Kenny Dorham – Quiet Kenny (Stereo)

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Mastering Engineer
Geschwindigkeit
33⅓ RPM
Quelle
Originale Masterbänder
Gewicht
180 Gramm
Presswerk
Quality Record Pressings
Genre
Jazz

Auf Bestellung

LabelAnalogue Productions (Prestige)
KatalognummerAPRJ 8225
GenreJazz

Was die Wäsche bringt

Auf Wunsch waschen wir deine Platte vor dem Versand in unserer Klaudio-Ultraschallmaschine und prüfen sie danach mit dem Auge. Nach meiner Erfahrung lohnt sich das auch bei neuen Platten: Beim Pressen können Rückstände bleiben, und eine saubere Rille schont deinen Tonabnehmer.

Dafür öffnen wir die Folie – die Platte kommt gewaschen in deinem Paket an. Ab 5 € pro Platte, je nach Album.

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Artikelnummer: APRJ 8225 Kategorien: , , ,

Ein Quartett, das Kenny Dorham den ganzen Raum lässt

Der Titel Quiet Kenny kann leicht wie eine Einschränkung klingen. Tatsächlich eröffnet er einen besonders direkten Blick auf einen Trompeter, dessen Persönlichkeit nicht auf Lautstärke oder demonstrative Wirkung angewiesen ist. Am 13. November 1959 ging Kenny Dorham mit Tommy Flanagan, Paul Chambers und Art Taylor in Rudy Van Gelders Studio in Englewood Cliffs. Kein zweiter Bläser teilt sich hier die vordere Linie mit ihm. Das Quartett bietet der Trompete einen klaren Rahmen und gibt zugleich drei Musikern Raum, die weit mehr als eine namenlose Begleitgruppe bilden.

Dorham hatte zu diesem Zeitpunkt bereits wichtige Stationen des modernen Jazz durchlaufen. Er spielte bei Charlie Parker, gehörte zu den frühen Jazz Messengers und trat nach Clifford Browns Tod in Max Roachs Quintett ein. Diese Erfahrungen erklären nicht automatisch jede Phrase dieser Aufnahme, verorten aber den Musiker hinter dem zurückhaltenden Albumtitel. Hier steht kein Neuling vor dem Mikrofon, sondern ein Trompeter, der unterschiedliche Bandsituationen und die Anforderungen großer Solisten aus unmittelbarer Zusammenarbeit kannte.

Die Session wurde von Esmond Edwards produziert, der auch das Coverfoto verantwortete. Rudy Van Gelder nahm auf; für die ursprüngliche New-Jazz-Ausgabe ist er zudem als Lackschneider genannt. Jack Maher schrieb den Begleittext. Das Album erschien 1960 unter der Nummer NJLP 8225 bei New Jazz, einem Prestige-Unterlabel. Die vorliegende Analogue-Productions-Ausgabe greift diese Albumgeschichte auf, ist aber eine Stereo-Einzel-LP mit 33⅓ Umdrehungen und einem gegenüber der ursprünglichen LP erweiterten Programm.

Gerade dieser letzte Punkt lohnt Aufmerksamkeit: Hier sind acht Titel enthalten, darunter „Mack the Knife“. Das Stück stammt aus derselben Sitzung, gehörte jedoch nicht zum Programm der ursprünglichen New-Jazz-LP. Wer das Album schon kennt, bekommt damit einen konkreten Grund, auf die Tracklist dieser Ausgabe zu schauen. Es geht nicht bloß um ein anderes Gewicht oder eine neue Hülle, sondern auch um die Zusammenstellung der Musik auf der Platte.

Kenny Dorham · Quiet Kenny · historisch inspirierte Illustration
Kenny Dorham · Quiet Kenny

Eigene Stücke, vertraute Standards und ein später hinzugekommener Titel

„Lotus Blossom“ eröffnet das Programm und stammt von Dorham selbst. Die Komposition begegnet auch unter dem Titel „Asiatic Raes“, unter dem Sonny Rollins sie aufgenommen hatte. Mit Billy Strayhorns gleichnamigem „Lotus Blossom“ darf sie nicht verwechselt werden. Solche Titelgeschichten gehören zum Vergnügen einer Jazzsammlung: Ein vertrauter musikalischer Gedanke kann unter einem anderen Namen an anderer Stelle wieder auftauchen und zwischen Platten eine Verbindung herstellen, die man am Cover allein nicht erkennen würde.

Mit „Blue Friday“ und „Blue Spring Shuffle“ stehen zwei weitere Dorham-Kompositionen auf der LP. Daneben erscheinen Standards wie „My Ideal“, „Alone Together“, „I Had the Craziest Dream“ und „Old Folks“. Die Mischung stellt eigene Themen und überliefertes Songmaterial nebeneinander. Für das Hören ist das ergiebig, weil man unterschiedliche Ausgangspunkte verfolgen kann: Wie behandelt ein Musiker ein selbst geschriebenes Thema, und wie eignet er sich eine Melodie an, deren Geschichte bereits vor dieser Aufnahme begonnen hat?

„Mack the Knife“ schließt die B-Seite dieser Stereo-33er. Die Sessiondiskografie verbindet den Titel mit der Aufnahme vom 13. November 1959, weist seine spätere Veröffentlichung aber unter anderem der 1970 erschienenen Prestige-Ausgabe Kenny Dorham/1959 zu. Die ursprüngliche LP und die vollständiger zugängliche Sitzung sind also nicht dasselbe. Auf der hier angebotenen Ausgabe gehört das Stück ausdrücklich dazu. Das ist eine kleine, für Sammler jedoch wichtige Unterscheidung zwischen Albumgeschichte und der Geschichte einer einzelnen Edition.

Die Stückfolge bietet zugleich verschiedene Zugänge zu Dorham. Man kann den Eigenkompositionen folgen, die bekannten Standards als Orientierung nehmen oder die Quartettarbeit über das gesamte Programm hinweg betrachten. Der Titel Quiet Kenny legt dabei keine durchgehend gleichförmige Stimmung fest. Entscheidend ist die Möglichkeit, auf Phrasierung, melodische Entscheidungen und das Gespräch mit der Rhythmusgruppe zu achten. Eine Platte mit nur einem Bläser macht solche Beziehungen besonders übersichtlich, ohne sie musikalisch zu vereinfachen.

Tommy Flanagan · Quiet Kenny · historisch inspirierte Illustration
Tommy Flanagan · Quiet Kenny

Flanagan, Chambers und Taylor: drei eigene Stimmen

Tommy Flanagan am Klavier ist ein wesentlicher Teil dieser Konstellation. Im Quartett muss das Klavier nicht nur harmonischen Boden bereitstellen, sondern kann auf die Trompetenlinie antworten und eigene Entwicklungen beginnen. Es lohnt sich, beim Hören auf die Stellen zu achten, an denen eine kleine Klavierfigur eine Phrase kommentiert oder eine Pause des Solisten musikalisch weiterführt. Die Frage ist nicht, wie viel ein Begleiter spielt, sondern wie sein Beitrag mit dem übrigen Geschehen zusammenhängt.

Paul Chambers übernimmt den Kontrabass, Art Taylor das Schlagzeug. Beide gehören zu den Musikern, deren Namen auf zahllosen wichtigen Sessions dieser Zeit wiederkehren. Hier bleiben ihre Aufgaben in einer kleinen Besetzung besonders gut nachvollziehbar. Der Bass verbindet harmonische Orientierung mit Bewegung, das Schlagzeug kann Zeit markieren und zugleich auf Einzelheiten reagieren. Als Höranregung genügt es zunächst, eine Passage einmal von Dorhams Melodie und ein zweites Mal von der Begleitung her zu verfolgen. Dadurch kann dieselbe Musik unterschiedliche Konturen bekommen.

Für eine Sammlung ergeben sich daraus schöne Querverbindungen. Dorham und Taylor sind auch auf Hank Mobleys Mobley’s 2nd Message zu hören, dort innerhalb einer anderen Besetzung und bereits 1956. Quiet Kenny führt drei Jahre weiter und rückt Dorham selbst in die Mitte. Wer über beteiligte Musiker zu neuen Platten findet, kann solche Unterschiede entdecken, ohne die Alben auf einen vermeintlich identischen Stil zu reduzieren. Gerade der Wechsel der Partner und der Größe einer Gruppe macht Jazzdiskografien lebendig.

Auch das Format passt zu dieser Art des Kennenlernens. Die acht Titel verteilen sich auf zwei Seiten einer 33⅓-LP. Vier Stücke je Seite ergeben längere zusammenhängende Abschnitte, in denen sich ein Gefühl für das Quartett entwickeln kann. Die separate 45-RPM-Doppel-LP desselben Albums ist eine andere Ausgabe. Diese 33er bietet einen eigenen praktischen Zugang: weniger Seitenwechsel, das erweiterte Acht-Titel-Programm und eine klar bezeichnete Stereo-Fassung. Daraus muss kein pauschaler Wettstreit zwischen Geschwindigkeiten werden.

Die Prestige-Stereoausgabe APRJ 8225

Analogue Productions führt diese Platte unter APRJ 8225 innerhalb seiner Prestige-Stereo-Reihe. Kevin Gray übernahm das Mastering bei Cohearent Audio, gepresst wird bei Quality Record Pressings. Es handelt sich um eine einzelne LP mit 33⅓ RPM. Diese Zuordnung ist wichtig, weil Quiet Kenny in mehreren analogen und digitalen Editionen erhältlich war und Angaben einer Ausgabe leicht auf eine andere übertragen werden. Hier gehören Kevin Gray, Stereo und die Einzel-LP zusammen.

Die ursprüngliche New-Jazz-LP war eine Monoausgabe. Eine spätere Stereo-Veröffentlichung erschien 1970 als Prestige PRST 7754 unter dem Titel Kenny Dorham/1959. Für das Sammeln zeigt das, wie ein und dieselbe Sitzung über die Jahre unterschiedlich zugänglich wurde: mit verändertem Titel, anderer Katalognummer und abweichendem Programmumfang. Die heutige AP-Ausgabe trägt wieder den bekannten Albumtitel. Sie sollte dennoch anhand ihrer eigenen Nummer und Tracklist erkannt werden, nicht allein am vertrauten Covermotiv.

Dokumentiert sind frühere 200-Gramm-Pressungen und eine spätere 180-Gramm-Ausführung; aktuell nennt der Herausgeber 180 Gramm. Einzelne Pressungsvarianten unterscheiden sich außerdem in gedruckten Kennzeichnungen. Solche Details sind für spezialisierte Sammler interessant, erlauben aber keine Aussage über ein ungeprüftes einzelnes Exemplar. Die sichere Grundlage bleibt das hier beschriebene Produkt mit acht Titeln und dem Mastering von Kevin Gray. Ein bestimmter historischer Fehldruck oder eine Nummerierung wird damit nicht versprochen.

Der musikalische Grund, diese Platte aufzulegen, ist weniger kompliziert als ihre Editionsgeschichte. Ein Trompeter steht mit drei aufmerksam zu verfolgenden Partnern im Zentrum einer einzigen Sitzung. Eigene Kompositionen und Standards geben ihm unterschiedliche Ausgangspunkte; das zusätzliche „Mack the Knife“ erweitert den Blick auf diesen Tag. Quiet Kenny ist damit ein Album, das sich sowohl als erste Begegnung mit Dorham als auch als bewusster Schritt tiefer in seine Diskografie anbietet.

Du bestellst bei Michael 45 in Deutschland. Wir organisieren den US-Import und versenden aus Hilden.

Auch in einer anderen Ausgabe: Quiet Kenny

Kundenfrage: Analogue Productions in Europa kaufen

Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Kenny DorhamTrompeteMitwirkung: alle acht Titel
  • Tommy FlanaganKlavierMitwirkung: alle acht Titel
  • Paul ChambersKontrabassMitwirkung: alle acht Titel
  • Art TaylorSchlagzeugMitwirkung: alle acht Titel

Aufnahme: 13. November 1959, Rudy Van Gelder Studio, Englewood Cliffs. Produktion und Coverfoto: Esmond Edwards; Ton: Rudy Van Gelder. Begleittext: Jack Maher. Mastering dieser Stereo-33er: Kevin Gray, Cohearent Audio; Pressung: Quality Record Pressings. Acht Titel einschließlich Mack The Knife.

Zusätzliche Informationen

Gewicht 0,7 kg

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Beteiligte Musiker

Mitwirkende und dokumentierter Creditstand. Titelnummern beziehen sich auf die Tracklist.

  • Kenny DorhamTrompeteMitwirkung: alle acht Titel
  • Tommy FlanaganKlavierMitwirkung: alle acht Titel
  • Paul ChambersKontrabassMitwirkung: alle acht Titel
  • Art TaylorSchlagzeugMitwirkung: alle acht Titel

Aufnahme: 13. November 1959, Rudy Van Gelder Studio, Englewood Cliffs. Produktion und Coverfoto: Esmond Edwards; Ton: Rudy Van Gelder. Begleittext: Jack Maher. Mastering dieser Stereo-33er: Kevin Gray, Cohearent Audio; Pressung: Quality Record Pressings. Acht Titel einschließlich Mack The Knife.


Seite A

  • A1 · Lotus Blossom
  • A2 · My Ideal
  • A3 · Blue Friday
  • A4 · Alone Together

Seite B

  • B1 · Blue Spring Shuffle
  • B2 · I Had The Craziest Dream
  • B3 · Old Folks
  • B4 · Mack The Knife