Sechs Songs mit Bigband, sechs mit Streichern und Ray Charles mittendrin: The Genius of Ray Charles als Hybrid-Stereo-SACD aus der Atlantic 75 Series. Die zwölf Lieder laufen am Stück durch – von den Bläsersätzen von Quincy Jones direkt hinein in die Streicherballaden von Ralph Burns.
Zwei Orchesterwelten, eine Stimme
Auf The Genius of Ray Charles, 1959 erschienen, treffen zwei Orchesterwelten aufeinander. Sechs Stücke stehen auf dem Fundament einer Bigband, sechs weitere holen Streicher dazu, und Charles verbindet beides mit Stimme und Klavier. Das Album zeigt einen Sänger, der sein Repertoire über Rhythm & Blues hinaus erweitert, ohne dessen Sprachgefühl aufzugeben.
Auf der SACD folgen die zwölf Lieder in ihrer ursprünglichen Reihenfolge: zuerst die sechs Bigband-Titel, dann die sechs Balladen mit Streichern. Der Wechsel der Besetzung kommt mitten in einem durchgehenden Hörerlebnis – und fällt gerade deshalb auf, wenn die Bläser den Streichern Platz machen.

Quincy Jones und die Bläser
Die Bigband-Arrangements stammen von Quincy Jones. Musiker aus dem Umfeld von Count Basie und Duke Ellington bringen ihre Erfahrung ein, darunter Clark Terry, Zoot Sims und Freddie Green, dazu Musiker aus Charles’ eigenem Kreis. David „Fathead“ Newman bekommt mehrere Soli, Paul Gonsalves ist in „Two Years of Torture“ zu hören.
Schon „Let the Good Times Roll“ aus dem Repertoire von Louis Jordan macht von den ersten Takten an klar, wer welche Aufgabe hat. Achte darauf, wie Charles eine Zeile phrasiert und wie die Bläser antworten. Die Größe der Besetzung zeigt sich nicht nur in der Lautstärke, sondern in der Vielfalt der Antworten, die ein einzelner Sänger bekommen kann.

Streicher von Ralph Burns
Die Streicherarrangements schrieb Ralph Burns. Die zweite Hälfte beginnt mit „Just for a Thrill“ und endet mit „Come Rain or Come Shine“, dazwischen stehen Lieder wie „Don’t Let the Sun Catch You Cryin’“ und „Am I Blue?“. Die Streicher geben derselben Stimme einen anderen Rahmen, und Charles muss seine musikalische Identität dafür nicht ablegen.
Hier lohnt es sich, auf den Abstand zwischen einer gesungenen Phrase und ihrer Fortsetzung im Orchester zu hören. Das Album stellt nicht einfach zwei Besetzungen nebeneinander: Seine Folge führt von der direkten Ansprache der Bigband zu den langen Linien der Balladen. Jerry Wexler und Nesuhi Ertegun betreuten die Produktion, Tom Dowd und Bill Schwartau gehörten zum Aufnahmeteam.
Die Hybrid-Stereo-SACD der Atlantic 75 Series
CAPA 066 SA ist eine Hybrid-Stereo-SACD aus der Atlantic 75 Series von Analogue Productions. Die SACD-Schicht spielst du auf einem SACD-fähigen Spieler ab, die CD-Schicht auf jedem gewöhnlichen CD-Spieler. Die Disc enthält die zwölf Lieder des Originalalbums.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.
Mehr aus der Reihe: Atlantic 75 Series
Auch in einer anderen Ausgabe: The Genius Of Ray Charles
Weitere SACDs von Ray Charles: Ray Charles · What’d I Say
Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen
Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Ray Charles | Gesang, Klavier |
| Clark Terry | Trompete |
| Ernie Royal | Trompete |
| Joe Newman | Trompete |
| Snooky Young | Trompete |
| Marcus Belgrave | Trompete |
| John Hunt | Trompete |
| Melba Liston | Posaune |
| Quentin Jackson | Posaune |
| Thomas Mitchell | Posaune |
| Al Grey | Posaune |
| Frank Wess | Tenorsaxofon, Altsaxofon, Flöte |
| Paul Gonsalves | Tenorsaxofon |
| Zoot Sims | Tenorsaxofon |
| Billy Mitchell | Tenorsaxofon |
| David "Fathead" Newman | Tenorsaxofon |
| Quincy Jones | Dirigat |
| Bob Brookmeyer | Ventilposaune |







Rezensionen
Es gibt noch keine Rezensionen.