Fritz Reiner – Brahms: Violin Concerto/ Jascha Heifetz, violin

82,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
45 RPM
2 LPs
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Classical

Nur noch wenige

✓ Versand meist in 1–2 Werktagen

LabelAnalogue Productions (RCA Living Stereo)
KatalognummerAAPC 1903-45
GenreClassical
Anzahl Platten2

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

Mir ist bewusst und ich stimme zu, dass die Platte aus der Originalfolie genommen wird (die Folie liegt der Lieferung bei).

Artikelnummer: AAPC 1903-45 Kategorien: , , , ,

Ein Solist, der sich gegen ein ganzes Orchester behauptet

Brahms lässt die Violine nicht sofort auftreten. Zunächst entwickelt das Orchester den Raum, in den sie später eintritt: Themen, Spannung und Bewegung sind bereits da, bevor der Solist seine erste große Aussage macht. Genau deshalb ist dieses Konzert mehr als eine virtuose Hauptrolle mit Begleitung. Jascha Heifetz begegnet hier Fritz Reiner und dem Chicago Symphony Orchestra – einer Partnerschaft, bei der es sich lohnt, die musikalische Verantwortung auf beiden Seiten wahrzunehmen.

Die Aufnahme entstand am 21. und 22. Februar 1955 in Chicagos Orchestra Hall. Heifetz hatte am Vortag bereits in demselben Saal gespielt; die Chronik seines Nachlasses hält Konzert und anschließende RCA-Sitzungen getrennt fest. Reiner war seit 1953 Musikdirektor des Orchesters. Die Einspielung gehört damit in die frühe Phase jener Zusammenarbeit, die einen bedeutenden Teil des RCA-Katalogs prägen sollte.

Jascha Heifetz – Brahms: Violinkonzert
Jascha Heifetz

Joachim steht hinter dem Werk

Brahms komponierte sein einziges Violinkonzert 1878 und widmete es Joseph Joachim, der ihn bei der Gestaltung des Soloparts beriet. Bei der Uraufführung am 1. Januar 1879 im Leipziger Gewandhaus spielte Joachim die Violine, Brahms dirigierte. Diese Entstehung erklärt etwas vom Charakter des Werks: Es verbindet den Anspruch einer großen sinfonischen Form mit den Möglichkeiten eines Instruments, dessen praktische Einzelheiten Brahms im Austausch mit einem herausragenden Geiger erprobte.

Heifetz’ eigene Ausbildung berührt diese Geschichte auf einem indirekten Weg. Er studierte bei Leopold Auer, der zuvor in Hannover mit Joachim gearbeitet hatte. Daraus folgt keine identische Interpretationslehre über Generationen hinweg. Es macht aber deutlich, dass die Musik für Heifetz nicht nur gedruckter Text war, sondern auch innerhalb einer lebendigen Geigentradition stand. Welche Lösungen ein Solist für Linie, Artikulation und Übergang findet, bleibt dennoch seine eigene Entscheidung.

Brahms, 1955 – Brahms: Violinkonzert
Brahms, 1955

Die Oboe eröffnet das Adagio

Im langsamen Satz gehört eine der entscheidenden melodischen Aussagen zunächst der Oboe. Die Violine darf zuhören, bevor sie übernimmt und weiterführt. Dieser Moment ist ein wunderbarer Gegenpol zur Vorstellung, ein Solokonzert müsse seinen Hauptdarsteller ununterbrochen beschäftigen. Brahms gewinnt Ausdruck gerade durch den Wechsel der Stimmen. Wer auf das Verhältnis zwischen Holzbläsern und Violine achtet, hört den Satz als Austausch statt als bloße Ruhepause zwischen den Ecksätzen.

Ursprünglich hatte Brahms eine viersätzige Anlage erwogen. Die endgültige Dreisätzigkeit gibt dem Adagio seine besondere Stellung zwischen dem ausgedehnten Kopfsatz und dem energischen Finale. Dessen tänzerische Bewegung wirkt nicht losgelöst vom Vorhergehenden: Nach den langen Spannungsbögen kommt eine andere Art von Vorwärtsdrang ins Spiel. Der Wechsel von Gewicht, Beweglichkeit und melodischer Führung trägt die Dramaturgie des ganzen Konzerts.

Stereo war schon da, die Schallplatte folgte später

Die Aufnahme wurde 1955 zunächst als Mono-LP LM-1903 veröffentlicht. Die Stereoausgabe LSC-1903 folgte erst 1958. Das macht diese Produktion zu einem interessanten Zeugnis der Übergangszeit: Aufnahmetechnik und alltägliches Wiedergabeformat entwickelten sich nicht im selben Tempo. Die heute angebotene Ausgabe bezieht sich auf die Stereofassung; Acoustic Sounds nennt dafür das originale analoge Masterband.

Bei dieser 45-RPM-Doppel-LP ist außerdem die Seitenaufteilung wichtig. Der erste Satz verteilt sich auf die beiden Seiten der ersten Platte; Adagio und Finale erhalten jeweils eine Seite der zweiten. Die Unterbrechung im Kopfsatz gehört somit zum Format dieser Ausgabe. Musikalisch lohnt es sich, über sie hinweg den großen Bogen im Ohr zu behalten: die Vorbereitung durch das Orchester, die Antworten des Solisten und die Rückkehr der Themen. Darin liegt die eigentliche Größenordnung dieser Einspielung – im Zusammenhang zwischen virtuosem Detail und ganzer Form.

Mehr aus der Reihe: RCA Living Stereo Series

Mehr von Fritz Reiner: Richard Strauss: Also Sprach Zarathustra · Bartok: Concerto For Orchestra

Künstlerseite: Alle Titel von Fritz Reiner

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Name Instrument / Rolle
Jascha Heifetz Violine
Fritz Reiner Dirigat
Chicago Symphony Orchestra Orchester

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

Rezensionen

Es gibt noch keine Rezensionen.

Schreibe die erste Rezension für „Fritz Reiner – Brahms: Violin Concerto/ Jascha Heifetz, violin“

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google

Beteiligte Musiker

Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

NameInstrument / Rolle
Jascha HeifetzVioline
Fritz ReinerDirigat
Chicago Symphony OrchestraOrchester

LP 1 Side A
1. First Movement: Allegro non troppo (Part 1)
LP 1 Side B
1. First Movement: Allegro non troppo (Concluded)
LP 2 Side A
1. Second Movement: Adagio
LP 2 Side B
1. Third Movement: Allegro giocoso ma non troppo vivace