Der neue Mann an der Gitarre
Als Humble Pie Smokin’ aufnahmen, war eine entscheidende Position neu besetzt. Peter Frampton hatte die Band 1971 verlassen; Clem Clempson kam von Colosseum. Steve Marriott, Greg Ridley und Jerry Shirley arbeiteten nun mit einem Gitarristen weiter, dessen Solospiel Marriott bereits aufgefallen war. Im Februar 1972 entstand das Album in den Londoner Olympic Studios, im März erschien es bei A&M.
Der Wechsel liefert einen guten Einstieg in die Platte. Marriott singt und spielt Gitarre, Clempson übernimmt die zweite Gitarrenstimme, Ridley Bass und Shirley Schlagzeug. Achte bei den Songs darauf, wie die Gitarren zwischen Begleitung, kurzen Antworten und längeren Beiträgen wechseln. Die neue Besetzung musste ihre Rollen im gemeinsamen Spiel finden.

Rock ’n’ Roll, Blues und eigene Songs
Das Programm stellt eigenes Material neben Stücke mit Vorgeschichte. „C’mon Everybody“ führt zu Eddie Cochran, „Road Runner“ zu Junior Walker, „I Wonder“ zu Cecil Gant. Dazu kommen etwa „The Fixer“, „Sweet Peace and Time“ und „30 Days in the Hole“. Diese Mischung macht die Platte auch zu einer Landkarte der musikalischen Bezugspunkte ihrer Musiker.
Die Frage beim Hören muss deshalb nicht lauten, welche Vorlage möglichst genau übernommen wird. Interessanter ist, welche Möglichkeiten eine bestehende Komposition dieser Besetzung eröffnet. Vergleiche einen kurzen Song mit dem ausgedehnteren Ablauf von „Road Runner“: Wie verändern sich Aufgaben und Gewicht der Instrumente, wenn mehr Zeit zur Verfügung steht?

Gäste mit unerwarteten Instrumenten
Zu den reizvollen Details gehören die Gastbeiträge. Alexis Korner spielt auf „Old Time Feelin’“ Tiple, ein kleines Saiteninstrument. Stephen Stills ist an der Orgel im „G Jam“ zu hören, dem Schlussteil von „Road Runner“. Doris Troy und Madeline Bell ergänzen die Stimmen. Diese Credits führen über das Bild einer Band mit zwei E-Gitarren hinaus.
Gerade Korner und Stills lassen sich als kleine Entdeckungswege nutzen: Hier treten bekannte Musiker mit Aufgaben auf, die du vielleicht nicht zuerst mit ihnen verbinden würdest. Du brauchst diese Einzelheiten nicht vor jedem Hören nachzuschlagen. Sie können aber helfen, einen Nebenstrang bewusst zu verfolgen und die Platte nach dem berühmten „30 Days in the Hole“ weiter zu erkunden.
Diese Fassung läuft mit 45 RPM
Die Analogue-Productions-Ausgabe AAPP 168-45 besteht aus zwei 180-Gramm-LPs. Kevin Gray verantwortet das Mastering; als Quelle nennt der Herausgeber ausdrücklich eine ½-Zoll-Flat-Tape-Kopie des Originalmasterbands. Das ist die konkrete Quellenangabe dieser Ausgabe. Die ebenfalls erhältliche Einzel-LP mit 33⅓ RPM trägt eine andere Katalognummer und darf mit dieser Doppel-LP nicht verwechselt werden.
Michael 45 lagert die Platte in Deutschland und versendet sie aus Hilden, wodurch ein eigener US-Import samt der damit verbundenen Wartezeit beim Zoll entfällt.
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Beteiligte Musiker
Dokumentierte Auswahl der beteiligten Musiker. Die Besetzung kann je Titel wechseln; die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
| Name | Instrument / Rolle |
|---|---|
| Steve Marriott | Begleitgesang, Tasteninstrumente, Mundharmonika, Gitarre |
| Clem Clempson | Begleitgesang, Leadgesang, Tasteninstrumente, Gitarre |
| Greg Ridley | Begleitgesang, Bass |
| Jerry Shirley | Klavier, Schlagzeug |







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