Gene Ammons – The Soulful Moods Of Gene Ammons (Stereo)

58,00 € inkl. MwSt.

Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

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LabelAnalogue Productions (Prestige)
KatalognummerAPRJ 28
GenreJazz
Anzahl Platten1

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

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Artikelnummer: APRJ 28 Kategorien: , , ,

Ein Tenor und die Kunst, ein Lied zu erzählen

Am 14. April 1962, seinem 37. Geburtstag, stand Gene Ammons mit einem Quartett in Rudy Van Gelders Studio in Englewood Cliffs. Aus diesem Aufnahmetag entstand The Soulful Moods of Gene Ammons, ein Album mit acht Standards, das 1963 bei Moodsville erschien. Das Zusammentreffen von Geburtstag und Session ist eine schöne Fußnote in der Geschichte dieser konzentrierten Aufnahme. Hier widmet sich ein Musiker mit einer unverwechselbaren Tenorstimme einem Repertoire, dessen Stärke in Melodien, harmonischen Wendungen und erinnerbaren Liedformen liegt.

Moodsville war das Prestige-Unterlabel für solche auf Stimmung und Songs konzentrierten Programme. Der Name kann leicht an beiläufige Hintergrundmusik denken lassen. Bei Ammons lohnt sich das genauere Hinsehen: Ein Tenorsaxofonist, der sich auf bekannte Lieder einlässt, trifft fortwährend Entscheidungen über Gewicht, Atem und Zeit. Eine vertraute Melodie macht diese Entscheidungen oft besonders deutlich. Das Lied ist bereits da; die Persönlichkeit entsteht daraus, wie der Musiker mit ihm umgeht. Der Albumtitel benennt deshalb einen Zugang, keine Einschränkung auf eine einzige Gefühlslage.

Ammons’ Herkunft aus Chicago und seine Verbindung zur dortigen Tenortradition gehören zum Hintergrund. Sein Vater Albert Ammons war einer der großen Boogie-Woogie-Pianisten. Zwischen rhythmischer Direktheit und der Fähigkeit, eine Melodie zum Sprechen zu bringen, eröffnet sich ein weiter musikalischer Raum. The Soulful Moods zeigt eine konkrete Seite davon: keine große Bläserrunde, sondern ein überschaubares Quartett. Wer Ammons über seine Begegnungen mit anderen Tenorsaxofonisten entdeckt hat, kann hier einem anderen Maßstab folgen. Entscheidend ist nicht der Wettbewerb zwischen Solisten, sondern die Beziehung eines Bläsers zu einem Lied und seinen drei Partnern.

Gene Ammons · späteres Porträt, 1971 · historisch inspirierte Illustration
Gene Ammons · späteres Porträt, 1971

Patti Bown, George Duvivier und Ed Shaughnessy

Am Klavier sitzt Patti Bown, den Kontrabass spielt George Duvivier, am Schlagzeug ist Ed Shaughnessy zu hören. Diese Besetzung gilt für sämtliche acht Titel. Sie unterscheidet das Album auch von Ammons’ Nice An’ Cool, der verwandten Moodsville-Platte des Vorjahres: Dort begleiteten ihn Richard Wyands, Doug Watkins und J. C. Heard. Die beiden Alben stehen sich in ihrer Orientierung an Standards nahe, sind aber eigenständige Begegnungen mit unterschiedlichen musikalischen Partnern. Gerade für eine Sammlung ist diese Unterscheidung ergiebiger als ein pauschales Etikett wie „Balladen-Ammons“.

Patti Bown, 1931 in Seattle geboren, war Pianistin, Komponistin und Sängerin. Schon als Kind erschloss sie sich Ellington-Musik nach Gehör. Ihr Name verdient hier mehr als eine beiläufige Erwähnung in den Credits: In dieser kleinen Besetzung ist das Klavier Ammons’ unmittelbarer harmonischer Gesprächspartner. Wo die Tenorlinie eine Pause lässt, kann eine Akkordwendung, eine Antwort oder das bewusste Offenlassen des Raumes das Lied weitertragen. Gerade diese Beziehungen können aus vertrauten Liedern neue Entdeckungen machen: Nicht nur die Melodie selbst zählt, sondern auch das, was ihre Begleiter um sie herum gestalten.

Duvivier und Shaughnessy vervollständigen diese bewegliche Grundlage. Der Bass verbindet harmonischen Verlauf und Puls, das Schlagzeug gestaltet die Zeit, ohne dass dafür eine zweite melodische Vorderstimme nötig wäre. In einem Quartett dieser Art wird Begleitung zu einer eigenständigen Kunst. Es geht darum, eine Form gemeinsam verständlich zu halten und dem Solisten zugleich Bewegungsfreiheit zu geben. Man kann beim Wiederhören bewusst die Aufmerksamkeit verschieben: erst die Melodie, dann das Klavier, schließlich die Verbindung von Bass und Schlagzeug. Acht bekannte Songs werden so zu acht Gelegenheiten, dieselben vier Musiker in wechselnden musikalischen Situationen wahrzunehmen.

Esmond Edwards betreute die Produktion. Die ursprünglichen Liner Notes stammen von LeRoi Jones, der später unter dem Namen Amiri Baraka bekannt wurde; Don Schlitten zeichnete für Gestaltung und Fotografie verantwortlich. Auch diese Namen verorten die Platte in der Kultur von Prestige: Das Album war nicht nur ein Behälter für einzelne Standards, sondern eine gestaltete Veröffentlichung mit eigener Bild- und Textseite.

George Duvivier · spätere Porträtvorlage · historisch inspirierte Illustration
George Duvivier · spätere Porträtvorlage

Acht Standards zwischen Vertrautheit und Entdeckung

„Two Different Worlds“ von Al Frisch und Sid Wayne eröffnet die erste Seite. Es folgen „But Beautiful“ von Jimmy Van Heusen und Johnny Burke sowie „Skylark“ von Hoagy Carmichael und Johnny Mercer. Schon diese drei Autorenteams bringen unterschiedliche Liedwelten in das Programm. „Three Little Words“ von Harry Ruby und Bert Kalmar schließt die Seite ab. Auf der LP steht der Titel einmal; die doppelte Nennung in einer Herausgeberübersicht erweitert das Album nicht um einen neunten Track. Die ursprüngliche achtteilige Form bleibt der Bezugspunkt dieser Ausgabe.

Die zweite Seite beginnt mit „On the Street of Dreams“, dem Lied von Victor Young und Sam M. Lewis. Danach führt Cole Porters „You’d Be So Nice to Come Home To“ zu zwei weiteren Standards: „Under a Blanket of Blue“ und „I’m Glad There Is You“. Das letzte Stück stammt von Jimmy Dorsey und Paul Madeira Mertz. Es beendet die Platte innerhalb derselben Liedtradition, mit der sie begonnen hat. Ammons braucht keinen angehängten Jam-Session-Ausflug, um das Programm als Album zusammenzuhalten; die Abfolge und die beständige Quartettbesetzung geben ihm bereits eine eigene Kontur.

Reizvoll ist der Vergleich mit Gesangsfassungen, die man vielleicht im Gedächtnis hat. Ein Saxofon spricht den Text nicht aus, doch die Gestalt eines Songs bleibt als Erinnerung präsent. Wo würde eine Sängerin atmen? Welcher melodische Bogen trägt eine ganze Zeile? Wie verändert sich die Wirkung, wenn die Worte fehlen und das Instrument die Linie übernimmt? Solche Fragen öffnen den Zugang zu einem Standardprogramm, ohne ihm eine einzige richtige Deutung aufzuzwingen. Gerade Sammler, die diese Titel in mehreren Fassungen besitzen, finden darin einen produktiven Zusammenhang zwischen Wiedererkennen und neuer Aufmerksamkeit.

Die Moodsville-Aufnahme als Analogue-Productions-LP

Die angebotene Ausgabe trägt die Katalognummer APRJ 28 und gehört zur Prestige-Stereo-Reihe von Analogue Productions. Das Programm liegt auf einer LP mit 33⅓ Umdrehungen pro Minute vor. Kevin Gray verantwortet den Schnitt, Quality Record Pressings die Pressung; Gary Salstrom wird für die Galvanik genannt. Das Tip-on-Cover greift die klassische Ausstattung der Reihe auf. Historischer Ausgangspunkt ist das 1963 veröffentlichte Moodsville-Album mit der Nummer 28, aufgenommen im April des Vorjahres von Rudy Van Gelder.

Die aktuelle Herausgeberangabe lautet 180 Gramm. Eine frühere AP-Auflage von 2017 ist als nummerierte 200-Gramm-Ausgabe dokumentiert; für 2023 ist eine 180-Gramm-Pressung verzeichnet. Diese Editionsgeschichte macht nicht jedes heutige Exemplar zur nummerierten Erstauflage. Wer eine bestimmte Charge sammelt, sollte daher die Merkmale des konkreten Exemplars prüfen. Das gesicherte Angebot ist die Stereo-LP mit acht Titeln, nicht ein ungeprüftes Versprechen über Nummerierung oder historische Etikettenmerkmale.

Das 33⅓-Format erhält zwei zusammenhängende Seiten mit jeweils vier Songs. Für ein Album, dessen Zusammenhang aus Repertoire und Quartettarbeit entsteht, ist das eine passende Form: auflegen, eine Seite lang bei denselben Musikern bleiben und die Unterschiede zwischen den Liedern entdecken. The Soulful Moods of Gene Ammons ergänzt ein Jazzregal um eine konzentrierte Begegnung mit Ammons und einer eigenständigen Rhythmusgruppe. Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Mehr von Gene Ammons: Blue Gene · Boss Tenor

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Gene AmmonsPorträt 1971TenorsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Patti BownKlavierMitwirkung: Alle Titel
  • George DuvivierPorträt spätere VorlageKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Ed ShaughnessyPorträt 1968SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

14. April 1962, Englewood Cliffs; Rudy Van Gelder, Toningenieur; Esmond Edwards, Produktion. Alle vier Musiker auf allen acht Titeln.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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  • Gene AmmonsPorträt 1971TenorsaxofonMitwirkung: Alle Titel
  • Patti BownKlavierMitwirkung: Alle Titel
  • George DuvivierPorträt spätere VorlageKontrabassMitwirkung: Alle Titel
  • Ed ShaughnessyPorträt 1968SchlagzeugMitwirkung: Alle Titel

14. April 1962, Englewood Cliffs; Rudy Van Gelder, Toningenieur; Esmond Edwards, Produktion. Alle vier Musiker auf allen acht Titeln.


Seite A

  • A1 · Two Different Worlds (4:58)
  • A2 · But Beautiful (4:32)
  • A3 · Skylark (6:24)
  • A4 · Three Little Words (3:54)

Seite B

  • B1 · On the Street of Dreams (3:14)
  • B2 · You’d Be So Nice to Come Home To (4:22)
  • B3 · Under a Blanket of Blue (5:18)
  • B4 · I’m Glad There Is You (6:05)