Ein Solodebüt im Kreis von Freunden
David Crosby nimmt If I Could Only Remember My Name 1970 nach dem Tod seiner Freundin Christine Hinton auf. Die Arbeit führt vor allem in die Wally Heider Studios in San Francisco; weitere Aufnahmen entstehen bei A&M in Hollywood. Crosby produziert selbst, Stephen Barncard begleitet ihn als Toningenieur. Das 1971 veröffentlichte Solodebüt entsteht in einer persönlichen Ausnahmesituation und zugleich in einem bemerkenswert offenen musikalischen Umfeld.
Graham Nash, Neil Young und Joni Mitchell sind beteiligt, ebenso Musiker von Grateful Dead, Jefferson Airplane und Santana. Diese Namen bilden keine durchgehende Bandbesetzung. Sie kommen in unterschiedlichen Verbindungen zusammen. Gerade das macht die Platte so interessant: Ein sehr persönliches Album entwickelt sich aus vielen Begegnungen, und Crosby bleibt sein verbindender Mittelpunkt.

Gitarren, Stimmen und wechselnde Nachbarschaften
„Music Is Love“ verbindet Crosby mit Nash und Young; alle drei werden als Autoren genannt. Auf dem langen „Cowboy Movie“ wirken unter anderem Jerry Garcia, Phil Lesh und Mickey Hart mit. Garcia kehrt in mehreren Zusammenhängen wieder und spielt auf „Laughing“ Pedal-Steel-Gitarre. Joni Mitchell ist dort als Sängerin beteiligt. Wer den Besetzungswechseln folgt, entdeckt hinter jedem Titel einen etwas anderen Kreis.
„Traction In The Rain“ bringt Laura Allans Autoharp und Stimme hinzu. „Song With No Words (Tree With No Leaves)“ führt unter anderem zu Jorma Kaukonen, Jack Casady, Gregg Rolie und Michael Shrieve. Solche Einzelheiten sind mehr als eine eindrucksvolle Gästeliste. Sie helfen, die verschiedenen musikalischen Räume des Albums bewusst wahrzunehmen, ohne jeden Beitrag derselben gemeinsamen Sitzung zuzuschreiben.

Wenn die Stimme keine Worte braucht
Auf dieser Platte ist Gesang nicht nur der Träger eines Textes. Schon der Titel „Song With No Words“ weist auf eine andere Möglichkeit: Stimmen können selbst zum musikalischen Material werden. „Orleans“ und das abschließende „I’d Swear There Was Somebody Here“ führen schließlich zu Crosby allein. Nach den wechselnden Gruppen bekommt die persönliche Stimme noch einmal einen eigenen Platz.
Für eine Sammlung ist das Album deshalb auf mehreren Wegen zugänglich: als Crosbys erstes Soloalbum, als Begegnungsort der kalifornischen Szene und als Einladung, Gesang und Gitarren anders zu verfolgen als in einem gewöhnlichen Songprogramm. „What Are Their Names“ steht neben kürzeren, zurückgenommenen Stücken; die neun Titel bewahren diese Unterschiede. Ihre Nähe zueinander muss man nicht durch eine einheitliche Erklärung glätten.
Bernie Grundmans Schnitt für Atlantic 75
Die Analogue-Productions-Ausgabe AAPA 019-45 verteilt das Album in Stereo auf zwei 180-Gramm-LPs mit 45 RPM. Bernie Grundman verantwortet den Schnitt. Der Herausgeber nennt ausdrücklich die direkte Arbeit vom Originalmasterband. Diese Quellenangabe bleibt dem Herausgeber zugeordnet; sie ersetzt keine unabhängig dokumentierte Beschreibung sämtlicher Schritte der Bearbeitung.
Ein Tip-on-Klappcover von Stoughton gehört zur Ausstattung. Die ersten 2.000 Exemplare der Reihe sind nummeriert und bei QRP gepresst; spätere unnummerierte Exemplare können von QRP oder RTI stammen. Die vier Seiten enthalten die neun Originaltitel ohne späteres Bonusmaterial. Das ausführliche „Cowboy Movie“ auf der ersten und die beiden kurzen Schlussstücke auf der letzten Seite geben dieser Fassung einen klaren Bogen – vom gemeinsamen Musizieren bis zur Stimme, die allein zurückbleibt.
Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden. Noch nicht vorrätige Ausgaben versenden wir nach Wareneingang.
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Künstlerseite: Die ganze Familie Crosby, Stills, Nash & Young
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Serie: Atlantic 75 Series – alle 75 Alben, Zeitreise und die Menschen hinter Atlantic
Beteiligte Musiker
Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.
- David CrosbyGesang, GitarrenMitwirkung: Album-Besetzung
- Graham NashGitarre, GesangMitwirkung: A1, B1, B2, C1, C2, D1
- Jerry GarciaE-Gitarre, Pedal-Steel (B2), Gesang (C1)Mitwirkung: A2, B1, B2, C1, D1
- Neil YoungGitarren, Gesang, Bass, Vibrafon, Congas (A1)Mitwirkung: A1, C1
- Jorma KaukonenE-GitarreMitwirkung: B1, D1
- Laura AllanAutoharp, GesangMitwirkung: C2
- Gregg RolieKlavierMitwirkung: D1
- Phil LeshBass, Gesang (C1)Mitwirkung: A2, B1, B2, C1
- Jack CasadyBassMitwirkung: D1
- Bill KreutzmannSchlagzeug (B1, B2), Tamburin (A2)Mitwirkung: A2, B1, B2
- Michael ShrieveSchlagzeugMitwirkung: C1, D1
- Mickey HartSchlagzeugMitwirkung: A2
- Joni MitchellGesangMitwirkung: B2, C1
- David FreibergGesangMitwirkung: C1
- Paul KantnerGesangMitwirkung: C1
- Grace SlickGesangMitwirkung: C1
David Crosby: Produktion. Stephen Barncard: Tonaufnahme; Henry Lewy: zusätzliche Aufnahme A1. D2 und D3 nur Crosby.
So hört Michael diese Ausgabe
Höreindruck · sinngemäß zusammengefasst
Michael lobt Druck und Bühne der Atlantic-75-Ausgabe. Er vergleicht dabei verschiedene Alben: If I Could Only Remember My Name gefällt ihm musikalisch und klanglich besser als das sogenannte Couch-Album von Crosby, Stills & Nash. Es ist kein Vergleich verschiedener Pressungen dieses Crosby-Albums.
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