Zwei Gitarren erzählen gemeinsam
Auf Argus stehen Andy Powell und Ted Turner mit ihren Gitarren gleichberechtigt nebeneinander. Martin Turner spielt Bass und singt, Steve Upton sitzt am Schlagzeug. Die beiden Turners sind unterschiedliche Musiker mit unterschiedlichen Aufgaben. Wishbone Ash nahmen ihr drittes Album 1972 in den De Lane Lea Studios auf; Derek Lawrence produzierte, Martin Birch betreute die Technik.
Die Doppelgitarre ist hier ein guter Einstieg, aber noch keine vollständige Beschreibung. Folge einmal einer Linie durch die Abschnitte eines Stücks: Wann trägt sie die Melodie, wann ergänzt sie den anderen Spieler, wann wird sie Teil der Begleitung? Gerade in dieser Bewegung zwischen den Aufgaben liegt ein Weg, das Zusammenspiel genauer zu hören.

Sieben Stücke mit Raum zur Entwicklung
„Time Was“ und „Sometime World“ eröffnen das Album, „Blowin’ Free“ schließt die erste ursprüngliche LP-Seite. Auf der zweiten folgen „The King Will Come“, „Leaf and Stream“, „Warrior“ und „Throw Down the Sword“. Das Programm lässt längere Entwicklungen neben konzentrierteren Songs zu. Die Titel und Texte geben dem Album einen erzählerischen Zusammenhang, während die Gitarren viele seiner Übergänge gestalten.
Die ursprüngliche Stereoanlage ordnet Powell links und Ted Turner rechts an. Damit kannst du die beiden Stimmen auch über ihre Position verfolgen. Entscheidend bleibt ihr Verhältnis zueinander: Eine Harmoniestimme erhält ihren Sinn durch die andere, selbst wenn sie im Lautsprecherbild räumlich getrennt erscheint.

Ein Gast am Schluss
John Tout spielt auf „Throw Down the Sword“ Orgel. Der von Renaissance bekannte Keyboarder ergänzt damit den Schluss des Albums um ein weiteres Instrument. Der Gastbeitrag lohnt Aufmerksamkeit, gerade weil die Erinnerung an Argus häufig sofort bei den zwei Gitarren landet. Auch Bass, Schlagzeug und Gesang bestimmen, in welchem Zusammenhang sich die Linien entfalten.
Die berühmte Hülle stammt von Hipgnosis. Ihr Wächtermotiv wurde über der Verdonschlucht in Frankreich fotografiert. Es gibt der Musik eine visuelle Erzählung, ohne die einzelnen Songs auf eine einzige Handlung festzulegen. Das Album erschien im April 1972 und erreichte Platz drei der britischen Albumcharts – ein markanter früher Erfolg für die Band.
Die 45-RPM-Ausgabe von Analogue Productions
AAPP 174-45 besteht aus zwei 180-Gramm-LPs. Sean Magee masterte bei Abbey Road von der originalen analogen Masterbandquelle laut Herausgeber; Quality Record Pressings übernimmt die Fertigung. Die Aufteilung auf vier Seiten verändert die Hörpausen gegenüber der ursprünglichen LP: Zwischen „Leaf and Stream“ und „Warrior“ liegt bei dieser Ausgabe ein Seitenwechsel. Die sieben Albumstücke bleiben erhalten.
Michael 45 hat die Ware in Deutschland und versendet aus Hilden, sodass du in Deutschland und der EU bestellen kannst, ohne einen eigenen US-Import zu organisieren oder auf die Zollabfertigung zu warten.
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Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Martin Turner | E-Bass, Gesang |
| Andy Powell | Akustikgitarre, Gesang |
| Ted Turner | Akustikgitarre, Gesang |
| Steve Upton | Perkussion, Schlagzeug |
| John Tout | Orgel |







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