen eine White-Label-Promo hören. Der Vergleich war für mich ausgesprochen überzeugend zugunsten der Neuauflage. Im Video geht es ausdrücklich um das Verhältnis zu dieser Originalpressung. Wer wissen möchte, warum mich die frühen Steely-Dan-UHQRs so beschäftigt haben, sollte diesen Vergleich zusammen mit dem zum Debüt ansehen: Die beiden Alben stellen unterschiedliche musikalische Aufgaben, und genau das macht das Gegenhören interessant.
Steely Dan UHQR: Countdown To Ecstasy UHQR vs. White Label Promo 1st Pressing
Video auf Englisch · Einstieg 8:00
Countdown to Ecstasy im Shop ansehen ↗
AUHQR 0010-45
Auch als Hybrid Stereo SACD ↗CAPP 135 SA
Pretzel Logic
Große Gedanken in kleinen Formen

Pretzel Logic verändert den Maßstab. Statt der ausgedehnten Formen des Vorgängers stehen 1974 kürzere Songs im Mittelpunkt. Das bedeutet keineswegs weniger musikalische Dichte. Rikki Don’t Lose That Number findet schnell ins Ohr; im Verlauf des Albums zeigen sich immer neue Winkel, Wechsel und kleine Umwege. Die Kunst besteht darin, sie wie die selbstverständlichste Sache der Welt erscheinen zu lassen.
Die Verbindung zum Jazz wird besonders offen. Parker’s Band verweist schon im Titel auf Charlie Parker. Mit East St. Louis Toodle-Oo steht außerdem eine Komposition von Duke Ellington und Bubber Miley im Programm. Die beiden Autoren verstehen Tradition als Material, mit dem sie arbeiten können. Ihre Musik lebt von dieser Vertrautheit und behält trotzdem ihren eigenen Ton.
Gleichzeitig verändert sich die Arbeitsweise. Jim Gordon und Jeff Porcaro gehören zu den Schlagzeugern des Albums. Die feste Bandbesetzung wird durch gezielt ausgewählte Studiomusiker ergänzt. Von hier führt ein nachvollziehbarer Weg zu Katy Lied: Der einzelne Song bestimmt zunehmend, wer im Studio welchen Platz bekommt.
Die UHQR wird vom Herausgeber mit Bernie Grundman als Mastering-Ingenieur und dem Originalmasterband als Quelle ausgewiesen. Wer das Album auswählt, sollte es zunächst wegen seiner kompakten Songs und seiner besonderen Stellung zwischen früher Band und später Studiomethode hören. Der Name einer Reihe ersetzt keine titelbezogene Bewertung.
Pretzel Logic im Shop ansehen ↗
AUHQR 0011-45
Auch als Hybrid Stereo SACD ↗CAPP 136 SA
Katy Lied
Die Songs und der Schatten des Studios

Katy Lied gehört zu den Platten, deren technische Geschichte manchmal die Musik überdeckt. Dabei ist der musikalische Reichtum der unmittelbare Grund, hier zu bleiben. Black Friday, Bad Sneakers und Doctor Wu führen durch sehr unterschiedliche Stimmungen. Fagens Stimme verbindet sie, während Michael McDonalds Hintergrundgesang eine neue, markante Farbe hinzufügt.
Jeff Porcaro ist für dieses Album eine zentrale Figur am Schlagzeug. Sein Spiel erinnert daran, dass Steely Dans Genauigkeit nicht mit Starrheit gleichzusetzen ist. Der Rhythmus muss eine Form tragen und gleichzeitig atmen. Gerade deshalb lohnt es sich, Katy Lied als Ensembleaufnahme zu hören und nicht nur die auffälligen Einzelbeiträge herauszugreifen.

Für Your Gold Teeth II gab Fagen Porcaro eine Mingus-Aufnahme mit Dannie Richmond als rhythmische Anregung mit. Die überlieferte Sessiongeschichte zeigt etwas Schönes: Manchmal führt der Weg zur richtigen Aufführung erst einmal weg vom eigenen Stück und hinein in andere Musik. Jazz steht hier nicht als Etikett auf der Verpackung; er ist Teil einer gelebten musikalischen Verständigung. Zur Sessiongeschichte ↗
Die Probleme mit der damaligen dbx-Rauschunterdrückung gehören zur Überlieferung des Albums. Allerdings widersprechen sich Aussagen über Art und Reichweite des Schadens. Daraus lässt sich keine einfache Geschichte ableiten, nach der eine neue Ausgabe alles repariert hätte. Auch die Herausgeberangabe „Originalmasterband“ beantwortet die Frage nach dem Zustand des historischen Materials nicht. Eine sorgfältige Neuauflage und eine problematische Aufnahmegeschichte können nebeneinander bestehen.
In meinem Video zur Katy-Lied-UHQR erzähle ich, wie gut ich nach dem erneuten Hören verstehen konnte, dass manche Steely-Dan-Fans gerade dieses Album zu ihrem Favoriten erklären. Gerade zwischen den häufig genannten Aja und Gaucho lohnt sich dieser Umweg. Katy Lied zeigt eine andere Seite derselben Autoren: zehn konzentrierte Songs, in denen die einzelnen Musiker mit wenigen Gesten sehr viel erzählen.
4 Major Reissues: Steely Dan, Genesis, CSN & Alfie
Video auf Englisch · Einstieg 0:15
The Royal Scam
Die Gitarre erzählt mit

Bei The Royal Scam rückt die Gitarre ins Zentrum. Larry Carlton ist eine Schlüsselfigur, aber nicht der einzige wichtige Gitarrist dieser Sessions. Denny Dias, Dean Parks und Elliott Randall gehören ebenfalls zu den Beteiligten. Die Namen helfen, das Album als Begegnung verschiedener musikalischer Handschriften zu verstehen. Es wäre zu einfach, jede eindrucksvolle Gitarrenstelle pauschal Carlton zuzuschreiben.
Kid Charlemagne zeigt, wie ein Solo in die Dramaturgie eines Songs hineinwachsen kann. Es ist mehr als eine Unterbrechung zwischen zwei Gesangspassagen. Die Gitarre führt den Gedanken weiter, verändert seine Temperatur und gibt ihn an den Song zurück. Don’t Take Me Alive setzt einen anderen Akzent; Haitian Divorce eröffnet wieder eine andere Klangwelt. Gerade innerhalb der gitarrenbetonten Anlage bleibt das Album erstaunlich vielseitig.

Die Figur in Kid Charlemagne ist lose von Owsley Stanley angeregt. The Caves of Altamira richtet den Blick dagegen auf die Begegnung mit Höhlenmalerei. Zwischen diesen Themen liegt eine enorme Entfernung; auf dem Album finden sie im selben musikalischen Kosmos Platz. Gerade deshalb lohnt es sich, Steely Dan nicht allein als Produzenten vorbildlicher Aufnahmen zu betrachten. Becker und Fagen interessieren sich für Figuren und Vorstellungen, die sich einer einfachen Popgeschichte entziehen. Zu den Hintergründen der Songs ↗
Chuck Rainey am Bass und die Beiträge der Schlagzeuger Bernard Purdie und Rick Marotta gehören zum Fundament. Gary Katz produziert; Roger Nichols und Elliot Scheiner sind an der Aufnahmetechnik beteiligt. Solche Credits sind keine dekorative Namensliste. Sie erklären, warum Steely Dans Studiowerk immer auch eine Geschichte hervorragender Begleitmusiker ist.
Als ich die Royal-Scam-UHQR im Video von Juli 2025 vorstellte, war für mich ein großer Bogen des Katalogprogramms geschlossen. Ich ordnete sie neben den anderen Ausgaben ein und sagte ausdrücklich, dass mir eine Rangfolge schwerfällt. Im Mittelpunkt steht dabei die Freude darüber, diesen Katalog in solchen Ausgaben hören zu können. The Royal Scam fügt dem Gesamtbild seine ganz eigene, gitarrenbetonte Seite hinzu.
The CCR Audiophile Grail Is Back—Plus Steely Dan UHQR
Video auf Englisch · Einstieg 7:30
The Royal Scam im Shop ansehen ↗
AUHQR 0013-45-1
Auch als Hybrid Stereo SACD ↗CAPP 138 SA
Aja
Der Raum hinter den Details

Aja ist für viele der erste Kontakt mit Steely Dan als audiophilem Thema. Das ist verständlich, kann aber auch den Blick verengen. Denn das Album ist nicht nur deshalb bedeutend, weil es auf einer guten Anlage eindrucksvoll wirkt. Seine sieben Stücke verbinden melodische Klarheit mit einer musikalischen Beweglichkeit, die sich kaum erschöpft. Black Cow, Deacon Blues, Peg und Josie bieten sehr unterschiedliche Zugänge.
Der Titelsong führt besonders weit. Wayne Shorters Saxophon und Steve Gadds Schlagzeug gehören zu seinen prägenden Stimmen. Wer vom Jazz kommt, findet hier einen unmittelbaren Anknüpfungspunkt. Wer über Popmusik einsteigt, kann verfolgen, wie weit ein Song seine Form öffnen kann, ohne den Zusammenhang zu verlieren. Die Details haben eine Richtung. Sie stehen nicht nur nebeneinander.

Wayne Shorters Weg führt auch zum zweiten großen Quintett von Miles Davis. Wer seine musikalische Persönlichkeit weiterverfolgen möchte, findet im Miles-Davis-Dossier den größeren Zusammenhang. Solche Verbindungen machen das Plattensammeln spannend: Ein Name in den Credits kann die Tür zu einer völlig anderen Sammlung öffnen.
Bei meiner ersten Beschäftigung mit der Aja-UHQR im November 2023 war die Reaktion außergewöhnlich deutlich: Für mich war das ein Kandidat für die audiophile Wiederveröffentlichung des Jahres. Es ist hilfreich, diesen Enthusiasmus im Zusammenhang des Videos zu hören. Der Titel lautet bewusst First Impression. Für den Einstieg in dieses Album ist das Video vor allem eine Einladung, sich auf seine musikalische und räumliche Wirkung einzulassen.
Bei der Bandquelle ist Genauigkeit besonders wichtig. Die ursprüngliche Ankündigung des Katalogprogramms nennt für Aja eine analoge, nicht entzerrte Bandkopie. Auch die Herausgeberseite der UHQR weist eine analoge Bandkopie aus. Aja ist deshalb eine Ausnahme im Katalogprogramm und sollte als solche beschrieben werden. Die Qualität einer Ausgabe muss sich ohnehin am Ergebnis messen lassen, nicht an einem verkürzten Etikett.
First Impression: UHQR Steely Dan: Aja
Video auf Englisch · Einstieg 0:27
Gaucho
Die Spannung unter der glatten Oberfläche

Gaucho klingt in der Geschichte von Steely Dan wie eine weitere Verengung des Blicks: sieben Songs, stark kontrollierte Formen und eine Welt, in der die Figuren selten ganz mit sich im Reinen sind. Babylon Sisters, Hey Nineteen und Time Out of Mind gehören zu den offensichtlichen Ankerpunkten. Wer darin nur Eleganz hört, kann beim nächsten Durchgang auf die Spannung zwischen freundlicher Oberfläche und den erzählten Situationen achten.
Das 1980 veröffentlichte Album steht am Ende der ersten Studioära. Seine Produktionsgeschichte ist mit Roger Nichols’ Arbeit und dem frühen digitalen Schlagzeugsystem Wendel verbunden. Dieser technische Aspekt gehört in die Geschichte, erklärt aber nicht allein die Wirkung des Albums. Die entscheidende Frage bleibt musikalisch: Wie kann ein Groove zugleich genau kontrolliert und so wirksam sein?
Als die Gaucho-UHQR bei mir ankam, habe ich im Video ausdrücklich keinen Vergleich mit einem Original gemacht. Mein Bezugspunkt war Aja als klanglich herausragende Neuauflage. Ich beschrieb die raumfüllende Wirkung und stellte Gaucho neben Aja, ohne Aja schlicht für besser zu erklären. Wer den Videotitel „Gaucho vs. Aja“ liest, sollte also wissen: Hier werden zwei unterschiedliche Alben und ihre Wirkung besprochen, nicht zwei Pressungen desselben Albums.
Auch Gaucho bildet eine Ausnahme bei der Bandquelle. Laut Ankündigung des Programms wurde eine analoge Kopie von 1980 verwendet, die ursprünglich von Bob Ludwig entzerrt worden war. Diese konkrete Information ist nützlicher als die Behauptung, sämtliche Steely-Dan-UHQRs seien unmittelbar aus demselben Quellentyp entstanden. Albumgeschichte, verwendetes Band und neues Mastering sind drei verschiedene Ebenen.
Gaucho vs. Aja, David Crosby, Hall & Oates, First Pablo
Video auf Englisch · Einstieg 0:35
Two Against Nature
Zwanzig Jahre später – und sofort wieder erkennbar

Zwischen Gaucho und Two Against Nature liegen zwanzig Jahre. Donald Fagens The Nightfly von 1982 gehört in diesen Zwischenraum, ebenso Walter Beckers eigene Arbeit und die Rückkehr auf die Konzertbühne. Ein Soloalbum ist dabei kein Steely-Dan-Studioalbum: Wer die Diskografie ordnet, sollte diese Grenze sichtbar lassen, auch wenn die musikalischen Verbindungen offenkundig sind.
Two Against Nature kam 2000 heraus und führt den Dialog von Becker und Fagen weiter. What a Shame About Me, Jack of Speed und West of Hollywood laden dazu ein, die späte Band nicht ausschließlich an den Erwartungen an Aja zu messen. Die Schreibweise bleibt erkennbar, doch die Perspektive ist eine andere. Es wäre schade, das Album nur als Comeback-Erfolg abzulegen.

Die Grammy-Auszeichnung als Album of the Year machte die Rückkehr weithin sichtbar. Für den eigenen Zugang ist es ergiebiger, den Songs Zeit zu geben. Die Musik erklärt sich nicht allein aus dem Abstand von zwanzig Jahren. Sie steht als eigenes Kapitel da, mit eigenen Figuren, rhythmischen Vorstellungen und langen musikalischen Gedanken.
Mein Video von Juni 2022 behandelt die Analogue-Productions-45-RPM-Ausgabe zusammen mit Everything Must Go. Ich hatte beide gegen die Record-Store-Day-Ausgaben des Vorjahres gehört und bevorzugte die AP-Ausgaben deutlich. Die vorherigen Ausgaben beschrieb ich bereits als gut. Gerade deshalb war der Vergleich interessant. Wichtig für die Kaufentscheidung: Diese beiden AP-Doppel-LPs sind keine UHQR-Ausgaben.
New Analogue Production: 2 Great Steely Dan! + Thoughts on AP vs. MoFi
Video auf Englisch · Einstieg 6:55
Everything Must Go
Ein letztes Studioalbum mit eigener Stimme

Everything Must Go erschien 2003, nur drei Jahre nach Two Against Nature. Die unmittelbare Nachbarschaft ist wichtig: Dieses Album muss keine zwanzigjährige Pause überbrücken. Es kann aus einer wieder aufgenommenen Zusammenarbeit entstehen. The Last Mall, Things I Miss the Most und der Titelsong geben ihm eine eigene Atmosphäre, die man nicht durch den Vergleich mit den Siebzigerjahren ersetzen sollte.
Walter Becker übernimmt bei Slang of Ages selbst den Leadgesang. Seine Stimme verändert die Perspektive innerhalb des Albums; sie macht den zweiten Autor auf eine andere Weise präsent. Auch der Blick auf das Ensemble lohnt sich: Keith Carlock spielt Schlagzeug, Becker Bass. Die Produktion setzt auf das Zusammenspiel einer vergleichsweise konzentrierten Besetzung.

Damit bekommt die Reise durch die neun Studioalben einen schönen Rückbezug. Sie begann mit einer Band und führte durch die immer stärker differenzierte Besetzung der Studiowerke. Hier steht wieder die Erfahrung gemeinsamen Spielens im Vordergrund. Das ist keine Rückkehr zum Debüt. Es ist eine späte Form von Zusammenarbeit, die ihre eigene Gelassenheit zulässt.
In meinem gemeinsamen Video zu den beiden späten AP-Ausgaben gilt der positive Vergleich mit den Record-Store-Day-Pressungen auch Everything Must Go. Wer bisher vor allem die sieben klassischen Alben gehört hat, findet hier deshalb einen guten Anlass, den Horizont zu erweitern. Das Album beschließt den Studioalbum-Katalog mit Walter Becker; es sollte auch am Ende einer solchen Reise als Musik stehen dürfen, nicht bloß als historische Schlussmarke.
Zum gemeinsamen Video über die beiden späten Alben ↑
DIE MENSCHEN IN DER MUSIK
Die Musiker hinter dem Namen Steely Dan

Gitarren: Charakter statt Austauschbarkeit
Denny Dias und Jeff Baxter verbinden die frühen Alben mit der Erfahrung einer festen Band. Später treten andere Stimmen hinzu. Larry Carlton ist auf The Royal Scam besonders wichtig; Elliott Randall prägt schon Reelin’ in the Years auf dem Debüt. Diese Unterschiede machen die Credits zum Hörweg: Nimm zwei Beiträge verschiedener Gitarristen und verfolge, wie sie einen Song beginnen, unter dem Gesang Platz lassen und in einem Solo Spannung aufbauen. Die Frage ist dabei, was der jeweilige Musiker dem Stück gibt.
Schlagzeug: Präzision hat viele Formen
Jeff Porcaro, Bernard Purdie, Steve Gadd und Keith Carlock stehen für unterschiedliche Stationen dieser Geschichte. Es wäre wenig ergiebig, sie alle auf das Wort „perfekt“ zu reduzieren. In den jeweiligen Arrangements übernehmen sie verschiedene Aufgaben. Gadds Beitrag im Titelsong Aja ist ein anderer Bezugspunkt als das Ensemblegefühl von Everything Must Go. Wer die Diskografie über die Schlagzeugstimmen erschließt, hört den Wandel der Band besonders deutlich.
Tasten, Saxophon und die Stimmen im Hintergrund
Victor Feldman erweitert die instrumentalen Möglichkeiten der früheren Studiowerke. Wayne Shorters Beitrag zu Aja schafft eine Verbindung zu einer eigenen, großen Jazzgeschichte. Michael McDonalds Hintergrundgesang gibt unter anderem Katy Lied eine charakteristische zusätzliche Stimme. Solche Beiträge sind mehr als Schmuck. Sie können eine Passage so stark prägen, dass man sie wiedererkennt, bevor man den Namen im Booklet gelesen hat.
Katz, Nichols und die Arbeit hinter der Scheibe
Gary Katz und Roger Nichols gehören in diese Geschichte, auch wenn sie nicht vor dem Mikrofon stehen. Produktion und Aufnahmetechnik machen aus einer musikalischen Vorstellung eine festgehaltene Aufführung. Später kommt bei einer Wiederveröffentlichung eine weitere Arbeit hinzu: Das Mastering muss mit dem vorhandenen Material umgehen. Deshalb ist es sinnvoll, Originalaufnahme und Reissue getrennt zu beschreiben. Ein neuer Schnitt ist keine neue Session, und ein anderer Tonträger ersetzt nicht die Entscheidungen der Musiker.
ORIGINAL · NEUAUFLAGE · FORMAT
Welche Steely-Dan-Ausgabe passt zu dir?
Die richtige Ausgabe beginnt beim Album, das du wirklich hören möchtest. Aja ist ein naheliegender Zugang zur ausgearbeiteten Studiowelt. Can’t Buy a Thrill führt über besonders vertraute Songs hinein. Countdown to Ecstasy und The Royal Scam geben den Gitarren mehr Gewicht. Katy Lied lohnt sich gerade dann, wenn du die bekannten Höhepunkte bereits kennst. Das ist eine Orientierung nach Musik, keine Rangliste nach Prestige.
Bei Originalpressungen zählen die konkrete Ausgabe und der Zustand. Eine amerikanische White-Label-Promo ist ein interessantes Vergleichsexemplar, aber die Bezeichnung allein garantiert keinen bestimmten Klang. Dass ich in zwei Videos eine UHQR gegenüber einer Promo bevorzugt habe, macht nicht jedes Original überflüssig. Historische Pressungen sind auch Dokumente ihrer Zeit. Wer verschiedene Schnitte sammelt, sollte Matrixangaben und Zustand festhalten, statt Ergebnisse unterschiedlicher Exemplare miteinander zu vermischen.
Die sieben klassischen Alben von Can’t Buy a Thrill bis Gaucho bilden das UHQR-Katalogprogramm. Die hier behandelten Ausgaben laufen mit 45 RPM auf zwei LPs. Das bedeutet mehr Seitenwechsel. Wer ein Album besonders gern ohne Unterbrechung erlebt, darf diesen praktischen Punkt genauso ernst nehmen wie Verpackung oder Material. Mein Hörurteil gilt dem vollständigen Ergebnis aus Quelle, Mastering, Pressung und Wiedergabe; es lässt sich nicht allein aus der Drehzahl ableiten.

Bei den regulären 180-Gramm-Neuauflagen von Geffen/UMe nennt die Ankündigung hochauflösende Digitaldateien als Grundlage für den Lackfolienschnitt durch Alex Abrash. Es handelt sich also nicht einfach um dieselbe UHQR in einer anderen Hülle. Die SACDs sind wiederum digitale Tonträger. Eine Hybrid-Stereo-SACD verbindet eine SACD-Schicht mit einer CD-Schicht und wird nicht auf dem Plattenspieler abgespielt. Hörurteile zu einer Vinylpressung lassen sich nicht automatisch auf die SACD desselben Albums übertragen.
Two Against Nature und Everything Must Go gehören als Analogue-Productions-45-RPM-Doppel-LPs in diese Reise, aber nicht in die UHQR-Schublade. Diese Trennung hilft beim Vergleichen. Du musst nicht den ganzen Katalog in einem einzigen Format kaufen. Ein Lieblingsalbum als aufwendig gestaltete Vinyl-Ausgabe und ein anderes als SACD können eine sehr vernünftige Sammlung ergeben. Entscheidend bleibt, dass du die Musik tatsächlich hörst.
Wenn du das Format über Steely Dan hinaus kennenlernen möchtest, findest du auf der Seite zur UHQR-Serie die weiteren Titel und Hintergründe. Hier im Dossier führt jeder Ausgabenlink dagegen direkt zum besprochenen Album. So kannst du zwischen Künstlergeschichte und konkreter Ausgabe wechseln, ohne den Zusammenhang zu verlieren.
Wie du zu Hause sinnvoll vergleichst
Nimm einen gut bekannten Abschnitt und höre ihn bei möglichst vergleichbarer Lautstärke. Eine etwas lautere Wiedergabe kann zunächst eindrucksvoller wirken. Achte dann auf konkrete musikalische Beziehungen: Bleibt die Stimme als Teil des Ensembles verständlich? Lässt sich die Basslinie verfolgen? Werden Schlagzeugakzente deutlich, ohne dass du den Zusammenhang des Songs verlierst?
Wechsle nicht nach jedem einzelnen Ton. Manche Unterschiede erschließen sich erst über eine vollständige Passage. Notiere dir kurz, was dich musikalisch stärker hineinzieht und was eher ablenkt. So entsteht eine eigene Entscheidung, die über Schlagwörter wie „mehr Details“ hinausgeht. Die Videos geben dir dafür Bezugspunkte; das Hören im eigenen Raum bleibt eine eigene Erfahrung.
WO DU WEITERHÖREN KANNST
Drei Wege durch die neun Alben
Du kommst von den Songs
Beginne mit Can’t Buy a Thrill und Pretzel Logic. Vertraute Melodien machen den Einstieg leicht; die Unterschiede zwischen beiden Alben zeigen schnell, wie die Band ihre Formen verändert. Gehe danach zu Katy Lied. So führt der Weg von eingängigen Songs in eine immer genauer ausgehörte Studiowelt.
Du kommst vom Jazz
Starte mit dem Titelsong von Aja, gehe zu Your Gold Teeth auf Countdown to Ecstasy und höre anschließend Parker’s Band auf Pretzel Logic. Das sind unterschiedliche Arten, Jazz in Songs hineinzudenken. Keines dieser Alben muss dazu wie ein traditionelles Jazzalbum funktionieren.
Du kennst die Klassiker schon
Höre Two Against Nature und Everything Must Go direkt hintereinander. Kehre danach zu Gaucho zurück. Die beiden späteren Alben bekommen so zunächst ihren eigenen Zusammenhang; der Blick zurück zeigt Verbindungen und Unterschiede, ohne das Spätwerk auf einen Comeback-Effekt zu reduzieren.
45 RPM Audiophile
Vom Gespräch zur Platte: meine Steely-Dan-Videos
Die Videos erzählen auch eine eigene kleine Geschichte der Wiederveröffentlichungen. Im Juni 2022 standen zunächst Two Against Nature und Everything Must Go im Mittelpunkt. Damals war die Aussicht auf weitere Steely-Dan-Titel noch Teil der Erwartung. Im September sprach ich mit Chad Kassem über das angekündigte UHQR-Programm. In diesem Gespräch berichtet er, wie ein Auftritt Donald Fagens in Salina 2017 zum Ausgangspunkt seiner Geschichte wurde. Das ist die Erzählung des Herausgebers aus erster Hand und ein anderer Blickwinkel als ein späterer Hörvergleich.
Danach wurden die abstrakten Pläne zu konkreten Platten auf dem Teller: das Debüt gegen eine White-Label-Promo, die reguläre Universal-Ausgabe als zusätzliche Option, Countdown to Ecstasy, später Aja und Gaucho. Die Vorstellungen von Katy Lied und The Royal Scam erweitern den Bogen. Die älteren Videos bleiben deshalb interessant, auch wenn damalige Vorbestelltermine und Preisangaben heute überholt sind. Sie dokumentieren, wann eine Einschätzung entstand und worauf sie sich bezog.
Das Gespräch mit Patrick über Steely Dan und Originalpressungen gehört als Diskussion ebenfalls dazu. Es schafft Raum für Fragen, die ein einzelner Plattenvergleich nicht abschließend beantwortet: Was erwarten wir von einer Wiederveröffentlichung? Welchen eigenen Reiz hat eine frühe Pressung? Wo ist ein persönliches Urteil hilfreich, und wo braucht es das genaue Exemplar? Unter jedem Album findest du den passenden Einstieg; hier stehen die ergänzenden Gespräche und der vollständige Videoüberblick.
Chad Kassem on Steely Dan UHQR + Q&A
Video auf Englisch · Einstieg 0:21
Patrick & Michael: Steely Dan, Og´s and what comes to mind
Video auf Englisch · Einstieg 0:00
Videoarchiv: Vergleiche, Gespräche und Ankündigung
- New Analogue Production: 2 Great Steely Dan! + Thoughts on AP vs. MoFi ↗
- Chad Kassem on Steely Dan UHQR + Q&A ↗
- Patrick & Michael on Original Pressings ↗
- Patrick & Michael: Steely Dan, Og´s and what comes to mind ↗
- Steely Dan Can’t Buy a Thrill UHQR vs Original Promo ↗
- Steely Dan Can’t Buy a Thrill: UHQR vs 33 RPM ↗
- Michael45 & Patrick: A Little Thriller and OG Related Discussion ↗
- Steely Dan UHQR: Countdown To Ecstasy UHQR vs. White Label Promo 1st Pressing ↗
- Amazing New Preorder Titles: Pink Floyd – Bob Dylan – Steely Dan and Many More ↗ · historische Vorbestellankündigung
- First Impression: UHQR Steely Dan: Aja ↗
- November Highlights With Nadine George and Nick ↗
- Gaucho vs. Aja, David Crosby, Hall & Oates, First Pablo ↗
- 4 Major Reissues: Steely Dan, Genesis, CSN & Alfie ↗
- The CCR Audiophile Grail Is Back—Plus Steely Dan UHQR ↗
Die Perfektion ist erst der Anfang
Am Ende dieser neun Alben bleibt eine erstaunlich bewegliche Geschichte. Die frühere Band, die präzise gesetzten Studiobesetzungen, die lange Pause und das späte Wiederanknüpfen gehören zusammen. Man versteht Aja anders, wenn man zuvor Countdown to Ecstasy gehört hat. Und Everything Must Go gewinnt, wenn es nicht ständig die Aufgabe bekommt, noch einmal ein Album aus den Siebzigerjahren zu sein.
Die beste Steely-Dan-Sammlung ist deshalb nicht zwangsläufig die mit den meisten dicken Boxen. Sie ist die, in der du immer wieder eine Platte herausziehst. Vielleicht wegen eines Gitarrensolos. Vielleicht wegen eines Songs, der dich seit Jahrzehnten begleitet. Und manchmal, weil eine neue Ausgabe dir zeigt, dass in einem scheinbar vertrauten Arrangement noch etwas auf dich gewartet hat.
FAQ
Häufige Fragen zu Steely Dan auf Vinyl
Wie viele Studioalben haben Steely Dan veröffentlicht?
Neun: Can’t Buy a Thrill (1972), Countdown to Ecstasy (1973), Pretzel Logic (1974), Katy Lied (1975), The Royal Scam (1976), Aja (1977), Gaucho (1980), Two Against Nature (2000) und Everything Must Go (2003). Livealben, Kompilationen und die Soloalben von Fagen und Becker sind darin nicht enthalten.
Mit welchem Steely-Dan-Album soll ich anfangen?
Aja bietet einen guten Zugang zur Studiokunst; Can’t Buy a Thrill führt über bekannte Songs und die frühe Band hinein. Wenn du Gitarren besonders magst, höre danach The Royal Scam oder Countdown to Ecstasy. Die passende Wahl hängt von deiner Musikvorliebe ab.
Sind alle Steely-Dan-UHQRs vom Originalmasterband?
Nein. Die Ankündigung nennt für Aja eine analoge Bandkopie und für Gaucho eine 1980 angefertigte, ursprünglich von Bob Ludwig entzerrte Bandkopie. Deshalb sollte die Quelle stets je Album angegeben werden.
Gibt es Two Against Nature und Everything Must Go auch als UHQR?
Die hier vorgestellten Analogue-Productions-Ausgaben sind 45-RPM-Doppel-LPs mit den Katalognummern AAPP 141-45 und AAPP 142-45. Sie sind keine UHQR-Ausgaben.
Ist The Nightfly ein Steely-Dan-Album?
The Nightfly erschien 1982 als Soloalbum von Donald Fagen. Es ist musikalisch eng mit der Geschichte verbunden, gehört aber nicht zu den neun Steely-Dan-Studioalben.
Hat die neue Katy-Lied-Ausgabe die dbx-Probleme repariert?
Dafür wird hier kein Beleg behauptet. Die historischen Aussagen zum Problem widersprechen sich. Eine positive Besprechung der Neuauflage beweist keine technische Wiederherstellung der damaligen Aufnahme.
Quellen und redaktionelle Hinweise
Album- und Ausgabedaten wurden mit Herausgeberangaben, Diskografie und vorhandenen Rechercheakten abgeglichen. Persönliche Höraussagen sind an die jeweiligen Videos gebunden. Die Illustrationen sind KI-generierte redaktionelle Zeichnungen und keine historischen Fotografien; die Ausgabencover bleiben unverändert. Michael betreibt den Shop, auf dessen Produkte dieser Artikel verlinkt.
- Programm und Bandquellen / Programme and tape sources
- Diskografie / Discography
- Bandgeschichte / Band history
- Katy Lied: Aufnahmegeschichte / Recording history
- Roger Nichols und Wendel
- Everything Must Go: Gespräch mit Becker und Fagen / Interview
- Can’t Buy a Thrill
- Countdown to Ecstasy
- Pretzel Logic
- Katy Lied
- The Royal Scam
- Aja
- Gaucho
- Two Against Nature
- Everything Must Go












































































